Wegbeschreibung (kryptischer Unfug)

Ich meine tatsächlich „Wege“, nicht die „WG“. Und es führen nicht viele Wege nach Rom, sondern nur einige, wenige. Ich mag keine Plattheiten, es sei denn, ich benutze sie selbst. Dies zur Orientierung.

Wege werden – so ist das geregelt – bereitet. Zu diesem Zweck hat man irgendwann die Funktion des Wegbereiters eingeführt. Darüber hinaus ist es erlaubt, sich Wege selbst zu bereiten. Das ist aber nicht immer machbar.

Nehmen wir den Weg des Menschen ins Leben. Der Wegbereiter steckt bekanntlich in der Hose des Mannes. Der Weg ins Leben ist weit und mühsam. Frauen wissen, wovon hier die Rede ist.

Wege durch das Leben findet der Mensch selbst. Der guten Ordnung halber sei erwähnt, dass es sich dabei immer um diverse Wege handelt, denn 1 Weg ist für Menschen im Gegensatz zum Einweg für Flaschen nicht zumutbar. Sein Leben zwingt ihn zum Wegewechsel, und so legt der Mensch sich mehrere Pfade an, meist holprig, also recht mühsam, manchmal in aller Eile angefertigt, und niemals befahrbar. Am Ende jeder Wegevariante sollte ein Ziel stehen, doch allzu oft landet der Wanderer im Nirgendwo.
Wege durch das Leben erscheinen meist endlos, sind unbequem, weil voller Hindernisse, also vergleichbar mit der Rallye Paris – Dakar, aber zu Fuss.

Neben dem Nirgendwo gibt es ein absolut zuverlässiges Irgendwo – es ist der Weg aus dem Leben hinaus in den Tod. Dieser Weg ist oftmals extrem kurz. Ich nenne ihn eine Schrittlänge ins Jenseits, in das vorhin zitierte Irgendwo. Touristisch gefragt ist dieses Ziel nicht, aber wir müssen dorthin, so dringend wie früher aufs Klo. Wichtig zu wissen, dass man dort kein Toilettenpapier braucht. Die halbe Tonne aus Corona-Zeiten bleiben den Nachkommen.

Wenn man, dort gut angekommen, aus den Himmelsgewölben das „Fürchtet Euch nicht! Ich bin bei Euch!“ dröhnen hört, hat man es verstanden. Man ist auf einem neuen, hochkomfortablen und schönen Weg: In die Ewigkeit. Nur eines kann die gute Stimmung verderben: Donald Trump kommt an und blökt ununterbrochen „America first!“ Besser, man wünscht ihm ein ewiges Leben. Oder man richtet in den Engelsgewölben eine Abteilung für Demente ein und stutzt ihm die Flügel?

Gewiss! Das alles ist zu irdisch gedacht. Man war ja noch nicht oben …..