Blubbern

„Das ist auch wieder so ein Tag! Ich weiss nicht ….. „

Kennst Du jemanden, der so redet? Nein? Dann sei froh. Wer solche Sprüche über Menschenhäupter streut, ist entweder minderbegabt, oder krank. Der Schnack ist genau das, was ich unter Geblubber verstehe. Damit meine ich, dass etwas brodelt, und es kommen Blasen hoch, die nichts enthalten als heisse Luft. Sie platzen mit einem Blop, alle hören das, und einer wird sagen: Hier riecht es nach Toilette! Oder, wenn er über 80 ist wie ich, meint er, es rieche ein wenig nach Pot de chambre. Ich habe dieses Gerät noch kennengelernt. Malheureusement.

Das ist natürlich Unfug. Tatsächlich handelt es sich um Mundgeruch, wenn überhaupt. Um den Duft der stinkenden Rose, wenn der Blubberer griechisch gegessen hat. Das kann unangenehm werden, aber- genau genommen – besonders tragisch ist, wenn das Geblubber nach garnichts riecht.

Jesus! Der obige Absatz ist genau das, was ich Geblubber nenne! Irgendwie bin ich vom Weg abgekommen und in Niemandsland geraten. Eigentlich wollte ich einen Einblick in mein nächstes, interessantes Projekt gewähren, meine Steuererklärung 2019! Da ist z. B. die Sache mit den selbstständigen Wirtschaftsgütern – Herr im Himmel! Kann ein Wirtschaftsgut selbstständig sein, gewesen sein oder gar noch werden? Diese Kunstform der deutschen Sprache macht mich ganz verhuscht. Pass auf! Wenn ich einem Wellensittich meinen alten Wecker hinstelle, macht der Vogel irgendwann auch Ticktack, aber er wird niemals wissen, ob das tickende Ding ein Wirtschaftsgut ist, etwa unselbständig, da nicht elektrisch, oder doch selbstständig, weil ohne Strom. Dabei habe ich wahrscheinlich ein selbstständig stehendes Wirtschaftsgut, das nicht für das laufnde Jahr gedacht ist und nur die Uhrzeiten des vergangenen Jahres anzeigt! Verstehst Du? Des v e r g a n g e n e n ! Wer braucht denn sowas? Etwa das Finanzamt? Und was sit, wenn der Wecker die Uhrzeit von 1987 anzeigt? Das Ding ist alt!

Ich glaube, ich stehe schon wieder im Abseits …..

Provokation

quelle: sueddeutsche.de

Die Bewertung des Sterbens steht in einem proportionalen Verhältnis zur Bewertung des Lebens. Gewinn und Verlust gleichen sich aus. Wer keine Nachkommen hinterlässt, tritt mit einem Null-Saldo ab.

Wie sich die Zeiten ändern!

Aus „Mein Engel“

Bin ich dereinst bereit zum Scheiden,
und ihr steht weinend um mich her,
so mag es Tröstung euch bereiten,
dass ich zurück zum Vater kehr.
Habt Acht auf einen lichten Schimmer;
auf einen Ton, ersterbend lind,
und trifft es ein, so zweifelt nimmer,
dass dies dann meine Engel sind!

(Karl May)

Positiv modern: Aus „Mein Opel“

Bin ich dereinst bereit zum Scheiden,
und ihr steht lachend um mich her,
so mag es Tröstung mir bereiten,
dass ich zurück zu Daimler kehr.
Habt Acht auf einen lichten Schimmer;
auf einen Ton, ersterbend lind,
und trifft es ein, so zweifelt nimmer,
dass dies dann meine Reifen sind!

Resonanz

Ich habe es nicht kommen sehen,
doch plötzlich ist es geschehen.
Erst stockt der Atem, dann der Schritt.
Ich bleibe stehen.
Das Geräusch meines letzten Schritts verliert sich im Irgendwo.
Ich höre nichts.
Die lärmende Welt erreicht mich nicht mehr.
Bin ich nun tot?

Ich denke, also bin ich.
Wer immer das sagte:
Nun hat er mir geholfen.
Ich überwinde diesen Moment der Agonie,
verstehe plötzlich Ursache und Wirkung.
Ich zweifle – nein, ich weiss,
dass diese Welt, wie ich sie begreife
nicht mehr meine Welt sein kann.

Diese neue Welt bleibt mir fremd.
Sie ist wie ein grosser gesunder Baum,
der ständig neue Zweige bildet,
die Pracht verbreiten, die anders sind als ich.
Ja, ich bin das, was man Altholz nennt,
das man duldet, bis ein Sturm daherkommt,
mich mit sich nimmt
und Platz schafft für Junges, Biegsames.

Nun suche ich nach mir selbst,
und finde mich auf einem der hellen Sterne
nahe dem Stella Polaris.
Ich, ein Emigrant,
der das Weite sucht,
um seine Integrität zu sichern,
den Regeln des Grossen Spiels zu entkommen
und der zu bleiben, der ich immer war.

Unerwartet spüre ich das alte Leben.
Man hat mir einen Streich gespielt,
mich auf eine gesunde Distanz gebracht.
um wahrzunehmen, was ist,
was ich bin,
und wohin ich mein Leben lenken soll.
Nein, es ist nichts verloren.
Ich habe mein Spiel gespielt, und gewonnen.

Aphorismus: Liebe

Liebend wird der Mensch zum Narren,

und der Narr zum Menschen.

Aphorismus: Frei sein

Wer ohne Zwang Rechte zugunsten seines Gemeinwesens aufgibt, hat „Freiheit“ richtig verstanden. Er war, ist und er bleibt ein freier Mensch.

Geld? Kein Problem!

Die Lockheed Martin F-35 Lightning II ist ein Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeug. Die Bundesregierung plant den Kauf von 45 Stück als Ersatz für die in die Jahre gekommenen Tornado’s.

Ich erzähle hier kurz, was man der Öffentlichkeit verschweigt.

Die F-35 ist eine Neuentwicklung. Insider aus den USA berichten, dass man in der Software dieser Maschine rund 900 Fehler gefunden hätte. Diese Zahl halte ich für unwahrscheinlich und von Projektgegnern lanciert, aber es wird dort reichlich Fehler geben.

Ferner berichten Techniker über mehr als 12 gravierende Fehler in der Technik.

Dessen ungeachtet verlangt das Pentagon von Lockheed, die Produktion der F-35 rasch zu steigern. Offenbar fürchtet man die Konkurrenz.

Die F-35 wird nackt rund 80 Mio. USD kosten. Das sind bei 45 Stück 3,6 Milliarden USD. Kosten für Ersatzteile, Ausbildung, Wartung und Bewaffnung kommen on top. In den USA rechnet man mit 112 Mio. USD pro Stück, komplettiert. Damit erhöht sich die Investitionssumme auf rund 5 Milliarden USD.

Eine Flugstunde wird 44.000 USD kosten. Man rechnet mit 30 Flugstunden pro Pilot. Das sind dann 1,3 Millionen Dollars. Bei 40 Piloten werden somit 52 Mio. USD fällig.

Es ist zu erwarten, dass Lockheed in Raten liefert. So kann es geschehen, dass die ersten F-35 kaputtgespart sind, bevor die letzte gekauft ist.

Die Lebensspanne für den Flieger schätzen die Amerikaner auf 60 Jahre. Hier ist nun grosses Gelächter angesagt. Natürlich kann jedes einzelne Teil 60 Jahre alt werden, wenn es im Ersatzteillager liegt – aber nicht das komplette und genutzte System.

Anekdotisch: Es wurde beobachtet, wie eine F-35 – aus nicht bekannten Gründen – beim Startversuch zu brennen begann und der Pilot fix aussteigen musste und das Weite suchte. Zu Fuss! Seitdem weiss die Bundesluftwaffe, dass F-35-Piloten die 100 m in 10,4 Sekunden laufen müssen, damit ihnen nicht irgendwann der Hintern qualmt.

Abschliessend: Ich würde es gerne sehen, wenn die Piloten mit dem Fieseler Storch übten und dabei gebrauchte Teebeutel auf nordfriesische Krabbenkutter vor Büsum abwerfen würden. Dann kostet eine Flugstunde nur noch 180 oiro, statt 44.000 USD.

Sonntägliche Gedanken

Soeben komme ich aus dem Badezimmer, öffne die Jalousie meines Fensters, und was sehe ich? Meinen Garten? Toll, Du Schlaumeier! Draussen ist nichts anderes!
Von vorne. Was sehe ich nicht? Da kommst Du nie drauf. Ich sehe keinen Sonnenschein.
Nochmal von vorne für Langsamdenker. Heute ist Sonntag. Nach vielen Sonnentagen bleibt die Sonne ausgerechnet an einem Sonntag abwesend. Ich ertrage solche Gedankenlosigkeiten nur sehr schlecht. Verschwände die Sonne montags, so könnte es die ganze Woche lang von oben kübeln, bis den Bauern das Wasser bis zum Hals steht und die Wälder von braun in das gewohnte Grün gewechselt haben. Aber was geschieht? Draussen ist es sonnenbefreit knochentrocken, und den Bauern steht das Wasser trotzdem bis zur Oberkante der Unterlippe. Ich spüre, wie sich meine Stimmung verändert von scherzando nach morendo (Angeberei!), also von heiter nach ersterbend! Das Allegro weicht dem Largo (ich kanns nicht lassen!)

Legen wir das Notenblatt beiseite. Heute ist nicht halb vier, sondern Sonntag ohne das von oben, das Sonn. Dieser Tag schmeckt wie Hühnersuppe ohne Huhn. Ich habe also über eine Nachbesserung nachgedacht. Einfach wäre, den heutigen Tag zum Montag zu erklären, doch das würde den Gregorianischen Kalender weltweit in Unordnung bringen. Eine andere, bessere Möglichkeit ist, aus dem Sonntag ein Regentag zu machen. dafür wird aber Regen benötigt, und der ist schwer zu beschaffen. Nun schwanke ich zwischen Arbeitstag, Feiertag und Festtag. Dieser, der Festtag scheidet aus. Er ist mir zu teuer. Ein Feiertag wäre machbar, aber mit einer Dose Bier und trocken Brot feiert man erbärmlich. Und Arbeitstage sind allgemein nicht sonderlich beliebt – so auch in meinem Haushalt. Aber mir fällt noch etwas ein. Ich bin da ganz sicher.

Endlich, wie vorhergesagt: Ich hab’s. Ich benenne diesen Sonntag um in Alltag! Ist das genial? Selbstverliebt habe ich mich in mein Inneres zurückgzogen, um einen kleinen Triumpf zu geniessen, bin jedoch unfähig, dort lange zu verweilen, und es treibt mich die Angst nach draussen, irgendwas zu verpassen. Dumm, wie ich sein kann, schaue ich erneut aus dem Fenster. Überall Sonnenschein! Überall S o n n t a g !

Deutschstunde

Es ist halb vier. Ein gebildeter Mensch würde das anders formulieren: Es ist 15:30 Uhr. Und ein eingebildeter Mensch formuliert vielleicht: Meine Uhrzeit geht Sie garnichts an. Ich aber bleibe in meinem rustikalen Sprachgebrauch gefangen und sage: Eben war noch halb vier. Jetzt ist es fünef nach. Ich bin da etwas pingelig.

Nun käme eigentlich die Frage aus dem Publikum: Was war denn nun um halb vier ausser Uhr? Ich erkenne sofort, dass diese Frage zu Recht gestellt würde. Es hätte sein können, dass ich um halb vier ein Ei gelegt habe, so gross wie das vom Strauss, und heute abend gäbe es Rührei für acht Leute. Habe ich aber nicht, und jeder, der mich kennt, weiss das und fragt nicht so blöde.

Was also war los? Nun, ich habe in den Garten gestarrt und die Buschwindröschen gezählt. Und bei 17 habe ich aufgehört zu zählen. Aha, denkt das Publikum, nun gehts bei dem auch los. Ob das Alzheimer ist? Ich versichere: Erstens bin ich kein Präsident, und zweitens kein Alzheimer. Nein, es ist wie beim Sport, genauer gesagt wie beim Weitsprung. Man nimmt Anlauf, dann springt man weit. Gut, oder nicht. Blümchen zählen ist Anlaufen zum Denken und immer dann unverzichtbar, wenn Denken wichtig ist.

Jetzt mache keinen Fehler, indem Du mich fragst, was wohl wichtig war. Du fragst ja auch nicht nach der Farbe meiner Unterhose. Ich sage es freiwillig. Es ist so: Ich bin ein Mensch ohne besondere Sprachbegabung. Mir fehlt es an Eloquenz, darum werde ich niemals einen elegant formulierten Text zustande bringen. Meine eigenen Texte zu lesen ist für mich sensiblen Menschen wie eine Fahrt auf der Via appia mit einem eisenbereiften Pferdewagen. Kurz gesagt, es rumpelt, verbal.

Nun haben Leute, denen praktische Fertigkeiten versagt sind, die Angewohnheit, mit der Theorie zu kompensieren. Ich gestehe, zu dieser Gruppe zu gehören. Und darum nehme ich diesen langen Anlauf, um ein relativ kleines Problem auf den Tisch zu legen, wobei ich mir vom Legen – nun, nicht gerade eine Erleuchtung – so aber doch Befriedigung erhoffe. Ich denke, ich sollte nun endlich zur Sache kommen. Da sagt man

  • Wollen wir heute abend gemeinsam etwas unternehmen? Aber auch
  • Wollen wir heut e abend nicht etwas gemeinsam unternehmen?
    Beide Fragen sind positiv! Wie aber formuliert man negativ?
  • Wollen wir heute abend gemeinsam nichts unternehmen? Idiotisch! Oder
  • Wollen wir heute abend nichts gemeinsam unternehmen? Geht auch nicht. Vielleicht
  • Gemeinsam wollen wir heute abend nichts unternehmen. Geht, aber unter Schmerzen.

Trivial, nicht wahr? Aber über diese sprachliche Hürde bin ich gestolpert, und lang hingeschlagen. Der Text liegt im Papierkorb. Friede seiner Asche!

Zitat USA: „Sollen sie doch verrecken!“

Zur Zeit macht ein Video Furore, das eine Demonstration gegen die Schutzmassnahmen zur Corona-Pandemie zeigt.
Ort des Geschehens sind die USA, die Protestler berufen sich auf ihre Freiheitsrechte. Nun haben allersdings Leute aus der Krankenpflege dagegen gehalten, indem sie sich schweigend auf der Strasse aufbauten, sauber mit Maske und 2 m-Abstand. Das wiederum hat die Protestler provoziert, und es hagelte wüste Beschimpfung auf das Pflegepersonal aus einer Klinik.

Nochmal kurz: Der Pöbel beschimpft Pflegepersonal aus einem Krankenhaus, weil man schweigend f ü r die Schutzmassnahmen geworben hat.

Und nun lasse Dir das mal auf der Zunge zergehen.

Hast Du? Gut. Nun nimm mal zur Kenntnis, dass wir in DE nicht mehr weit von solchem Zustand entfernt sind. Erste Anzeichen alarmieren. Wird mit einer zweiten Welle des COVID 19 nicht das Land auch mit Dreck überflutet, den wir dann nicht mehr unter den Teppich fegen können? In der Krise wird auch das deutsche Gesindel Gesicht zeigen.

Ich weigere mich, diese Gestalten „Menschen“ zu nennen. Sie wählem ihrem Platz bewusst ausserhalb der Gemeinschaft. Es sind menschenähnliche Wesen, die man gerechterweise auch nicht „Tiere“ nennen darf; jeder Hund hat mehr Verstand und Gemeinsinn. Was bleibt?

Ich nenne sie Zombies. Eine gewollt fehlerhafte Erziehung und die Verweigerung von Bildung hat sie zu dem gemacht, was sie heute darstellen. Sie sind zu Idioten geworden, und Politikern und deren Hintermännern fällt es leicht, auf diesem Potential ihre Macht aufzubauen und zu festigen.

Ich spinne? Sehe Gespenster? Ich wünschte, es wäre so. Die Volksverdummung hat längst begonnen, und Vorreiter dazu ist das deutsche Fernsehen. Du denkst an Verschwörungstheorie? Dann schlafe halt weiter. Oder mache Dich auf die Socken: Google/ Trilaterale Commission/David Rockefeller – und Bilderberger, und dann grabe, grabe und grabe, bis Dir die Finger bluten. Spätestens dann hast Du es kapiert.

Eine kleine Hilfe:

Trilateral Commission 2019 membership list of who really makes national and foreign policy

und http://trilateral.org/


Die Website verschweigt, was der Boss, David Rockefeller offen bekannte: Abschaffung der Demokratie ind Weltherrschaft für das Grosskapital.

Haiku

Endlich fällt Regen.
Die Erde trinkt begierig.
Blüten schliessen sich.

Neues von der Front

So manches Unsinnige ist nicht nur unsinnig, sondern auch lustig. Und wenn die Hälfte der US-Bürger einen Psychopathen zum Präsidenten wählt und ihn auch noch anbetet, selbst wenn er den größten Unfug treibt, so hat man auf der anderen Seite des Atlantik ein Bild zu bestaunen, das man hier nicht versteht, und selbst die Komik der Situation hat einen bitteren Nachgeschmack.
Wir haben selbst zweifelhafte Figuren in Politik und Verwaltung sitzen und ärgern uns über ihre Unfähigkeit grün und blau – aber wir würden niemals auf die Idee kommen, einen Truck ohne Räder mit 30 Tonnen Sauerkraut zu beladen, um das Zeug von München nach Hamburg zu bringen. Und so beobachten wir verblüfft, dass dies im Land der unbegrenzten Möglichkeiten mit Überzeugung versucht wird.

Keep cool, American! That’s not my pigeon, I know! But I’m amused! Sorry!

Hat doch seine Grossartigkeit, der Auserwählte nun tatsächlich zwei Wege aufgezeichnet, um das Corona-Virus zu besiegen.

Weg 1: Man sollte Bleich- und Desinfektionsmittel injizieren.
100 ml Octenisept mit Soda in eine Armvene, und nach einer Minute ist Corona tot. Trump meinte, man solle das probieren. Ein Testpanel von 1.000 Leuten geht in den Versuch, und 10 kommen gut gebleicht, aber lebend wieder raus.

Aber da ist noch Weg 2: Licht und Wärme tötet Corona. Man nehme als 867.000 Infizierte und schaffe sie eiligst zu Governor Ron de Santis nach Florida. Dort werden sie auf den Stränden ausgelegt, wie Fisch zum Trocknen, und in der Sonne gebraten, gewendet, gebraten usw. bis Corona schlapp macht. Möglich, dass auch einige Menschen schlapp machen, wegen überhell und überwarm?

Gleichzeitig twittert Trump: „Freiheit für Minnesota!“ Meint: Vergesst alle Schutzmassnahmen ! Macht alle Türen und Tore wieder auf! Freiheit und Demokratie für unsere grossartige Nation!

Bewundernswert, wie schlau dieser Trump ist. Für allen Scheiss, den er veranlasst, macht er nun die Governors der einzelnen Staaten verantwortlich. Wenn das nicht geht, haben Obama, die Clinton, Dr. Fauci, die WHO, China oder Deuschland Schuld auf sich geladen. Natürlich sind wir alle sehr geknickt! Besonders ich.

Zum Schluss eine ernst gemeinte Warnung: Die Globalisierung mit ihrem vielfältigen Netzwerk für wirtschaftliche Beziehungen bewirkt, dass aus meinem Küchenschrank Teller und Tassen fallen, wenn in den USA oder in Japan ein Brett umfällt. Wir sind nicht mehr unbeteiligte Zuschauer, sondern Mitspieler!

Langzeitwirkung

Den folgenden Spruch schreibe ich in der Hoffnung, noch lange genug zu leben, um die Folgen der Corona-Krise erfahren zu können:

„Eine Langzeitwirkung verkürzt das Gedächtnis des Menschen.“

Die wegen COVID 19 getroffenen Schutzmassnahmen beeinflussen den Alltag in erheblicher Art und Weise. Nun stelle man sich vor, das daraus resultierende „Neue Leben“ dauert noch viele Monate an, bis man sicher sein kann, das Virus besiegt zu haben. Die neue, eingeschränkte Art zu leben wird zur neuen Normalität. Dagegen wird man sich an die „alte Art zu leben“ nur noch erinnern, und abwinken.

Hier wird es nun interessant. Zunächst ein positiver Aspekt. Man berichtet, die Menschen seien aufmerksamer als vor der Krise. Man schaut sich an, lächelt, macht verbale Spässchen usw. , während man früher Mitmenschen achtlos „links liegen liess“. Vielleicht ist ein Hauch von Gemeinsinn über das Land geweht, und dies in dem Bewusstsein, gemeinsam in der Tinte zu sitzen?

Ein negativer Aspekt: Es könnte sein, dass die Bürger ihren Bedarf an Gütern aller Art kritisch überprüfen und feststellen, was alles sie nicht benötigen. Die Folge wären unter Umständen deutliche Umsatzverluste, in jedem Falle aber Änderung des Konsumverhaltens.

Die Zeit im Wandel ist immer eine spannende Angelegenheit. Warten wir ab, was geschieht!

….. und kein Ende

Wenn man an der Nord- und an der Südgrenze der USA jeweils eine Trump’sche Mauer baut, und dann von Mauer zu Mauer ein Dach drübersetzt, dann haben wir einen neuen Eintrag im Guiness-Buch der Rekorde: Der Welt grösste Irrenanstalt.

Sagt doch neulich der Auserwählte, es sei ihm völlig gleichgültig, ob einer gesund oder krank ist, ob er zu Hause oder im Hospital liegt, Hauptsache, er kommt zur Wahl und wählt Trump!

Nun schilderte eine Republikanerin aus dem Senat die deutsche Geschichte um Hitler absolut richtig und endet mit der Feststellung, dass unser Adolf mit der Annektion von Territorien die Landkarte umschreiben wollte – und wäre das gut gegangen, so wäre es ok gewesen.

Frage: Mit welchem Wertesystem gehen diese beiden Figuren durch’s Leben?

Wohlgemerkt: Das ist nicht Amerika. Und das sind nur zwei Amerikaner, die den Schuss nicht gehört haben. Aber es sind zwei aus der „Grossen Politik“

Anscheinend ist für manche US-Figuren der Wilde Westen um 1890 prägende Kraft für ihr Persönlichkeitsbild.

Hier der Spruch des Tages: (21.04.2020)

„Social distancing = communism!“

In Deutsch: „Abstand halten = Kommunismus!“
Gelesen auf einem Schild, das eine Amerikanierin bei einer Demo vor sich hertrug.

Wer nun glaubt, dies wäre eine intellektuelle Fehlleistung einer einzelnen Person, der irrt sich gewaltig. Die meisten Amerikaner wissen einfach nicht, was mit „sozial“ gemeint ist und assoziieren mit jener Form des Kommunismus, der seit Jahrzehnten schon nicht mehr existiert.

Andere Schilder verkündeten, dass Corona eine Lüge sei, und ähnlichen Blödsinn. Man darf vermuten, dass hier massive Agitation betrieben wird, um die Wiederwahl des irren Präsidenten zu unterstützen. Das fügt sich wunderbar in das erbärmliche Bild der „Weltmacht“ USA ein.

Sagt doch so eine dumme Tussi, man sei so frei, über seinen Körper selbst zu bestimmen zu können und habe deshalb das Recht, Schutzmassnahmen gegen COVID 19 abzulehnen. Da sind gleich zwei Aspekte, die sie nicht kapiert. Zum einen gefährdet sie eventuell andere, was ihr wohl am Arsch vorbei geht, und zum anderen entscheidet sie garnichts, sondern es entscheidet das Virus. Diese amerikanische Art zu argumentieren ist so intelligent wie eine halbe Scheibe Knäckebrot.

Man möchte gerne über die Nachrichten aus den USA lachen, aber das Gelächter erstickt mir im Hals. Der durchgeknallte Auserwählte mit seinen Anhängern, das sind viele Millionen Scheiben Knäckebrot, ist brandgefährlich.

Immer

Ich hatte irgendwann behauptet, man könne über alles schreiben. Nicht unterstellt war, dass man stets gut und schön über alles schreiben könne. Man kann aus Kuhmist nun mal keine Venus kneten. Der folgende Beitrag ist nicht mehr als ein Experiment. Eine Venus war nicht das Ziel. Ich wollte nur mal gucken, was geht.

Frage: „Wie geht’s Dir heute?°
Antwort: „Na, wie immer.“

Sie ist nicht gerade geistreich, diese Antwort. Aber ich benutze sie gelegentlich, weil ich es in der Regel ablehne, über meine Befindlichkeiten zu sprechen. Dies ist unbedingt zu vermeiden, da mich eine ehrliche Antwort dazu zwingen kann, erst einmal über mein Befinden nachzudenken und festzustellen, ob es mir gut geht, oder nicht so, und wenn ja, warum und so weiter. „Na, wie immer.“ ist also eine Killerphrase.

Aber wie steht es mit dem Immer, wenn ich meinen Verstand zwischengeschaltet habe? Unglaublich! Sofort fällt mir ein Synonym ein. Ist „ewig“ gemeint? Und schon macht sich Entrüstung breit. Das wäre zu hoch gegriffen. Ewig ist für die Philosophie gemacht, das Immer nur für den Küchentisch. Hör also auf, so einen Scheiss zu denken, Alter! Ähäm. So also nicht. Ich gehe anders ran. Wo passt immer hin?

Man sagt, man könne nicht zweimal in denselben Fluss steigen. Das ist wohl wahr.
Man kann auch sagen, eine Sache sei niemals immer dieselbe. Wenn ich mir einen harten Kieselstein nehme, ihn sauber schrubbe und desinfiziere, ihn dann auf meinem Schreibtisch deponiere – ist er morgen derselbe wie heute? Weiss der Kuckuck, was sich in 24 Stunden auf so einem Kiesel ansiedeln mag – die Auswahl ist gross, und mindestens hat er Staub abgekriegt. Er ist nicht immer derselbe.

Nun bin ich genervt. Habe mich in einen Quark hineingefahren und weiss nicht, wie ich da wieder rauskomme. Ich muss es finden, das absolute Immer. Vielleicht so: Ich nehme einen Diamanten und lasse ihn in einem lichtlosen Vakuum schweben. Wie mag der Kluncker wohl nach 100 Mio. Jahren aussehen? Wie am Tag 1? Warten wir’s ab.

Nun muss ich dieses Kapitel abschliessen. Warum? „Du bist immer so schlecht drauf!“ zu behaupten ist einfach ungerecht. Ich bins nicht immer, und schon garnicht ewig respektive bis an mein Lebensende. Ich denke: Immer ist ein unbestimmter Zeitbegriff, den man sich zum Tarnen und Täuschen ausgedacht hat, der beliebig verwendet werden kann, und der haarscharf an der Wahrheit vorbeirutscht. Er ist einfach Sprach-Komfort.

Ein Nachmittag

Es ist mal wieder Sonntag. Unglaublich, wieviele Sonntage es gibt. Ich erinnere mich. Damals, als ich noch in Lohn und Brot stand, war das anders. Es gab einfach zu wenig Sonntage. Heute, als Pensionist, scheint sich das Bild gewandelt zu haben. Wenn jeder Tag wie ein Sonntag ist, wird das Leben langweilig. Die Vergangenheit verklärt sich, und man beginnt zu mögen, was man früher nicht mochte. „Hej Alter, weisst Du noch, wie Du dem Finanzvorstand anderthalb Millionen aus den Rippen geleiert ….. „

Ich halte mit gediegener Selbstkorrektur dagegen: “ ….. und beinahe rausgeflogen wärst?“
(Wie kann man nur so blöde sein!)
Ich verordne dem Tag Struktur, indem ich mir zu Mittag eine Portion Essen hinstelle. Dabei achte ich streng darauf, jegliche Anstrengung zu vermeiden. Hole eine Pizza aus ihrem Panzerkarton und schiebe sie bei 220° für 12 Minuten in den Backofen. Etwas Mühe macht das Öffnen einer Flasche Rotwein – wenigstens liegt das dafür notwendige Werkzeug an seinem Platz, und so muss ich nicht suchen gehen.
Die Pizza selbst hatte einen Namen, den ich nicht erinnere, und die Qualität bewegt mich dazu, ihr einen Namen mit auf den Weg zu geben: Pizza senza il requisito.
Als Mensch mit Anstand in den Knochen übersetze ich das: Hefefladen ohne gute Eigenschaft!

Irgendwann spürte ich, wie sich meine Laune verschlechterte. Konsequent machte ich mich lang und verschlief den kompletten Nachmittag. Nun haben wir kurz vor sechs, und ich frage mich nach dem Sinn solchen Lebens. Schliesslich bin ich in Dauer-Quarantäne gefangen, körperlichen Qualen ausgesetzt, recht anspruchsvoll, und keinesfalls sicher vor dem Verlust meines rationalen Denkens. Und was dann?

Aphorismus: Bildung

Wissen ist nur gesammeltes Material.
Bildung dagegen ist dessen Verwendung zu Bau und Pflege des eigenen Kosmos.
Der Erwerb von Wissen und seine Nutzung sind lebenslang andauernde Prozesse.