Klimawandel – An der Elbe

Landunter! So kanns kommen. Die Hanseaten als Flüchtlinge in Bayern – was für eine Vorstellung.

Wos wuist? An Essen? Bist narrisch? Schleich´Di, Du Depp, oder mechst raffa, ha? Du Rucksack-Deitscha, Du ….. Du ….. Du Wirschtl ! Geh zruck zu die Fisch !

Ob man so viel sprachliche Eleganz auf die Dauer verträgt, oder nicht doch Pickel am Hintern davonträgt, muss man abwarten. Vorsicht! Das ist kein Rassismus! Ich darf das, denn ich bin als Bayer geboren. Damit das klar ist.

Wenns mal soweit ist: Rennt nicht alle in die Heide, zum Wilseder Berg! Der ist zwar knapp 170 m hoch, hat aber wirklich nur Platz für 120 Menschen, zur Not 125.

Leute, keine Hektik. Dieses, und nächstes Jahr sind wir noch sicher.

Fangt aber schon mal damit an, Sandsäcke zu füllen. Noch gibt es Säcke und Sand – leider vorläufig voneinander getrennt. Eine kleine Hilfe: Wenn Deine Hütte 20 m lang und 10 m breit ist, und Du rechnest 100 Sandsäcke auf einen Meter, dann macht das 200×138=27.600 Sandsäcke, und Du kriegst damit einen Wall gesetzt von 100 cm Höhe und 120 cm Dicke an der Basis, und 30 cm on the top. Damit kannst Du ein weiteres Jahr trocken liegen. Für das besondere Problem mit den Abflüssen muss Dir etwas einfallen. Wenn Du die nicht druckfest verschliessen kannst, läuft Dir die Bude von innen voll, und ich sage Dir, ich habe das mal bei Hochwasser erlebt, Du kannst Dir nicht vorstellen, was alles aus den Kloschüsseln in Deine gute Stube gespült wird – ganz extraordinär! Wie das? Na die Kanalisation läuft als erstes voll und transportiert wegen unsinniger Druck-verhältnisse im Röhrensystem quasi rückwärts.

Schliesslich solltest Du für alle Fälle ein Schlauchboot von mindestens vier Meter Länge zur Hand haben, drei Paddel pro Insasse für den Notfall, und einen 20 PS-Aussenborder mit Sprit für 300 km Schleichfahrt, sowie ein Drachenanker für die Ruhepausen. Wasserfeste Kleidung, Esbit-Kocher, Fackeln, Signalpistole Munition (nicht an Silvester verbraten), wasserfeste Kekse und Konserven für zirka eine Woche. Keine Frage, dass alle wichtigen Papiere in Plastik einzuschweissen sind, parat liegen für den Exodus. Medikamente gegen Scorbut sind ebenso unentbehrlich wie Unterwäsche aus Angora-Wolle. Ein Kompass muss zuverlässig SÜD zeigen, sonst gehts schief. Hoffe nicht auf Seekarten – für die Strecke von Buxtehude nach Göttingen gibts noch keine. Und – das ist besonders wichtig – Pressluft zum Aufblasen Deines Boots! Schwimmwesten, Leinen, kleines Segel wäre auch praktisch, spart Sprit, warme Sachen zum Wechseln, Deine Stereo-Anlage, vergiss das Auto! Damit kommst Du nicht weit! Alle wollen mit dem Auto abhauen. Du aber wartest gelassen auf das Wasser, belädst Deine luftgefüllte Arche und tuckerst in aller Seelenruhe los.

Aber mach unterwegs kein Loch ins Boot. Für diesen Fall muss Dir auch etwas einfallen. Das Marine-Handbuch? Stichwort: Leck (niemals Loch), und abdichten (niemals zukleben).

Und wer AHOI ruft, wird ins Wasser geschmissen!

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