Die Kunst der Rede

Vorweggenommen: Ich habe zur Rhetorik keinerlei Erfahrung. Ich kanns auch garnicht. Meine Fachvorträge waren stets für alle Anwesenden qualvoll. Aber heute versuche ich mich in Theorie.

Nehmen wir also an, ich müsste eine Rede halten. Meinetwegen vor den Taubenzüchtern der Stadt Dortmund. Zeit ist genug, sich Gedanken zu machen über den Inhalt meiner Rede, über Folien für den Beamer, über die Zuhörer, über Presse, Funk und Fernsehn und über mich, den rhetorischen Nobody. Das Thema hat der Veranstalter vorgegeben und hinreichend erläutert, und so mache ich mich an die Arbeit. Was nun folgt, lässt sich mit der Zubereitung eines schwierigen Eintopfgerichts vergleichen. Es sind alle Arbeitsschritte da, logisch geordnet, und am Ende wird gar gut gewürzt. Man verkostet, alles stimmt, und der Abend kann kommen. Dann haut man die Rede in 45 Minuten raus, wartet noch 15 Minuten auf Fragen, kassiert dann sein Honorar und fährt nach Hause.

Aber die Sache hat einen Haken. Ich bin rhetorisch ein weig unbegabt, demzufolge unsicher, beginne zu stottern, und vorne sitzen 300 Taubenzüchter, die glauben, Erste Hilfe anbieten zu müssen. Ich spüre die Unruhe im Publikum, finde in meinem Manuskript nicht mehr, wo ich gerade ausgestiegen bin, und es droht eine kleine Katastrophe. Nun packt mich die Wut. Ich selbst packe auch. Nämlich mein Manuskript und meine Powerpoint-Bilder. Ich schalte demonstrativ den Beamer aus, richte mich in voller Grösse auf und brülle in den Saal: „So, jetzt isses genug! Ihr sitzt da und habt Fragen. Meinen Vortrag könnt Ihr nachlesen. Liegt am Ausgang zum Mitnehmen! Nun raus damit – ah, da ist der erste!“ Ein Besucher fragt, und ich habe keine Antwort. Ich verstehe nichts von Brieftauben. Also rufe ich in den Saal: „Ihr habt die Frage gehört! Wer antwortet?“ Es ist immer einer da, der eine Antwort hat. Und darauf bauend mache ich die Zuschauer zu meinem Forum und moderiere. Bis zum Ende meiner Redezeit habe ich Leben in der Bude. Danach schnappe ich meine Sachen und gehe – bis ein Besucher aus einer Gruppe hinter mir herruft: „Moment! Ich wollte Dir noch sagen: Das war die erste vernünftige Veranstaltung auf diesem Kongress. Ich nehme einiges mit nach Hause! Danke Dir!“ Und ich mache mich davon, sitze im Auto und bewundere mich selbst. „Mann, bist Du gut!“

Das ist tatsächlich so geschehen. Nur ging es nicht um Tauben, sondern um Juristisches.
Warum erzähle ich diese Anekdote? Nun, sie ist ein Lehrstück für Effizienz und Effektivität.
Effektivität = Das Richtige tun. Effizienz = Es richtig zu tun. Beispiel: Wenn die Merkel eine Rede im TV ablässt, ist sie sicher im Text, sie hat fein auswendig gelernt, und ihr Auftritt wirkt ebenfalls sicher. Aber ihre Effizienz ist mangelhaft. Während sie redet, kann ich getrost in den Keller gehen, um Bier zu holen. Ich weiss, ich verpasse nichts ausser einige Plattitüden. Sie ist halt nur die Sprechpuppe „Angela“. Unterm Strich bin ich besser.

Politik in Krisenzeiten 2

Ich kanns mir nicht verkneifen. Da ist noch so ein Knödel, diesmal aus China.

Das dortige Regime hatte ja alle Isolationsmassnahmen abgebrochen, um die Wirtschaft wieder ans Laufen zu bringen. Das ist im Prinzip richtig, aber keine Kunst. Nun meinen Fachleute, das sei zu früh gekommen, und es bestünde die Gefahr einer neuen Epidemie in China. Ausserdem gab es erste Fälle mit dem Hanta-Virus, auch so ein übler Geselle.

Nun kann die Chinesische Regierung – sollte eine neue Infektionswelle entstehen – nicht gestehen, einen Fehler gemacht zu haben. Neue Infektionen gehen somit nicht von Chinesen aus, sondern von …. rate mal!

Ja, es sind die Ausländer, die nach China kommen, also einreisen. Sie bringen das Virus mit. Genau, auch das Hanta-Virus. Dabei interessiert es kein Schwein, dass das Ausland China meidet wie der Teufel das Weihwasser im Kölner Dom. Es wird angesagt, die Masse glaubt es, und so wird es zur Tatsachen.

Merkst Du was? Neee? Das läuft genau wie in den USA! Oder Trumps Truppe kupfert in China ab. Die billigen Tricks sind identisch! Und dhinter blubbert die alte politische Weisheit: Macht begründet sich am besten auf dem Boden der Dummheit und der Ignoranz. Ohnmächtig zuschauen müssen ist eine Zumutung.

Politik in Krisenzeiten

Wer ist zur Zeit der grösste, nein der schlimmste Langweiler? Schwer zu beurteilen, nicht wahr? Man urteilt natürlich nach persönlichem Empfinden. Somit ist diese Frage dämlich.
(Stammt ja auch von mir!) Der Witz: Ich habe aber eine Antwort! Und sie lautet: Donald Trump. Der Mann kann sagen, was er will – es ist immer Scheisse. Käme von ihm mal eine kluge Bemerkung – ich kriegte vor Staunen den Mund nicht mehr geschlossen.

Ich schreibe hier mal auf, weil man verstehen muss, wie diese Rasse menschenähnlicher Wesen tickt:

  • Die chinesische Regierung verbreitet nun, das Wuhan-Virus hätte seinen Ursprung in Italien. Tatsache ist, dass Italien mit 2 Infektionen in der Statistik auftauchte, als China schon 27.000 hatte und 564 Tote nicht beklagte.
  • Die USA haben inzwischen so um 2.500 Tote. Trump redet plötzllich davon, dass es 100.000 werden könnten. Das wären dann so um 4.000.000 Infizierte. Das weiss er aber nicht. Mit seinen 100.000 brüstet er sich, will sein Problem grösser reden als es ist, aber nicht so gross, wie es werden kann, mit 180 Mio. Infizierten und 4 Mio. Toten. So weit reicht sein Verstand nicht. Aber für folgenden Plan reicht es immer. Jetzt nichts tun, die Leute krepieren lassen. Wenn der Gipfelpunkt der Pandemie deutlich überschritten ist, die Zuwachsraten also immer kleiner werden, dass einsteigen mit Massnahmen (die dann nicht mehr benötigt werden). Soweit sein Chefvirologe vor laufender Kamera. Der Zweck dieser „schlauen“, saudummen Vorgehensweise: Hinterher den grossen Retter der Menschheit spielen.

Das ist der US-Präsident, wie er leibt und lebt. Und 65% der Amerikaner bekunden, dass Trump die Wuhan-Krise gut meistert. Gute Nacht, Amerika! Gute Nacht, Welt!

Infantile Träumerei

Endlich! Zwar zeigt mein Kalender „Ende März 2020“ an, aber der Winter ist endlich gekommen – mit 4 Monaten Verspätung. Es keimt die Hoffnung, dass man in DE im Frühsommer eine tragfähige Schneedecke haben wird und die Wintersaison nacharbeiten kann. Wenn ein Sommer dann die Weihnachtszeit überlagert, müssen diese Festtage in den Juni verschoben werden. Nur den Jahresbeginn lassen wir, wo er ist. Er ist der Ankerpunkt für die Zeitstrukturen.

Der Gedanke, das Jahr neu organisieren zu müssen, kann mir nicht gefallen. Es werden Veränderungen fällig, die sich bis in meinen Haushalt erstrecken – man denke an „warme Suppen/Socken“ etc. Und die Kirchenleute müssten die Bibel umschreiben, nachdem man einen Platz für Ostern gefunden hat.

Ich werde den Gedanken nicht los, dass irgendwer an der Erdachse herumgepfuscht hat.
Irgendwer, das sind für mich die Dänen. Es war schon ein schwerer Fehler, den Dänen Tycho Brahe in Wittenberg Astronomie studieren zu lassen. Und heute geht man wohl einige wichtige Schritte weiter, um die Dänischen New Territories, wie man Grönland nennt, weiter in den Süden zu rücken und sie so zu einem echten Grünland umzugestalten. Terra forming wird Realität! Es folgt Time forming by Change management. Nur an dem dänischen Hotdog mit seinem blutroten Würstchen vergreift sich keiner, und genau dort wäre eine Veränderung für Europa so wünschenswert. Es ist frustrierend, wenn man bedenkt, dass ein dänischer Physiker, hier Niels Bohr sich um Atom-Modelle gekümmert hat, statt daran zu arbeiten, dass man in Kopenhgen ein anständiges Wiener Würstchen essen kann.

Nun tragen die Herren Brahe und Bohr keine Schuld am heutigen Wintereinbruch. Aber sie schufen die Basis für den dänischen Glauben, alles sei machbar und sinnvoll – auch die Verschiebung der Erdachse um gute 120 Grad nach West, damit der Äquator mitten durch Grönland verläuft. Und den Inuit schmelzen die Iglus weg. Der Eisbär entwickelt sich zurück zum Riesen-Nacktmulch, der so schmeckt wie er aussieht. Und Köln liegt dort, wo einst die Kamchatka festgemacht hatte. Die Kamchatka selbst liegt dann wohl inmitten des Nordatlantiks, und der Russe hätte nur noch den halben Weg, wenn er New York kassieren wollte, wäre NewYork nicht weggewandert dorthin, wo heute Norwegen beheimatet ist. Und der Trump findet sich tiefgefroren am Nordkap wieder, wo er hingehört.

Ich blicke aus dem Fenster und sehe Regen. Der Schnee ist weg. Die dänische Planung zum Terra forming auch. Alles bleibt wie es schon immer war. Umsonst gefreut. Siehe Klaus Lage: „Tausend mal gerührt. Tausend mal is nix passiert.“

That’s life?

Abendstimmung

Es ist Abend. Wie so oft. Die Sonne steht tief. Sie ist runter gerutscht bis knapp über den Horizont und bemüht, mir ins Gesicht zu scheinen, mich in der Sicht nach draussen zu behindern, dies für ungefähr 10 Minuten, was keinen Sinn ergibt. Mir ist so, als ginge sie im Westen unter und wäre dann auf dem Weg über den Atlantik Richtung USA, um den Amerikanern heimzuleuchten, etwa so, wie sie es mit mir getrieben hat.

Vermutlich ist diese Sonne momentan noch mit Großbritannien beschäftigt, wo der Brexit-Boris mit dem Wuhan-Virus versehen vor sich hinhustet, und wo sein Gesundheitsminister seinen Job macht, indem er eine Wuhan-Infektion am eigenen Körper ausprobiert. Aber sobald die Armleuchter Helligkeit für das Volk verströmen, macht sich die Sonne auf, um den Ozean zu überqueren und mit einem riesigen Schatten das Elend Europas zu überziehen.
Und die Pärchen, die der Polizei in die Hände fielen, weil sie den geforderten 2 m-Abstand ignorierten, werden sich in ihre Schlafzimmer zurückziehen, um dort einen gepflegten Null-Abstand zu geniessen. Undiszipliniertes Volk!

Um wievieles unaufgeregter verhalten sich doch die Wuhan-Viren. Sie leisten still und konsequent ihre Arbeit. „Oh, da ist wieder einer ohne – ich übernehme. Ihr kümmert Euch um die 5 Menschen da vorne, die mit der Bierdose in der Hand! Und pfuscht nicht herum!“ Und die Johns Hopkins Uni addiert still 6 neue Fälle für Niedersachsen.

Die Natur genießt die Nacht, ich eine Flasche Riesling aus der Pfalz, vielleicht mit Käsestangen, und einem Spielfilm aus China mit Blutvergiessen wie beim Schlachten von Rindvieh. Das, liebe Leute, ist ein Gipfel an Gemütlichkeit! Oh yeah!

Kollaterale des Wuhan-Virus

Volle Speicher sah ich bei Fettlings Sprossen,
Die heuer am Hungertuch nagen:
Überfluß währt einen Augenblick,
Dann flieht er, der falscheste Freund.

Aus der „Edda“, hier „Des Hohen Lied“

Schau, schau! Schon in Alt Germanien hatte man Versorgungsprobleme! Damals wie heute war für Asgard, den Sitz der Götter immer genug da, und Midgard, der Sitz der Menschen litt unter Hungersnöten. Damals wie heute ist in Yggdrasil, der Welten-Esche der Teufel los!
Was, zur Hölle, droht uns da? Ich sehe in meinen visionären Momenten, wie der in 1944 vom amerikanischen Finanzminister Morgenthau entwickelte Plan Wirklichkeit zu werden droht: Deutschland als reiner Agrarstaat! Da werden keine Autos gebaut, sondern es werden 7000 Tonnen Feldsalat geerntet! Da werden Erbsen gezählt und Salatgurken auf Hochglanz poliert, Kaninchen zur Schlachtreife gefüttert, anstelle von Bier gibts Schrotbrot aus Gerste, und wir trinken aus der Elbe, und nur an Festtagen einen Humpen Met! Und hinter dem Haus wird nicht Rasen gemäht. Da wachsen Kohlrabi und Kartoffeln!

Das wäre in der viralen Krise der Worst case. Mit einem positiven Effekt: Ich, einer der Fettlinge könnte wieder meine alten Klamotten tragen, da man bei körperlicher Arbeit ohne Kraftfutter enorm an Gewicht verliert und an Gesicht gewinnt.

Ernsthaft: Die Landwirtschaft fürchtet ein Problem wegen fehlender Erntehelfer. Die Deutschen wollen nicht. Die Polen wollen nicht mehr. Die Rumänen und Bulgaren können nicht, da sie das Wuhan-Virus fürchten. Natürlich wird es weitergehen, aber stellenweise doch ein wenig eng werden. Und für die Verbraucher teurer.

In Zeiten wie diese

Die ganze Welt ist nun viral.
Corona findet überall
genügend Opfer – Wirte eben
die man als Virus braucht zum Leben.

Natürlich ist der Mensch betroffen
mit Wechseln zwischen Furcht und Hoffen.
Textilien zieren sein Gesicht.
Sieht blöde aus und helfen nicht!

So bleibt er eingesperrt wie’n Tier
und zählt besorgt sein Klopapier.
Verschämt schleicht er auf leisen Sohlen
zu REWE, um Nachschub zu holen.

Verzweifelt blickt er sich dort um.
Leere Regale – wirklich dumm.
Gehts heute wirklich nur um Kacken,
oder doch auch um Kuchenbacken?

Aber auch dies ist ihm egal.
Leer ist auch dieses Mehlregal.
Verzweiflung macht sich schliesslich breit,
und Klima, wo die Angst gedeiht.

Ist er ein Mann für schnelle Schüsse,
dann stellt er um auf schnelle Füsse
will dreissig Kilo Müsli kaufen –
und muss durch leere Gänge laufen.

Nun hat ihn doch die Wut gepackt,
greift zu und hat rasch eingepackt.
Und an der Kasse staunt man sehr,
im Salzfach ist nun auch nichts mehr.

Unklar, was er mit 30 Kilo macht.
Man wundert sich, und keiner lacht.
Lasst ihn halt machen, den Opa!
Salzbäder gegen Corona!

Die Phantasie weht wie ’ne Brise
durchs Land, gebirt Ideen wie diese.
Das Geistige wird immer seichter-
doch damit stirbt es sich auch leichter.

Marktwirtschaft brutal?

Denk mal ein bisschen mit.

Corona tötet keine Milchkühe.
Der Bauer auch nicht.
Sie produzieren Milchmengen wie in den Vorjahren.
Wegen Corona-Krise wird die Milch in der BRD nun knapp.
Wo versickert die Milch?

Natürlich nirgendwo.
Frage: Wieviel Milch wird über die Grenze ins Ausland geschafft, wo man höhere Preise erzielt? Wo etwa mit staatlichen Subventionen (Russland, China und andere) die Einkaufspreise höher gehalten werden als die Verkaufspreise in der BRD?

Ich habe keinerlei Beweise für derartige Spekulationen. Aber wo bleibt die Milch? Bisher hatten wir Überschuss in der Versorgung, und heute muss man sich die Hacken ablaufen, um an einen Liter ranzukommen.

Wieso hat die Bundesregierung wochenlang den Versorgungsmangel weggeredet? Damit die grossen Versorger wie ALDI ungestört ihre Deals organisieren können, um Grundnahrungsmittel, die der Binnenmarkt unbedingt braucht, ins Ausland zu schaffen?

Bislang nutzt man die Verblödung der Deutschen, um die Schuldigen zu benennen, die Hamsterer, die einen Keller voller Milch haben und nun ihre Dachböden mit Tonnen von Klopapier bestücken. Nichts da. Die haben ihre 48 Rollen gebunkert, und das wars. Aber vielleicht sitzt in Polen ein Einkäufer, der 48.000 Rollen gekauft hat und nun zum doppelten Preis verkaufen möchte, und wenns geht, sogar nach Deutschland? Da hat man ohne grossen Aufwand, mit Leichtigkeit also eben mal 100.000 oiro verdient! (Vorsicht! Ironie!)

Ok, dies ist nur ein Aspekt von mehreren mit gleicher Tragweite. Ich denke nur an das Rätsel, das uns das Ernten im kommenden Sommer aufgibt: Wer holt die Feldfrüchte vom Acker? Die erste Messlatte liegt an: Für die Spargelernte 2020! Schon hier herrscht Finsternis.

Zum Schmunzeln 2

PORCU sandro I 2015 I Installation I Edition 3 / Titel: „Scream“

Bei Arthrose in den Kniegelenken: Alternative 3 – ein Traum!

Zum Schmunzeln 1

PORCU sandro I 2019 I Installation I Unikat I Titel: „Den Himmel kennen wir schon“

„Wo zum Teufel bleiben die Tulpen?“

Schwachmatismus – eine neue Ideologie

Vor Jahren schon hatte man die Bundeskanzlerin betreffend folgende Umfragergebnisse veröffentlicht: 45% der Befragten waren mit Merkel nicht zufrieden, aber 70% würden sie wiederwählen. Dies ist nur auf den ersten Blick ein Widerspruch. Es gibt einige Gründe für dieses schiefe Bild. Ein wesentlicher Grund verdient besondere Beachtung. Es ist jenes Phänomen, das wir „die öffentliche Meinung“ nennen.

Diese öffentliche Meinung ist ein Produkt. Zutaten sind Dummheit, Bildungsmangel, Desinteresse, Fehlinformation und bewusste Indoktrination. Ein wesentlicher Teil der Bürger ist manipulierbar. Und darauf baut jene Staatsform auf, die man gross-spurig und falsch „Demokratie“ nennt. Begriffe wie Neoliberalismus und Verteidigung der Freiheit sind nichts weiter als Nebelkerzen zur Vertuschung einer Indiktrination, die zum Ziel hat, den Bürger zum Arbeitssklaven umzubilden. Er soll viel arbeiten für wenig Geld und null Durchblick, und dafür betäubt man ihn mit einem Mittel, das im antiken Rom schon so hervorragend wirkte: Brot und Spiele. Heute sind die Mittel andere, nämlich Fastfood unf Fernsehn mit schwachsinnigen Serien wie Dschungelcamp. Interessant, dass ein Fernseh-Boss – er musste besoffen gewesen sein – vor Kameras davon redete, das Volk müsse durch TV „erzogen“ werden. Früher hatten die Öffenbtlich/Rechtlichen woe ARD und ZDF einen „Bildungsauftrag“. Aber heute ist Bildung Gift – für das kapitalistische System.

Schauen wir über den Grossen Teich in die USA. Dort kann der Durchschnittsbürger Begriffe wie Kommunismus, Sozialismus, Solidarität und Demokratie nicht voneinander unterscheiden. Bekommt man Interviews mit diesen Leuten vorgesetzt, so erstarrt man in Gänsehaut – es sind immer Gruselnummern. Und jahrzehntelange Indoktrination hat bewirkt, dass man den Besitz von Waffen als freiheitliches Gut betrachtet. Tatsächlich handelt es sich auch hier wieder um eine Nebelkerze, um eine Ersatzbefriedigung. Es kann sein, dassein Amerikaner mit einer Blinddarmentzündung gestraft wird. Er geht ins Hospital, lässt sich das Ding entfernen, und ist danach pleite. In der BRD zahle ich dafür 50 oiro, den fetten Rest an Kosten zahlt die Solidargemeinschaft er Krankenversicherten. Ein Amerikaner nannte so etwas „Kommunismus“, unde in Deutscher nannte den Amerikaner einen durchgeknallten Idioten.

Was den Amerikanern fehlt, ist das, was wir Gemeinsinn nennen. „Alle für einen!“ Gemeinsinn wird in den USA auf der privaten Ebene gepflegt, und dort sind sie deutlich besser als die Deutschen. Dieselbe Gesinnung auf politischer Ebene wird abgelehnt, obwohl gezielte Massnahmen angeblich demokratisch entschieden werden.

Genug davon. Werfen wir noch einen kurzen Blick auf die Briten. Sie wollen nun doch noch ein halbes Jahr in der EU bleiben, berichtet man. Diese Schmarotzer sind also clever genug, auf diese Weise noch einmal Geld aus der EU-Kasse abzugreifen, um die Auswirkungen der Corona-Krise abzufedern. Die britische Oberschicht glaubt, sie seien die wahre Elite dieser Welt, und der Griff in fremde Kassen stehe ihnen als natürliches Recht zu. So erzieht man in Eton den Nachwuchs. Es ist die konsequente Fortsetzung der Denk- und Handlungsweise, wie sie die Royal family beherrscht.

Genug davon, bevor es mir die gute Laune verhagelt. Ich muss nun ein wenig arbeiten.

Grübelei

Auguste Rodin, „Der Denker“

Irgendwie ist. Ich weiss nicht. Heute bin ich so indifferent. So ganz ohne spezifische Wirkung. Kennst Du das? Ausserdem friere ich wie ein Affe. Sagt man das so? Es ist vielleicht so etwas wie ein Nachbeben ….. die vergangene Nacht war nicht wirklich prickelnd. Ich kann es nicht anders sagen; Müdigkeit und Frieren kleben an mir wie Scheisse am Schuh. Sagt man das so? Nein? Ja, das böse Wort! Das wiederum klebt an mir, wie eine Briefmarke, und stempelt mich ab zum Proleten. Egal.

Ich sollte mich ablenken. Vielleicht hilft eine Kanne heissen Kaffees, wieder warm zu werden. Oder ich lege die Beine hoch und schlafe noch ein wenig? Ob das hilft, die Kälteschauer loszuwerden, die über meinen geplagten Rücken ziehen wie dunkle Wolken über Berlin? Oder hilft ein kategorischer Imperativ, etwa wie „Liebe das Leben, Du Sackgesicht!“ Schon gut. Kant hätte eine solche Formulierung nie gewählt, auch nicht beim Frieren bei 25° C. Ich schon. Schliesslich bin ich ein typisches, 80 Jahre altes Arbeiterkind und mit dem Motto „Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!“ aufgewachsen. Und wir Prolls nennen alles bei seinem Namen. F ü r mich spricht, dass ich nun vergessen habe, wen ich eigentlich beschimpfen wollte. Möglicherweise habe ich mich selbst erwischt.

Ja, welch toller Rat, wenn man mir sagt, ich soll das Leben lieben. Ich frage sofort zurück, welches Leben gemeint ist. Was, wen ich Bill Gates wäre? Dazu habe ich keine Antwort parat. Das Leben eines Alexander von Humboldt läge mir besser. Grossvermögen ist ein Ozean voller toter Zahlen, und nur für Zocker attraktiv. Von Humboldts Lebensgeschichte sprüht dagegen buntes, wahres Leben. Ich würde jederzeit mit ihm tauschen. Aber er nicht mit mir ….. schon in Ornung!

Back to normal! Ich bin leider kein Universalgenie. Und ich weiss, dass man sich nicht in Phantasien verlieren soll. Je tiefer man dort versinkt, desto grösser ist die Gefahr, in Illusionen einzutauchen. Der Rückweg in die Realität kann dann recht schmerzhaft werden.

Nachtrag zu "Die Krone der Schöpfung"

Unglaublich, aber wahr!

US-Bürger decken sich mit Handfeuerwaffen und Munition ein, weil sie sich gegenseitig nicht übern Weg trauen. Sie haben einfach Angst voreinander, wenn die Versorgungslage, Lebensmittel betreffend, kritisch wird und man übereinander herfällt, um 3 Dosen Suppe zu rauben.

Soweit Auskünfte von Waffenkäufern. Man muss sich ernsthaft sorgen, denn wie ist diese US-Gesellschaft ausgerichtet? Was sind die bestimmenden Werte? Etwa Geld und Gewalt? Tödlicher Egoismus? Wie immer, also auch wie in der BRD sind die 30% klug und sozial denkenden Menschen auf verlorenem Posten.

Aphorismen: Illusion

Illusionen haben ihre Wurzel in der Fähigkeit
des Menschen, zu glauben.

Dazu meinte Sigmund Freud:

„Illusionen empfehlen sich dadurch, daß sie Unlustgefühle ersparen und uns an ihrer Statt Befriedigungen genießen lassen.“

Über Narren

Heute früh informierte man michzu Corona und die Niederlande. Offenbar neigen auch die Holländer zu Hamsterkäufen. Man stellt fest, dass sich vor den Coffee-Shops lange Menschenschlangen gebildet haben. Das bedeutet, dass sich die Leute mit Vorräten von Haschisch versorgen, da sie vermutlich Ausgangssperren befürchten.

Nun haben solche Infos auch bei mir eine Wirkung hinterlassen. Ich gehe um mit der Frage, ob ich etwas falsch mache, und wenn ja, was das sein mag. Die Klopapier-Arie hat mich nicht überzeugt. Das Zeug nicht zu kaufen war eine bewusste Entscheidung und damit unanfechtbar. Aber soll ich dem Trend folgend mit Hamstern beginnen, und wenn ja, womit? Ich tendiere zu Sicherheits-Nadeln. Ein guter Bestand von 5.000 Stück nimmt wenig Platz ein, und die Kapitalbindung ist mit 50 – 100 oiro leicht zu verkraften. Der Nutzen wäre 5.000mal Sicherheit!

Übrigens: Man beginnt nun damit, sich im Supermarkt um die letzten Rollen Klopapier zu prügeln. Genau! In Deutschland! Rentner! Es gibt Videobeweise! Kloppe möglicherweise unter Absingen der deutschen Nationalhymne! Oder der Ode an die Freude: Freude schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium! Zzzinggggg!

Kleine Krisen

Ich bin immer noch derselbe.
Ich bin immer noch ich.
Wer sonst sollte ich sein,
mutiert über Nacht?
Wenn dies richtig ist,
dann hat sich der Tag verändert?
Der neue ist so anders
als Gestern?
Ich schaue mich um.
Alles ist an seinem Platz.
Und doch, irgendwie …..
Aber Gedanken flattern
wie Tücher im Wind,
ungestüm, aufgeregt,
als wollten sie sich lösen
und davonfliegen
in eine andere Zukunft,
die nicht meine ist.
Ich halte sie fest,
es kostet Mühe,
aber sie gehören mir,
nein, sie sind ein Teil von mir.
Sie sind Wurzeln meines Lebens.
Ich weiss es zu schätzen,
das „la vie pour la vie“.
Mein Leben genügt sich selbst.
Die Welt bleibt draussen,
und ich denke, so lebe ich in Frieden.

Die Krone der Schöpfung

Wer glaubt, sich über die Situation der Menschen in Corona-Zeiten lustig machen zu müssen, darf als Zyniker gelten, oder als Mensch, der seine Furcht mit Humor zu überspielen versucht. Soweit die „reine Lehre“.

Nun gibt es aber auch Menschen, die in der Krise so schrill agieren, dass homerisches Gelächter nicht mehr unterdrückt werden kann. Ja, die Götter haben nicht nur laut Homer in seiner ILIAS endlos gelacht, sie lachen heute wieder, und diesmal ohne Odysseus! Warum? Nun, wegen Virus und Mensch. Das Virus verrichtet beharrlich seine Arbeit, und der Mensch gerät aus der Spur und steht plötzlich neben seiner Mütze. Beispiele:

Man kauft Klopapier in gigantischen Mengen. Und ich gewinne den Eindruck, dass das Zeug auch gegessen werden soll. Klopapier ist sehr gesund. Es hat kaum Kalorien, dafür reichlich Ballaststoff. Gekocht muss man nicht kauen, und Geschmack kann man aus der Maggi-Flasche hinzufügen. Eine Rolle reicht für 2 Personen.

Nun hört man, dass die Amerikaner noch einen Schritt weiter gehen. Sie kaufen auch Klopapier, aber zusätzlich Waffen und Munition! Und dies wegen der Corona-Epidemie! Und ein unbedarfter Europäer wie ich fragt sich vergebens nach dem Sinn der Massnahme. Glauben die etwa, dass sie auf das Virus schiessen können, wenns auftaucht? Oder wollen sie ihren Vorrat an Klopapier mit der Waffe gegen marodisierende Nachbarn verteidigen?
Kann sein, sie rüsten auf für einen Bürgerkrieg; Trumpeten gegen Demokraten!

Natürlich feiern die jungen Akademiker in diesen Tagen Springbreak, also Frühlingsanfang vor Beginn des neuen Semesters. Tausende pilgern nach Florida und machen 1 bis 2 Wochen, was ihnen der Anstand im Alltag versagt. Es kommt zu starkem Alkohol- und Drogenkonsum, sexueller Freizügigkeit, Promiskuität und öffentlicher Zurschaustellung von Nacktheit. Die Corona-Viren hüpfen vor Freude!

Wie anders reagieren doch die Deutschen auf die Virus-Krise. Ihre Corona-Parties sind eher familiär und moralisch vertretbar – wäre da nicht das Verbot für solche Events. Überhaupt gibt es in DE einen Bodensatz von Dumpfbacken, die nichts kapieren , oder den Ernst der Lage ignorieren. Sie machen was sie wollen, und nicht, was die Bundesregierung fordert.
Diesen Sackgesichtern wünsche ich von Herzen einen mittelschweren Verlauf!

Neues Thema: Versorgungssicherheit. Wer immer sich berufen fühlt, betont, dass die Bevölkerung in der BRD so gut wie immer versorgt werden könne. Ein Beispiel aus Schwaben belehrt uns eines Besseren. Von dort kommt eine Land unter-Meldung:

Sie können keine frische Hefe kaufen und müssen auf Trockenhefe umsteigen!

Und dies, wo der Osterzopf gebacken werden muss. Die schwäbische Hausfrau hat also Hefe gehortet – und Klopapier. Und wer zu spät kommt, den ………..