Nichts los

Herr im Himmel! Ich weiss auch nicht, wie es mir gelungen ist, einen Besucher (1) auf meinen Blog zu locken! Das Heute ist ein Werktag, alle Uhren zeigen 11 Uhr an, und der Call kommt auch noch aus Frankreich. Nun bin ich gleichermassen verwirrt und begeistert, und diese gute Stimmung überlagert die Melancholie, die sich aus meinem Garten durch ein geschlossenes Fenster direkt auf meinen Schreibtisch ergiesst. Selbst die unerwartete Anwesenheit von 3 gelben Kroküssen (sagt man das so?) auf meiner Wiese hat keinen Einfluss auf die deprimierende Wetterlage und – um in mein warmes und trockenes Zimmerchen zurückzukehren – auf meine Hochstimmung wegen meines Gasts aus France.

So. Diese, meine Einleitung lässt erkennen, dass ich nichts zu berichten weiss. Meinem Selbstverständnis entsprechend ist das peinlich. Ich gestatte mir nicht, ideenlos zu sein, über nichts schreiben zu können. Minimum ist ein Objekt, das wir „das Nichts“ nennen, das ebenso existiert wie „das Sein“, oder rustikaler „das Etwas“. Und nun bin ich wieder einmal auf Glatteis geraten; Philosophie ist nicht meine Sache, und für die Existenz des „Nichts“ habe ich eine einfache Erklärung. Es kennzeichnet eine Metapher für einen Zustand, den man nicht besser erklären kann. Es existiert als solches nur als Fiktion. Und n un nix wie weg!

Wie man sieht, kann man unter Gewaltanwendung auch aus dem Nichts etwas herauspressen! Muss ja nicht lecker schmecken!