Kopfschmerzen

Neulich sagte ein amerikanischer Milliardär, der die Bodenhaftung noch nicht verloren hatte, man solle, wenn etwas schief geht, nicht mitgehen. Logisch. Nur so kann man seine Ziele erreichen.

In knapp 10 Stunden haben die Briten ihr erstes Etappenziel erreicht. Sie sind nicht mehr EU-Staat.

Die EU selbst ist aber immer noch ein erbärmlicher Sauhaufen, der nur durch Geld zusammengehalten wird. Ein starker politischer Raum, der mit China und den USA mithalten könnte, wird nicht entstehen. Stärke erfordert die Bündelung der Kräfte in den Bereichen Wirtschaft, Militär, Bildung und Forschung usw. Dumm, dass die Übertragung für den Einzelstaat einen Kompezenzverlust bedeutet, man könnte auch von Verlust an Macht sprechen, und deshalb sind Gedanklen in diese Richtung reine Verschwendung. Es wird nie eine starke EU geben, denn bekanntlich ist Geld dumm.

Im übrigen werden, den Brexit betreffend, die Bürger der EU wieder einmal verarscht. Man will tatsächlich in den nächsten 11 Monaten mit GB neu verhandeln, was über die Zeit auf mehreren tausend Seiten Papier an Einzelregelungen festgeschrieben war, und das mit 27 Einzelstaaten, wovon 19 in einer Wirtschafts- und Währungsunion zusammengeschlossen sind und mitreden wollen, wobei Geld, Macht und persönliche Eitelkeit wesentliche Einflussfaktoren sind.

Dennoch besteht die Gefahr, dass man sich am 31.12.2020 in Brüssel vor der Öffentlichkeit aufbaut und verkündet, man habe das Riesenpensum doch geschafft. Wetten, dass dann Pfusch abgeliefert wurde? Etwa so etwas wie ein unverbindlicher Rahmenvertrag? Und in den folgenden 5 Jahren haut man sich einmal pro Woche die Augen dick, weil es dann um die Sache geht? Schon gut, das ist nun eine Übertreibung.

Ich sehe es kommen. Österreich landet vor dem Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen, weil man sich in Wien weigert, das Wiener Kalbsschnitzel mit britischer Minze-Sosse zu servieren, und GB wird ein Einfuhrverbot für österreichisches Powidl verhängen. Und die Deutschen werden gehorsamst tonnenweise Minze-Sosse aufkaufen und klammheimlich als Sondermüll nach Afrika schaffen lassen, weil das Zeug nicht brennen will.

Freut Euch, Leute! Es sieht ganz danach aus, als habe der Spass erst angefangen! Keine Frage, man wünschte schon, dass alles glatt über die Bühne geht und das Thema Brexit ad acta gelegt werden könnte. Aber wer soll’s richten? Etwa der Grosse Wanderzirkus, der ständig zwischen Strassburg und Brüssel pendelt? Hast Du heute schon gelacht?

7 Antworten auf “Kopfschmerzen”

    1. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich das Geld als den Kleister benannt, der das Ganze zusammenhält.
      Aber ich habe nicht behauptet, dass man die EU nur über das Geld definieren sollte.
      Das ist etwas anderes. ;>)))

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      1. Ja stimmt, du bin grad ein wenig ohne Energie, finde das Thema hat Anspruch auf Konzentration. Was mir dazu einfällt, sind die ständigen Kürzungen im Bereich Kultur, zum Beispiel …

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    2. Die kleine, aber hocheffiziente Geldwaschmaschine Luxemburg kassiert netto 20 Mio. Oiro/p.a. aus der EU-Kasse.
      Frage: Mit welcher Berechtigung? Antwort: Jean-Claude Juncker ist Luxemburger. Ha, ha, ha!

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      1. es ist überspitzt gesagt eine wirtschaftspolitische Gängsterbande“, in der Tiefe sogar eine faschistoide Ma fia ich,weiß, klingt „verrückt“, obwohl von einer gewissem Warte aus betrachtet *eben* ! Ist es was Neues? Es sind vermutlich die alten „Seilschaften“ bis zurück zu Kolonialzeit … (glaub mir nix, bin nur ein verrückter Artist) 😉

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