Selbstmitleid

Seelenlose Zeilen,

niedergeschrieben ohne Liebe,

maschinengleich

wie im Laborversuch.

Nutzlos, Makulatur.

Ich lese dennoch.

Wort für Wort,

Satz für Satz.

Ich suche mich dort

und finde, was ich nicht kenne.

Da bin ich,

eine Figur in meiner  eigenen Welt

und geschützt durch einen Panzer,

unsichtbar, imaginär,

Verletzungen verbergend,

Gefühle unterdrückend.

Verloren in einer kalten Welt.

Nein, ich verstehe nicht alles.

Da ist auch eine helle Zone

scheinbar unerreichbar,

und doch finde ich mich dort,

dann und wann.

Da sind Licht und Wärme,

und da ist ein Weg –

zurück in die Dunkelheit.