Was ist eigentlich …..

Die Sieben Werke der Barmherzigkeit, Pieter Brueghel der Jüngere, 1564 bis 1638

Altruismus?

Selbstloses, uneigennütziges Denken und Handeln.

Humanismus?

Die Würde des Menschen im Wertesystem einer Gesellschaft
höchsten Rang einräumen.

Philanthropie?

Die Menschen in ihrer Gesamtheit zu lieben
und die eigene Denk- und Handlungsweise darauf auszurichten.

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Was haben diese drei Entries einer Werteordnung gemeinsam?
Sie pauschalisieren.
In der Pauschale geht das Einzelne unter,
ist statistisch nicht mehr relevant.
Dennoch existiert das Einzelne, das Individuum mit seinen Stärken und Schwächen.


Neue Frage:


Darf ein Philanthrop Menschen hassen, ohne seinen moralischen Anspruch
an sich selbst zu verlieren?
Er darf. Und er muss, zwanghaft.


Merke:


Adressat seiner negativen Emotionen ist ein Individuum, also ein einzelner Mensch.
Er mag sein Hass-Subjekt behandeln wie sein Antagonist, der Misanthrop.
Zugleich darf er sich einen Philanthropen nennen, da er die Menschen in ihrer Gesamtheit liebt.
Seinem Prinzip folgend wird er wohl bei seinem Hass-Subjekt das Gute suchen
und gegebenenfalls würdigen.

Das selbe Denkschema ist auch auf den Altruismus
und den Humanismus anzuwenden.
Und nicht nur dies.
Es finden sich ständig oirganisierte Gruppen und ihre einzelnen Mitglieder.
Siehe zum Beispiel Fussballvereine und ihre „Fan’s“.
Beide Gruppen muss man beim Urteilen fein auseinander halten; hier wären zwei Werturteile fällig.