SPD – Quo vadis? – 6 –

Diese Partei, respektive ihre Repräsentanten ist als Panter losgesprungen und als Bettvorleger gelandet.
Das ist erbärmlich und lässt auf eine schlampige Vorbereitung des Parteitags schliessen.
Nach dem ersten Tag dieser Veranstaltung meldet Forsa aus einer ersten Meiningsumfrage einen weiteren Verlust in der Wählergunst: Sturz von 14 auf 11%.
Offenbar hat man in der SPD ein gestörtes Verhältnis zum Bürger. Der wird für die Wahlen gebraucht, der Rest geht ihn nichts an. Deshalb meinte auch einer der Oberen, das Bild der Partei sei bis zum Wahlkampf geschärft werden. Diesem Mann ist wohl entgangen, dass man Wahlparolen nicht glaubt, sondern dem Auftritt nach der Wahl in den folgenden 3 Jahren.

Der Zuschauer des Bundesparteitags 2019 konnte sich unter dem Eindruck des Absturzes in die Realität einigermassen amüsieren. Die Damen trugen demonstrativ Rot, und alle Redner sonderten in bemühter Einigkeit zur ausgebliebenen Kursänderung die üblichen Phrasen ab. Über die Zeit gewann der Zuschauer den Eindruck, als lebe das versammelte Parteivolk in einer eigenen Welt, die Lichtjahre von der Welt der Wählerschaft entdernt liegt. Jeder kreist in seinem Orbit, und man trifft im Vier-Jahre-Rhythmus ein Mal aufeinander.

Ein weiteres Problem, hier am Beispiel Massnahmenkatalog zum Klimaschutz, eine in der Groko beschlossenen Sache.
Wissenschaft und Bürger reklamieren, es sei bei weitem zu wenig, um Wirkung zu hervorzurufen.
SPD-Politiker denken, das Konzept sei Scheisse, und loben es vor TV-Kameras übern grünen Klee!
Wer nach der Quelle von Blödheit sucht – beim Bürger findet er sie nicht.

Und ein letztes Problem: Es muss die Ignoranz der Bürger beklagt werden. Man spürt sie überall – sogar hier im Blog.
Für diese Ignoranz mag es tausend Gründe geben, aber sie schadet dem Gemeinwesen. Und das Gemeinwesen ist ein
Organisationszustand, der anscheinend nur wenige interessiert. Zwar redet man gelegentlich von der Zukunft der Kinder und Enkelkinder, von politischen Fehlleistungen usw., belässt es aber dabei und nimmt die Tragweite nicht wahr. Es wird nicht verstanden, dass eine Suppe auf dem Herd steht, deren Zutaten so ungeniessbar sind, sodass die Suppe nicht essbar ist und ins Klo geschüttet werden muss.

Tröstlich: Ab sofort wird alles besser. Die Parteiführung hat versprochen, dass die SPD in 12 Monaten wieder 30% der Wählerstimmen.erwarten darf. Anscheinend haben sie einen nachgemachten Donald Trump in ihren Reihen.