Über Nichts

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Hier haben wir Parmenides von Elea. Er lebte also in Elea, einer griechischen Stadt in Süditalien, und dies in der Zeit von 525 bis ca. 460 vor Christi Geburt. Er war von Beruf Philisoph, und als solcher führte er die eleatische Schule an.

Parmenides war bekannt geworden durch seine Feststellung, dass man über das Nichts nicht nachdenken könne, da im dem Moment, wo man über das Nichtseiende spreche, dessen Sein vorausgesetzt würde.

Parmenides wurde vielfach widerlegt. In den folgenden 2500 Jahren haben sich Heerscharen von Philosophen über das Nichts hergemacht und ihre eigenen schrulligen Vorstellungen dazu entwickelt. Selbst heute sind Leute wie Prof. Harald Lesch damit befasst, das Pferd der Metaphysik zu reiten, um die Frage zu klären, warum Nichts nicht sein kann, oder vielleicht doch, denn die Enstehung unseres Universums aus dem Nichts, oder vielleicht aus einem Etwas ist ungeklärt. Wer dazu eine logisch begründete, wissenschaftlich standhafte und überprüfbare Antwort liefert, ist Kandidat für den Nobelpreis und seine Folgen.

Keine Bange! Ich bin in dieser Thematik absolut inkompetent, und wollte ich mich dazu äussern, so müsste ich tief in die fantastische Welt der Science fiction greifen, also mit Phantasie in die erzählende Wissenschaft, und es käme nur Unfug zustande. Was also soll dieser, mein Beitrag dem Leser sagen? Es ist ganz einfach:

Man kann das Nichts so lange kneten, bis irgend etwas daraus entsteht.

Man redet auch von viel Wind um Nichts.

Oder von Schaum schlagen.

Das habe ich versucht zu demonstrieren. Aber mal ehrlich. Existiert das Nichts? Dann wäre es Sein! Klingt paradox, nicht wahr? Besser, ich lasse andere denken, bevor ich mir ein Ohr abschneide.

Aphorismus: Oben

Wer im Flow zum Gipfel strebt, sollte diesen erkennen und nutzen.

Von oben führt jeder weitere Schritt in jeder Richtung abwärts.

Seitenhieb

Wenn Du einen Gummihammer benutzt, um auf etwas Hartes einzuprügeln, so kann es geschehen, dass der Hammer zurückprallt und Dich trifft. Er bekommt Macht über Dich.

Nach diesem Muster ist die sozialistische Ideologie von Karl Marx und Friedrich Engels verkommen, und dies gar mit doppelter Wirkung. Zunächst ist der herrschenden Klasse der Sozialismus wie ein Gummihammer um die Ohren geflogen, und danach sind ihnen ihre eigene Ideologien so sehr überhöht und schlagkräftig erschienen, dass sie die Kontrolle darüber verloren haben. Dieser Doppelschlag hat ihnen jeden Blick für die Notwendigkeit einer ausgewogenen Balance zwischen den gesellschaftlichen Kräften verstellt.

Da ist zum Beispiel einer der SAP-Gründer, Herr Hasso Plattner. Er ist Multimilliardär und grosszügiger Sponsor im kulturellen Sektor. Er gibt überall dort, wo er sich damit selbst gut verkaufen kann. Aber die Drohung einer Vermögenssteuer, also einer anonymen Abgabe in den Staatshaushalt bewegt ihn zur Feststellung, dass er Deutschland verlassen muss, wenn diese Steuer Wirklichkeit würde. Bitte, Herr Plattner, hauen Sie so schnell wie möglich ab. Bürger wie Sie brauchen wir so nötig wie ein Furunkel am Arsch.

Ist das deutlich genug?

(Vorsicht! Ich bin kein „Hater“. Ich kann nicht hassen. Aber prima verachten!)

Denkfehler

Eines der Grundübel menschlicher
Denkweise führt allzu oft in Konflikte.
 
Je grösser das Beobachtete, desto
intransparenter ist es.
Wer mitreden will, muss es klein-reden.
Damit wird das Format begreifbar –
und die Denkweise falsch.
Man kann oft weder vom Teil auf
das Ganze schliessen, noch vom
Ganzen auf das Teil.
 
Die Verallgemeinerung ist eine
dialektische Todsünde.

Ein Weg

photography of person walking on road
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Ein kurzes Stück die Strasse hinunter

erwartet Dich eine andere Welt.

Schau Dich um,

aber bleibe Du selbst.

 

Ein kurzes Stück die Strasse hinunter

steht ein Apfelbaum.

Geniesse die süsse Frucht,

aber vergiss nicht Deine Schattenseite.

 

Ein kurzes Stück die Strasse hinunter

lebt Deine Liebste.

Lasse Deine Seele zu ihr fliegen,

Aber geniesse auch die Erde, die Dich trägt.

 

Ein kurzes Stück die Strasse hinunter

triffst Du auf Kinderlachen.

Schaue hin,

und lache einfach mit.

 

Ein kurzes Stück die Strasse hinunter

siehst Du ein weites Feld mit Kreuzen.

Gehe einfach daran vorbei.

Du weisst, es ist nur eine Erinnerung an die ferne Zukunft.

 

Ein kurzes Stück die Strasse hinunter

findest Du einen Spiegel.

Schaue hinein und frage:

Was fühlst Du, Mensch?

Wachtraum eines Bloggers

Soeben greift die Bestie wieder nach mir. Die Müdigkeit droht mir ein Stück des Tags zu stehlen – wie sie es schon so oft getan hat. Ich muss also unter erschwerten Bedingungen leben. Beinahe hätte ich „arbeiten“ geschrieben, und das wäre wahre Hochstapelei. Nein, ich sitze hier vor meinem technischen Equipment (bin digitalisiert) und tippe und tippe bis an meine Belastungsobergrenze. Diese teuflische Tastatur bediene ich im 1-Finger-Suchsystem, und ich kann mich tierisch freuen, wenn ich das # gefunden habe. Schliesslich benötige ich dieses Sonderzeichen maximal 1 x im Jahr. Grössere Probleme tun sich auf, wenn ich statt # einen Text schreiben soll. Immerhin kann ich die Selbstlaute. Besonders das „a“.

Mein Problem geht so:

Erst mal weiss ich nicht, an wen ich schreiben soll. Also denke ich mir eine Figur aus, wie den Ken aus der Barbiepuppenwelt. Es ist eine interessante Figur, denn Ken hat keinen Penis. Ein schwanzloser Schönling zum Vorzeigen. Mit Barbie kann der nichts anfangen. Andererseits kann Ken auch mit Barbie nicht viel aufstellen, denn ihre Geschlechtsmerkmale erschöpfen sich mit dem Vorrat an Klamotten.

Zwei geschlechtslose Figuren haben die Puppenwelt erobert – das ist US-Imperialismus pur!

Aber wie gesagt, als Adressaten für irgendwelchen Unsinn sind beide brauchbar. Sie müssen nur da sein, müssen nichts tun. Nun ist es leider so, dass ich keine Barbiepuppen besitze, aber ich habe Phantasie und Lebenserfahrung. Deshalb hole ich eine Flasche Roten aus meinem Vorrat, kleide sie in eine schicke Serviette, und nenne sie Barbie. Während ich mir den Primitivo eingiesse, kriegt Barbie’s Kleid Rotweinflecken, und mein T-Shirt bleibt unbefleckt. Keine Frage, ich triumphiere.

Nun schreibe ich an Barbie, das Luderchen. Ich fühle mich herausgefordert. Anders: Ich richte Worte an meine Rotweinflasche, und erwarte eine Resonanz. Es reicht mir, wenn sie mir sagt, sie fühle sich so leer. Das wäre ein Gesprächsbeginn auf meinem Niveau. Aber sie schweigt. Ich spüre die nicht ausgesprochene Anklage, schaue hin, und erkenne. Sie fühlt sich nicht nur leer, sie ist leer. Ein schlechtes Gewissen überkommt mich. Unbeholfen frage ich, ob ich ihr den Korken wieder reindrücken soll. Keine Reaktion. Sie zeigt mir ihre Rückseite mit dem Hinwes „Kann Sulfite enthalten“. Ich greife zum Filzstift und korrigiere: „Enthält Sulfite“, und warte. Ich warte diverse Momente, und bemerke schliesslich, dass ich vergebens warte. Egal. Ich hatte ohnehin aus den Augen verloren, worauf ich warten wollte.

Dass sich die Flasche wieder von selbst füllt? Idiot. Ich fasse mir ins Gesicht und bemerke, dass eine Rasur fällig ist. Na, das wird wieder eine Nummer! Mein Rasierer schafft keinen 7-Tage-Bart, ohne zu zicken. Er rupft jedes neunte Haar einfach aus – leider zu wenig für eine Glatze am Kinn. Eine Quälerei ohne jeden Nutzen. Hm. Ich sollte vielleicht erwähnen, dass ich erwogen habe, den Bart einfach wachsen zu lassen, wie man das von den Goldwäschern am Yukon kennt. Knapp 50 cm reichen, um die Brust so gut abzudecken, dass das Hemd keine Tomatensosse abkriegt, und so eine Haarmatte ist leicht auszuwaschen. Aber leider ist eine Maschinenwäsche ausgeschlossen, und die Idee damit gestorben. Das ist ganz ok. Ich werde die Wahnvorstellung über Ungeziefer nicht los. Nistplatz für Zaunkönige, Unterschlupf für Goldhamster, auch Versteck für gestohlene Lebensmittel wie eine Tüte Milch usw., aber auch morgendliches Zöpfchen flechten, eine Sau-Arbeit. Wie auch immer, ich sollte mich einfach rasieren. Morgen, falls ich es nicht wieder vergesse. Sonst rupft es mir jedes siebente Haar aus dem Gesicht.

Ich nehme meinen roten Faden wieder auf. Zweitens weiss ich nicht, was ich schreiben soll. Mein Verstand sagt: Dann lass es doch! Und ich sage ihm: Geht nicht. Ich muss Ballast abwerfen. Der Verstand reagiert: Dann weisst Du doch, was Du schreiben sollst. Und ich: Im Prinzip ja. Aber der Stoff ist sehr privat! Der Verstand: Dann leg Dich ins Bett und schlaf das weg! Ich bin jetzt sauer. Muss mich abreagieren. Das geht relativ leicht. Dazu hole ich eine neue Barbie aus meinem Vorrat. Diesmal weiss. Braucht kein Serviettenkleidchen. Tropft sie, dann wische ich mit dem linken Ärmel. Das merkt keiner.

Ich weiss immer noch nicht, was ich schreiben sollte. Vielleicht bin ich krank. Ganz oben.

Ich versuche es nochmal: „Die Dinge ändern sich. Man sollte auf der Höhe der Zeit bleiben. Modernes Management ist unverzichtbar. Die dunkle Zeit ist vorbei, es werde Licht! Und alles ist dann bestens. Das Optimum wird erwartet, und ich liefere. Zweifel sind unangebracht.“

Soweit ein Statement aus der Politik. Man nennt so etwas auch „heisse Luft absondern“. Ich brauchte das jetzt. Das Gute: Ich habe etwas geschrieben, aber nichts gesagt. Pffffft! Nun lege ich die Beine hoch und schlafe weiter. Hoffentlich ohne weiteren Blödsinn zu träumen.

Typisch Deutsch

Wie sagt man so salopp? Wer sucht, der findet!

Aha. Dann suchen wir mal. Es gibt die Suche, aber nicht die Finde. Und es gibt die Findung, aber nicht die Suchung, sondern die Untersuchung. Wenn man die Untersuchung hinnimmt, so könnte man die Übersuchung oder die Unterfindung vermissen. Man kennt den Fund – aber nicht einen Such! Aber es gibt das Fundament ohne ein Suchament. Dann wäre da der Befund, und – man höre und staune – auch den Besuch! Ha, ha, ha! Aber neben der Befindlichkeit existiert  keine Besuchigkeit.  

Wir gönnen uns das Vergnügen, Migranten in Deutschkurse zu schicken und zuzuschauen, wie sie an solchen Stilblüten verzweifeln. Heisst es Schiffahrt, oder Schifffahrt? Auflösung: Seit 1996 schreibt man „ fff “ ! Gewusst? Und in traditionellen Firmennamen ist „ ff “ noch gestattet. Sonst nicht! Auch das muss gewusst werden. Von Ausländern.  

Wenn ich es mir recht überlege, müsste ich dafür plädieren, das Hochdeutsch zum Dialekt zu erklären, also dem Bayrischen oder Nordfriesischen gleichzustellen, und Englisch als Amtssprache einzuführen. Dann würde das Gesamtwerk Goethes zur Folklore mutieren,  in unseren Schulen würde Shakespeare gelehrt, und die AfD würde verzweifelt quietschen. Aber mit der deutschen Sprachlogik wie beim Suchen und Finden gezeigt wäre endlich Schluss.  

Was für eine originelle Idee!  

Demokratie realistisch

Sehr geehrte Herr Risch,
erinnern Sie sich noch an den unglaublichen Fall „Peter Altmaier“? Im Oktober haben wir nachgewiesen, dass der Wirtschaftsminister zugunsten eines Pharmariesen aus seinem Wahlkreis ein Gesetz beeinflusste. Nun sind wir auf einen weiteren skandalösen Vorgang gestoßen. Es geht um den CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß (Foto), der auch als Staatssekretär im Wirtschaftsministerium arbeitet. Wie wir herausgefunden haben, erwies Bareiß einem Parteifreund bei einer Großkanzlei einen Gefallen. Dieser hatte ihn für einen potentiellen Kunden um Ministeriumsinformationen zur Energiepolitik gebeten – und die ließ Bareiß postwendend von seinen Beamt:innen zusammenstellen. Ein Lobbyist bestellt – der Staatssekretär liefert. Inzwischen wurde der CDU-Politiker von einer Zeitung aus seinem Wahlkreis mit unseren Recherchen konfrontiert. Eine Antwort aber verweigert er trotz mehrerer Nachfragen. (Hier können Sie die ganze Geschichte nachlesen.) Dass sich Bareiß nun gegenüber den Medien und Wähler:innen in seinem Wahlkreis erklären muss, zeigt, wie wichtig unsere Offenlegungen sind.
Quelle: Abgeordnetenwatch.de

Also – immer schön zur Wahl gehen! Die dummen Kälber wählen ihren Schlachter selber. (Alte Bauernregel)

Was ist eigentlich …..

Die Sieben Werke der Barmherzigkeit, Pieter Brueghel der Jüngere, 1564 bis 1638

Altruismus?

Selbstloses, uneigennütziges Denken und Handeln.

Humanismus?

Die Würde des Menschen im Wertesystem einer Gesellschaft
höchsten Rang einräumen.

Philanthropie?

Die Menschen in ihrer Gesamtheit zu lieben
und die eigene Denk- und Handlungsweise darauf auszurichten.

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Was haben diese drei Entries einer Werteordnung gemeinsam?
Sie pauschalisieren.
In der Pauschale geht das Einzelne unter,
ist statistisch nicht mehr relevant.
Dennoch existiert das Einzelne, das Individuum mit seinen Stärken und Schwächen.


Neue Frage:


Darf ein Philanthrop Menschen hassen, ohne seinen moralischen Anspruch
an sich selbst zu verlieren?
Er darf. Und er muss, zwanghaft.


Merke:


Adressat seiner negativen Emotionen ist ein Individuum, also ein einzelner Mensch.
Er mag sein Hass-Subjekt behandeln wie sein Antagonist, der Misanthrop.
Zugleich darf er sich einen Philanthropen nennen, da er die Menschen in ihrer Gesamtheit liebt.
Seinem Prinzip folgend wird er wohl bei seinem Hass-Subjekt das Gute suchen
und gegebenenfalls würdigen.

Das selbe Denkschema ist auch auf den Altruismus
und den Humanismus anzuwenden.
Und nicht nur dies.
Es finden sich ständig oirganisierte Gruppen und ihre einzelnen Mitglieder.
Siehe zum Beispiel Fussballvereine und ihre „Fan’s“.
Beide Gruppen muss man beim Urteilen fein auseinander halten; hier wären zwei Werturteile fällig.