Über Nichts

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Hier haben wir Parmenides von Elea. Er lebte also in Elea, einer griechischen Stadt in Süditalien, und dies in der Zeit von 525 bis ca. 460 vor Christi Geburt. Er war von Beruf Philisoph, und als solcher führte er die eleatische Schule an.

Parmenides war bekannt geworden durch seine Feststellung, dass man über das Nichts nicht nachdenken könne, da im dem Moment, wo man über das Nichtseiende spreche, dessen Sein vorausgesetzt würde.

Parmenides wurde vielfach widerlegt. In den folgenden 2500 Jahren haben sich Heerscharen von Philosophen über das Nichts hergemacht und ihre eigenen schrulligen Vorstellungen dazu entwickelt. Selbst heute sind Leute wie Prof. Harald Lesch damit befasst, das Pferd der Metaphysik zu reiten, um die Frage zu klären, warum Nichts nicht sein kann, oder vielleicht doch, denn die Enstehung unseres Universums aus dem Nichts, oder vielleicht aus einem Etwas ist ungeklärt. Wer dazu eine logisch begründete, wissenschaftlich standhafte und überprüfbare Antwort liefert, ist Kandidat für den Nobelpreis und seine Folgen.

Keine Bange! Ich bin in dieser Thematik absolut inkompetent, und wollte ich mich dazu äussern, so müsste ich tief in die fantastische Welt der Science fiction greifen, also mit Phantasie in die erzählende Wissenschaft, und es käme nur Unfug zustande. Was also soll dieser, mein Beitrag dem Leser sagen? Es ist ganz einfach:

Man kann das Nichts so lange kneten, bis irgend etwas daraus entsteht.

Man redet auch von viel Wind um Nichts.

Oder von Schaum schlagen.

Das habe ich versucht zu demonstrieren. Aber mal ehrlich. Existiert das Nichts? Dann wäre es Sein! Klingt paradox, nicht wahr? Besser, ich lasse andere denken, bevor ich mir ein Ohr abschneide.

Aphorismus: Oben

Wer im Flow zum Gipfel strebt, sollte diesen erkennen und nutzen.

Von oben führt jeder weitere Schritt in jeder Richtung abwärts.

Seitenhieb

Wenn Du einen Gummihammer benutzt, um auf etwas Hartes einzuprügeln, so kann es geschehen, dass der Hammer zurückprallt und Dich trifft. Er bekommt Macht über Dich.

Nach diesem Muster ist die sozialistische Ideologie von Karl Marx und Friedrich Engels verkommen, und dies gar mit doppelter Wirkung. Zunächst ist der herrschenden Klasse der Sozialismus wie ein Gummihammer um die Ohren geflogen, und danach sind ihnen ihre eigene Ideologien so sehr überhöht und schlagkräftig erschienen, dass sie die Kontrolle darüber verloren haben. Dieser Doppelschlag hat ihnen jeden Blick für die Notwendigkeit einer ausgewogenen Balance zwischen den gesellschaftlichen Kräften verstellt.

Da ist zum Beispiel einer der SAP-Gründer, Herr Hasso Plattner. Er ist Multimilliardär und grosszügiger Sponsor im kulturellen Sektor. Er gibt überall dort, wo er sich damit selbst gut verkaufen kann. Aber die Drohung einer Vermögenssteuer, also einer anonymen Abgabe in den Staatshaushalt bewegt ihn zur Feststellung, dass er Deutschland verlassen muss, wenn diese Steuer Wirklichkeit würde. Bitte, Herr Plattner, hauen Sie so schnell wie möglich ab. Bürger wie Sie brauchen wir so nötig wie ein Furunkel am Arsch.

Ist das deutlich genug?

(Vorsicht! Ich bin kein „Hater“. Ich kann nicht hassen. Aber prima verachten!)

Denkfehler

Eines der Grundübel menschlicher
Denkweise führt allzu oft in Konflikte.
 
Je grösser das Beobachtete, desto
intransparenter ist es.
Wer mitreden will, muss es klein-reden.
Damit wird das Format begreifbar –
und die Denkweise falsch.
Man kann oft weder vom Teil auf
das Ganze schliessen, noch vom
Ganzen auf das Teil.
 
Die Verallgemeinerung ist eine
dialektische Todsünde.

Ein Weg

photography of person walking on road
Photo by Leo Cardelli on Pexels.com

Ein kurzes Stück die Strasse hinunter

erwartet Dich eine andere Welt.

Schau Dich um,

aber bleibe Du selbst.

 

Ein kurzes Stück die Strasse hinunter

steht ein Apfelbaum.

Geniesse die süsse Frucht,

aber vergiss nicht Deine Schattenseite.

 

Ein kurzes Stück die Strasse hinunter

lebt Deine Liebste.

Lasse Deine Seele zu ihr fliegen,

Aber geniesse auch die Erde, die Dich trägt.

 

Ein kurzes Stück die Strasse hinunter

triffst Du auf Kinderlachen.

Schaue hin,

und lache einfach mit.

 

Ein kurzes Stück die Strasse hinunter

siehst Du ein weites Feld mit Kreuzen.

Gehe einfach daran vorbei.

Du weisst, es ist nur eine Erinnerung an die ferne Zukunft.

 

Ein kurzes Stück die Strasse hinunter

findest Du einen Spiegel.

Schaue hinein und frage:

Was fühlst Du, Mensch?

Wachtraum eines Bloggers

Soeben greift die Bestie wieder nach mir. Die Müdigkeit droht mir ein Stück des Tags zu stehlen – wie sie es schon so oft getan hat. Ich muss also unter erschwerten Bedingungen leben. Beinahe hätte ich „arbeiten“ geschrieben, und das wäre wahre Hochstapelei. Nein, ich sitze hier vor meinem technischen Equipment (bin digitalisiert) und tippe und tippe bis an meine Belastungsobergrenze. Diese teuflische Tastatur bediene ich im 1-Finger-Suchsystem, und ich kann mich tierisch freuen, wenn ich das # gefunden habe. Schliesslich benötige ich dieses Sonderzeichen maximal 1 x im Jahr. Grössere Probleme tun sich auf, wenn ich statt # einen Text schreiben soll. Immerhin kann ich die Selbstlaute. Besonders das „a“.

Mein Problem geht so:

Erst mal weiss ich nicht, an wen ich schreiben soll. Also denke ich mir eine Figur aus, wie den Ken aus der Barbiepuppenwelt. Es ist eine interessante Figur, denn Ken hat keinen Penis. Ein schwanzloser Schönling zum Vorzeigen. Mit Barbie kann der nichts anfangen. Andererseits kann Ken auch mit Barbie nicht viel aufstellen, denn ihre Geschlechtsmerkmale erschöpfen sich mit dem Vorrat an Klamotten.

Zwei geschlechtslose Figuren haben die Puppenwelt erobert – das ist US-Imperialismus pur!

Aber wie gesagt, als Adressaten für irgendwelchen Unsinn sind beide brauchbar. Sie müssen nur da sein, müssen nichts tun. Nun ist es leider so, dass ich keine Barbiepuppen besitze, aber ich habe Phantasie und Lebenserfahrung. Deshalb hole ich eine Flasche Roten aus meinem Vorrat, kleide sie in eine schicke Serviette, und nenne sie Barbie. Während ich mir den Primitivo eingiesse, kriegt Barbie’s Kleid Rotweinflecken, und mein T-Shirt bleibt unbefleckt. Keine Frage, ich triumphiere.

Nun schreibe ich an Barbie, das Luderchen. Ich fühle mich herausgefordert. Anders: Ich richte Worte an meine Rotweinflasche, und erwarte eine Resonanz. Es reicht mir, wenn sie mir sagt, sie fühle sich so leer. Das wäre ein Gesprächsbeginn auf meinem Niveau. Aber sie schweigt. Ich spüre die nicht ausgesprochene Anklage, schaue hin, und erkenne. Sie fühlt sich nicht nur leer, sie ist leer. Ein schlechtes Gewissen überkommt mich. Unbeholfen frage ich, ob ich ihr den Korken wieder reindrücken soll. Keine Reaktion. Sie zeigt mir ihre Rückseite mit dem Hinwes „Kann Sulfite enthalten“. Ich greife zum Filzstift und korrigiere: „Enthält Sulfite“, und warte. Ich warte diverse Momente, und bemerke schliesslich, dass ich vergebens warte. Egal. Ich hatte ohnehin aus den Augen verloren, worauf ich warten wollte.

Dass sich die Flasche wieder von selbst füllt? Idiot. Ich fasse mir ins Gesicht und bemerke, dass eine Rasur fällig ist. Na, das wird wieder eine Nummer! Mein Rasierer schafft keinen 7-Tage-Bart, ohne zu zicken. Er rupft jedes neunte Haar einfach aus – leider zu wenig für eine Glatze am Kinn. Eine Quälerei ohne jeden Nutzen. Hm. Ich sollte vielleicht erwähnen, dass ich erwogen habe, den Bart einfach wachsen zu lassen, wie man das von den Goldwäschern am Yukon kennt. Knapp 50 cm reichen, um die Brust so gut abzudecken, dass das Hemd keine Tomatensosse abkriegt, und so eine Haarmatte ist leicht auszuwaschen. Aber leider ist eine Maschinenwäsche ausgeschlossen, und die Idee damit gestorben. Das ist ganz ok. Ich werde die Wahnvorstellung über Ungeziefer nicht los. Nistplatz für Zaunkönige, Unterschlupf für Goldhamster, auch Versteck für gestohlene Lebensmittel wie eine Tüte Milch usw., aber auch morgendliches Zöpfchen flechten, eine Sau-Arbeit. Wie auch immer, ich sollte mich einfach rasieren. Morgen, falls ich es nicht wieder vergesse. Sonst rupft es mir jedes siebente Haar aus dem Gesicht.

Ich nehme meinen roten Faden wieder auf. Zweitens weiss ich nicht, was ich schreiben soll. Mein Verstand sagt: Dann lass es doch! Und ich sage ihm: Geht nicht. Ich muss Ballast abwerfen. Der Verstand reagiert: Dann weisst Du doch, was Du schreiben sollst. Und ich: Im Prinzip ja. Aber der Stoff ist sehr privat! Der Verstand: Dann leg Dich ins Bett und schlaf das weg! Ich bin jetzt sauer. Muss mich abreagieren. Das geht relativ leicht. Dazu hole ich eine neue Barbie aus meinem Vorrat. Diesmal weiss. Braucht kein Serviettenkleidchen. Tropft sie, dann wische ich mit dem linken Ärmel. Das merkt keiner.

Ich weiss immer noch nicht, was ich schreiben sollte. Vielleicht bin ich krank. Ganz oben.

Ich versuche es nochmal: „Die Dinge ändern sich. Man sollte auf der Höhe der Zeit bleiben. Modernes Management ist unverzichtbar. Die dunkle Zeit ist vorbei, es werde Licht! Und alles ist dann bestens. Das Optimum wird erwartet, und ich liefere. Zweifel sind unangebracht.“

Soweit ein Statement aus der Politik. Man nennt so etwas auch „heisse Luft absondern“. Ich brauchte das jetzt. Das Gute: Ich habe etwas geschrieben, aber nichts gesagt. Pffffft! Nun lege ich die Beine hoch und schlafe weiter. Hoffentlich ohne weiteren Blödsinn zu träumen.

Typisch Deutsch

Wie sagt man so salopp? Wer sucht, der findet!

Aha. Dann suchen wir mal. Es gibt die Suche, aber nicht die Finde. Und es gibt die Findung, aber nicht die Suchung, sondern die Untersuchung. Wenn man die Untersuchung hinnimmt, so könnte man die Übersuchung oder die Unterfindung vermissen. Man kennt den Fund – aber nicht einen Such! Aber es gibt das Fundament ohne ein Suchament. Dann wäre da der Befund, und – man höre und staune – auch den Besuch! Ha, ha, ha! Aber neben der Befindlichkeit existiert  keine Besuchigkeit.  

Wir gönnen uns das Vergnügen, Migranten in Deutschkurse zu schicken und zuzuschauen, wie sie an solchen Stilblüten verzweifeln. Heisst es Schiffahrt, oder Schifffahrt? Auflösung: Seit 1996 schreibt man „ fff “ ! Gewusst? Und in traditionellen Firmennamen ist „ ff “ noch gestattet. Sonst nicht! Auch das muss gewusst werden. Von Ausländern.  

Wenn ich es mir recht überlege, müsste ich dafür plädieren, das Hochdeutsch zum Dialekt zu erklären, also dem Bayrischen oder Nordfriesischen gleichzustellen, und Englisch als Amtssprache einzuführen. Dann würde das Gesamtwerk Goethes zur Folklore mutieren,  in unseren Schulen würde Shakespeare gelehrt, und die AfD würde verzweifelt quietschen. Aber mit der deutschen Sprachlogik wie beim Suchen und Finden gezeigt wäre endlich Schluss.  

Was für eine originelle Idee!  

Demokratie realistisch

Sehr geehrte Herr Risch,
erinnern Sie sich noch an den unglaublichen Fall „Peter Altmaier“? Im Oktober haben wir nachgewiesen, dass der Wirtschaftsminister zugunsten eines Pharmariesen aus seinem Wahlkreis ein Gesetz beeinflusste. Nun sind wir auf einen weiteren skandalösen Vorgang gestoßen. Es geht um den CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß (Foto), der auch als Staatssekretär im Wirtschaftsministerium arbeitet. Wie wir herausgefunden haben, erwies Bareiß einem Parteifreund bei einer Großkanzlei einen Gefallen. Dieser hatte ihn für einen potentiellen Kunden um Ministeriumsinformationen zur Energiepolitik gebeten – und die ließ Bareiß postwendend von seinen Beamt:innen zusammenstellen. Ein Lobbyist bestellt – der Staatssekretär liefert. Inzwischen wurde der CDU-Politiker von einer Zeitung aus seinem Wahlkreis mit unseren Recherchen konfrontiert. Eine Antwort aber verweigert er trotz mehrerer Nachfragen. (Hier können Sie die ganze Geschichte nachlesen.) Dass sich Bareiß nun gegenüber den Medien und Wähler:innen in seinem Wahlkreis erklären muss, zeigt, wie wichtig unsere Offenlegungen sind.
Quelle: Abgeordnetenwatch.de

Also – immer schön zur Wahl gehen! Die dummen Kälber wählen ihren Schlachter selber. (Alte Bauernregel)

Was ist eigentlich …..

Die Sieben Werke der Barmherzigkeit, Pieter Brueghel der Jüngere, 1564 bis 1638

Altruismus?

Selbstloses, uneigennütziges Denken und Handeln.

Humanismus?

Die Würde des Menschen im Wertesystem einer Gesellschaft
höchsten Rang einräumen.

Philanthropie?

Die Menschen in ihrer Gesamtheit zu lieben
und die eigene Denk- und Handlungsweise darauf auszurichten.

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Was haben diese drei Entries einer Werteordnung gemeinsam?
Sie pauschalisieren.
In der Pauschale geht das Einzelne unter,
ist statistisch nicht mehr relevant.
Dennoch existiert das Einzelne, das Individuum mit seinen Stärken und Schwächen.


Neue Frage:


Darf ein Philanthrop Menschen hassen, ohne seinen moralischen Anspruch
an sich selbst zu verlieren?
Er darf. Und er muss, zwanghaft.


Merke:


Adressat seiner negativen Emotionen ist ein Individuum, also ein einzelner Mensch.
Er mag sein Hass-Subjekt behandeln wie sein Antagonist, der Misanthrop.
Zugleich darf er sich einen Philanthropen nennen, da er die Menschen in ihrer Gesamtheit liebt.
Seinem Prinzip folgend wird er wohl bei seinem Hass-Subjekt das Gute suchen
und gegebenenfalls würdigen.

Das selbe Denkschema ist auch auf den Altruismus
und den Humanismus anzuwenden.
Und nicht nur dies.
Es finden sich ständig oirganisierte Gruppen und ihre einzelnen Mitglieder.
Siehe zum Beispiel Fussballvereine und ihre „Fan’s“.
Beide Gruppen muss man beim Urteilen fein auseinander halten; hier wären zwei Werturteile fällig.

Ein Ideal

Ein Mensch wird geboren. Er tyrannisiert seine Familie über 3 Jahre. Dann übernehmen andere. Er wird zum Vorschulkind, zum Schüler, zum Auszubildenden oder zum Studenten. Diese Bildungsphase dauert 20 Jahre und länger. Sie prägt gemeinsam mit der Familie die Persönlichkeit.

Was ist nun das Bildungsziel?

Frage 500 Mütter, und 500 Väter, und Du bekommst 9oo verschiedene Antworten. Kategorisiert und eingedampft bleiben mindestens 10 verschiedene widersprüchliche Bildungsziele übrig. Frage die Lehrer, und Du bekommst keine Antworten, respektive unbrauchbare.

Es ist offenkundig, dass ein nationales Bildungsziel niemals Privatsache sein darf, und es ist auch nicht Sache der Schulen und Universitäten oder gar der Ausbildungsbetriebe.

Bleibt der Staat. Es wäre seine Aufgabe, ein Bildungsziel zu formulieren und das Bildungssystem darauf auszurichten.

Seine Aufgabe wäre, die jungen Menschen für die Gegenwart fit zu machen und für die Bewältigung der Zukunft zu rüsten, ohne dabei Schäden an den jungen Seelen zu verursachen. Seine Aufgabe wäre, Minder- wie Hochbegabte so zu fördern, dass jeder seinen Platz in der Gesellschaft findet. Und so fort!

Schauen wir in die rauhe Wirklichkeit. Nichts davon ist realisiert. Auch das bis zur Selbstaufgabe reichende Bemühen einzelner Bildungsbeauftragten ändert nichts am desolaten Zustand des Bildungssektors. Wer immer damit zu tun hatte, weiss, worüber ich schreibe. Die diversen Systeme spucken zu viele selbstgezüchtete sozial Behinderte, Soziopathen und Fachidioten aus. Sie haben nie gelernt, dass im Ostfriesischen die Hosenträger „de Dragselen“ genannt werden.

Einer meiner Lehrer hat mich einst zurechtgewiesen. Er deutete mit dem Zeigefinger Richtung Bonn, damals Bundeshauptstadt, und sprach:

„Risch, merk Dir fürs Leben: Man kann aus Scheisse keine Venus kneten!“ Der Mann hatte recht.

Unfug – esoterisch, utopisch, überflüssig?

Kosmisches Gesetz

Die Grundrechte des Seins

Die Grundlage für alles Leben auf unserem Planeten ist das gleichwertige Recht aller Wesen, hier zu leben, sich zu ent­wickeln und ihre Aufgaben auszuführen.

Alle anderen sinnvollen Gesetze auf der Erde müssen mit dieser Grundregel verträglich sein, dürfen sie nicht verletzen.

  1. Jedes Wesen auf der Erde hat das gleichwertige Recht, hier zu sein: Jeder Mensch, jedes Tier, jede Pflanze, jeder Stein, jedes Häufchen Erde darf hier sein. Es gibt nicht einzelne Menschen, Pflanzen oder Dinge, welche nicht hier sein dürfen. Es gibt nicht einzelne Wesen, welche wichtiger sind als die anderen – alle sind genau gleich wichtig.
  1. Jedes Wesen hat das gleichwertige Recht, sich zu entwic­keln. Jedes Wesen darf seine persönlichen Zielsetzungen, seine Bedürfnisse versuchen zu verwirklichen. Es gibt keine Wesen, welche ein Recht auf eine schnellere oder priorisierte Entwick­lung haben als alle anderen. Niemand darf sich somit auf Kosten von anderen entwickeln.
  1. Jedes Wesen hat das gleichwertige Recht, seine Aufgaben aus­zuführen. Das System Erde funktioniert nur dank dem Zusam­menspiel von allen Bewohnern. Im grossen Kreislauf arbeiten die Wesen «Hand in Hand». Es gibt kein Grund, weshalb die Aufgaben von einzelnen Wesen Priorität gegenüber den Aufga­ben von anderen Wesen haben sollten. Damit «die Erde» funk­tioniert, müssen alle Aufgaben ausge­führt werden. Alle Aufga­ben sind erforderlich, sie sind demzufolge auch alle gleich wich­tig oder gleich unwichtig.

Psychotisch?

Ich sollte mir wohl abgewöhnen, auf alles, was mir auf den Keks geht, umgehend zu reagieren. Die eben geschriebene Mail an einen Bürgerservice ist wieder ein Beispiel für die Vergeblichkeit ehrlichen Bemühens und die Flüchtigkeit nicht zu Ende gedachter Gedanken. Es ist, als ob Du einen Brückenpfeiler fertig gebaut, und dabei vergessen hast, dem Beton Zement unterzumischen. Das Ding steht, sieht gut aus, wird trocken, und ein Windhauch weht es um und weg. Es endet in einer Sandwolke, und Du darfst wieder von vorne beginnen.

Think positive!

Auch Schatten färben ab. Wenn Du lange genug auf der Schattenseite verweilst, kriegst Du selbst einen. Am Ende stört Dich der Krümel auf dem Damast, und Du reibst, zerdrückst ihn zu einem schwarzen Fleck, um Dich gleich darüber zu erregen, dass weisse Tischtücher so selten geworden seien, Deine Familie sich über Dich schwarz ärgert und sich mit weissem Gesicht verdrückt – es ist Zeit, mein Freund, zum Psychiater zu pilgern.

Think positive. Kürzer: Think! Diesen markanten Spruch hatte bekanntlich Jim Watson, der grosse alte IBM-Boss so über seinem Schreibtisch so aufgehängt, dass seine Besucher ihn unvermeidlich zur Kenntnis nehmen mussten. Ein Wort, ein Programm. Setzt man „positive“ hinzu, könnte auf Jimmies plate auch „Laugh!“ stehen. Oder „Heute schon gelacht?“

Sag mal: Kann es eigentlich wahr sein, dass wir horrende Honorare zahlen, nur um uns von einem Psychiater fragen zu lassen, ob wir heute schon gelacht haben? Und wenn ja, warum? Oder wenn nein, warum gerade eben?

·           Herr Fisch, warum lachen Sie?

·           Ich lache über mich selbst!

·           Darf ich wissen, Roland, was Sie an sich selbst so lustig finden?

·           Nein, Klaus-Heinrich, nein, das dürfen Sie nicht!

·           Aber Herr Fisch, haben Sie kein Vertrauen zu mir?

·           Doch, Herr Pümpel, das habe ich, aber nicht zu mir!

·           Aber das sollten Sie mir jetzt doch erklären. Mögen Sie?

·           Nein, Herr Pümpel, ich mag nicht.

·           Gut, Herr Fisch. Das war ein guter Anfang.

.          Aha.

.          Wir haben schon einen Fortschritt erzielt!

RRRRRRing!

Klaus-Heinrich Pümpels Küchenwecker kündigt das Ende der ersten Sitzung an, nur ganze vier Minuten zu früh, was bei 20 Minuten gleich 20 Prozent Fehlzeit ausmacht, was 12 Euro entspricht, die ich für nothing zahle, und ich beschliesse, noch ein wenig zu bleiben, werde aber Richtung Tür geschubst, denn draussen steht ein anderer Patient, für andere 16 Minuten, und ich beschliesse erneut, und spontan, diesen Menschen nicht zu befragen, ob er da drinnen schon mal gelacht hat, über sich selbst, und darüber, dass er noch 53 mal hierherkommen muss – soll – darf – ich selbst habe ja nichts unterschrieben – Herr Fisch, das ist jetzt garnicht zum Lachen – , aber Jim Watson will mir nicht aus dem Sinn gehen mit seinem THINK! und ich mit meinem Konter „LAUGH!“, im kategorischen Imperativ voll durchformuliert, kurz, knapp, wahr – nur:

Verdammt nochmal!  Ich habe bei Pümpel tatsächlich herzhaft abgelacht! Überleg mal. Der hat es geschafft. Und dafür soll er auch 60 Oiro kassieren. Aber – das ist ab sofort beschlossen und Gesetz – nur diese ersten 60, und ab sofort werde ich kostenlos lachen. Ich denke an Pümpel, ich denke an mich, ich denke an den Höllenstuhl, der statt der berühmten Couch für die Patienten bereitsteht, und ich denke an 60 Euro – und schon geht es mir gut. Naja, sagen wir mal: Besser. Gut gehts mir erst, wenn ich ungepümpelt lachen werde. Wenn ich die Nachrichten des Tages als Witz erlebe.

Wenn mich die Toten des Tages nur noch nachdenklich stimmen, aber nicht mehr  wütend.

Wenn ich meinem Computer mitten auf die Festplatte schreiben kann: Wie, Du Aas machst wieder Zicken? Hier hast Du meine Antwort. C:\\format c: – und servus, Du Depp!

Und wenn ich einem Pümpel ins Gesicht grinsen kann mit der Bemerkung:

Bei mir können Sie lange picken,

bis Sie ans Hirn kommen!

Unfug

Die Phönizier haben das Geld erfunden –

aber warum so wenig?

Johann Nepomuk Nestroy (1801 – 1862), österreichischer Dramatiker, Schauspieler und Bühnenautor

Unfug

Ich bin eigentlich ganz anders.

Aber ich komme nur selten dazu.

Johann Nepomuk Nestroy (1801 – 1862), österreichischer Dramatiker, Schauspieler und Bühnenautor

Hunger nach Leben

Was hatte das Leben des Menschen im Mittelalter, z. B. im Jahr 1618, zu bieten? Familie, schwere Arbeit und früher Tod, sagt man. Mehr nicht.

Und was bietet das Leben dem Menschen von heute? Ich erspare mir dazu aufzuzählen, was die Moderne ausmacht.
Zum Vergleich sei gesagt: Familie, Arbeit und relativ später Tod.
Und es ist hinzuzufügen: Das Immer-mehr-haben-wollen.

Nein, die Unzufriedenheit des modernen Menschen ist nicht zu kritisieren. Sie hat ihre Ursache im Angebot. Es ist nicht der Hunger nach mehr Leben, sondern nach mehr Erleben. Wäre es möglich, so würde man alles Angebotene besitzen wollen. Schon die Verwendung einer neuen Seife mit unbekanntem Duft wird unbewusst zum Erlebnis. Darum bestimmt das Haben-wollen das Leben der Menschen im 21. Jahrhundert.

Lebenshunger ist anders zu definieren. Es ist eine Emotion, die in der Endphase des Lebens aufkommt. Auch wenn dabei materialistische Züge zum Vorschein kommen, so überwiegt doch die Gier nach mehr Lebenszeit immer dann, wenn das Ende vorhersehbar ist.

SPD – Quo vadis? – 7 und Schluss –

Mit ihren seltsamen Manövern in der Groko hat die SPD zumindest erreicht, dass sie – heute immer noch – im innenpolitischen Fokus steht. Als engagierter Zuschauer wartet man nun auf dessen Nutzung, und man darf gespannt sein, wie das grosse Spiel weitergeht: Mit dem Hammer, oder mit Gänsedaunen?

Rund heraus gesagt wäre es möglich, die Groko demnächst über Verweigerung von Mindestlohn und Nachbesserung des „Klimapakets“ durch die CDU/CSU zu Fall zu bringen. Dann wären die merkwürdigen Umfaller der neuen Parteiführung erklärt, und das Ende des Bündnisses sachlich begründet.

Ein solches Manöver wäre durchsichtig und fadenscheinig zu nennen, aber in Anbetracht der Situation durchaus akzeptabel. Selbst wenn CDU/CSU den Forderungen der SPD nachgeben würde, wäre Nutzen zu erwarten, denn die Rechtsparteien hatten bereits jede Nachforderung abgelehnt und sie müssten selbst mit Getöse umfallen.

Der Aufmerksamkeitslevel bliebe erfreulich hoch, und die SPD könnte Ernte einfahren.

Selbst das Thema „Grundrente“ liesse sich zugunsten der SPD missbrauchen, nachdem die Groko sich bereits dazu bekannt hatte. Die Drohung der CDU, die Grundrente bei einem Koalitionsbruch fallen zu lassen, wäre ein Schuss, der nach hinten losgeht.

Also muss man zugestehen, dass die Messe in der Bundesregierung noch nicht gesungen ist.

Warten wir’s ab!

Spotlight

14 Uhr 29. Die erste Hälfte des Tags ist gelaufen, und ich sitze immer noch in meinem Büro mit einer Tasse Kaffee in der Linken. Er ist mir wieder einmal gelungen. Ich liebe die harte Version, also heiss, stark, und ohne alles. Und deshalb bin ich guter Dinge. Vielleicht gelingt es mir heute, den Mittagsschlaf auf die Nachtstunden zu verschieben. Dort ist Platz und Zeit für solchen Luxus.

Ein Blick aus dem Fenster meldet zurück, wir hätten Novemberwetter. Es sind Nebel und Regen, die den Tag bestimmen, und es ist mein Kalender, der mir erklärt, man würde längst Dezember schreiben. Ein wenig irritiert beschliesse ich, das Wetter auszusperren. Meine Jalousie erledigt dies im Nu, und ich lasse mir vom weissen Fenster des Windows-Texteditors heimleuchten. Seltsam, dass ich mich dabei wohlfühle.

Ich starte den 4. Becher Kaffee, es ist der letzte. Zeit, über mich nachzudenken. Es ist eine nahezu tägliche Übung, gewissermassen eine Routine. Sie sagt mir Wichtiges. Sie bestätigt, dass ich noch lebe. Und sie vermittelt mir die Gewissheit, dass ich noch Mensch bin, dass meine Lebensweise noch nicht in einer Konversion zum Mehlwurm mündete. Sie sagt mir, dass ich trotz Handicap am Leben draussen teilnehme, wenngleich auf besondere, sehr distanzierte Art und Weise.

So ist es. Auch heute finde ich keinen Grund für Trübsal. Im Gegenteil. Ich fühle Zufriedenheit, und Frieden mit meiner Welt, diesem Mikro-Universum, das an meiner Haustür endet. Die grosse Welt dahinter, die draussen ist heute nicht mein Thema. Das kann warten bis morgen.

See you later, Alligator!

Eine Kämpferin für den Frieden

aus WIKI

Bertha Freifrau von Suttner lebte in der Zeit von 1843 bis 1914, war Österreicherin und eine der führenden Kräfte des Pazifismus. Sie arbeitete als Journalistin, Friedensforscherin und Schriftstellerin.

Sie war mit Alfred Nobel bekannt und regte die Einrichtung eines Friedensnobelpreises an. In 1905 wurde sie selbst mit diesem Preis geehrt.

„Die Religion rechtfertigt nicht den Scheiterhaufen, der Vaterlandsbegriff rechtfertigt nicht den Massenmord, und die Wissenschaft entsündigt nicht die Tierfolter.“

So appellierte Bertha von Suttner in 1898 an ihre Welt des 19. Jahrhunderts. Und in einem Text mit dem Titel „Der Frieden in 100 Jahren“ aus dem Jahr 1908 orakelte sie zutreffend:

„Wir sind im Besitze von so gewaltigen Vernichtungskräften, dass jeder von zwei Gegnern geführte Kampf nur Doppelselbstmord wäre. Wenn man mit einem Druck auf einen Knopf, auf jede beliebige Distanz hin, jede beliebige Menschen- oder Häusermasse pulverisieren kann, so weiß ich nicht, nach welchen taktischen und strategischen Regeln man mit solchen Mitteln noch ein Völkerduell austragen könnte.“

Frau von Suttner starb an Krebs. Ihre letzten Worte waren.

„Die Waffen nieder! Sag’s vielen – vielen ….. „

Wenige Wochen später begann der 1. Weltkrieg.