Demokratie

WIKI definiert:

a. Regierungssystem, in dem die vom Volk gewählten Vertreter die Herrschaft ausüben, und

b. politisches Prinzip, nach dem das Volk durch freie Wahlen an der Machtausübung im Staat teilhat.

Die Definition in b. können wir getrost vergessen. Einverstanden? Dagegen sollte man sich die euphemistisch propagierte „parlamentarische Demokratie“ zur Brust nehmen. Sie ist eine Mogelpackung, die man mir seit ca. 60 Jahren immer wieder, und bis zum heutigen Tag anzudrehen versucht. Grund: Man zwingt uns, selbsternannte „Volksvertreter“ und Parteien zu wählen. Die Personen kennen wir nicht, sie werden uns vorgesetzt nach der Methode „Friss oder stirb“, und die Parteien sind Machtmittel des Kapitalismus, also nicht des Volks.

Kommen wir zum Sozialismus. Dazu gibt es keine zuverlässige Definition. Darum ist es recht simpel, den Begriff ideologisch zu missbrauchen. Davon wird reichlich, und bei jeder Gelegenheit Gebrauch gemacht.

Der Sozialismus als Regierungsform würde die Wohlfahrt des Volks zum Ziel setzen, was bedeutet, dass alle gesellschaftlichen Kräfte in einem durch Kompromisse geglätteten System profitieren. Beispiel: Ein gerechtes Steuersystem ermöglichte die Beteiligung aller Bürger am Erfolg der Wirtschaft, den sie selbst erarbeitet haben.
Teuflisch! Das würde die Profite des Geldadels schmälern, und das vermeidet man durch Diffamierung des Sozialismus.

Aber es gilt: Sowohl die Diktatur als auch der Sozialismus können demokratisch ausgestaltet werden. Allzu leicht wird vergessen, dass die sozial-liberale Koalition in Bonn von 1969 bis 1982 gut gearbeitet hat, ein hoffnungsvoller Ansatz, der durch eine „Wende“ in der FDP ein Ende fand.

Bloss nicht wieder! So lautet die Parole aus Wirtschaft und Politik. Stattdessen sehen wir sinkende Einkommen bei steigenden Mieten, Kinder- und Altersarmut, das Geringverdiener-Unwesen, Abbau von Sozialleistungen, Verwahrlosung der Infrastruktur bei Verkehr und Bildung usw. Und wir sehen ein Desaster, das sich in den nächsten 10 Jahren katastrophal gestalten wird: Es ist das Desinteresse der Bürger und die Unfähigkeit, sich gegen den sozialen Zerfall zur Wehr zu setzen. Die an den Tag gelegte Paralyse wird ihnen das Genick brechen. Die Reichen werden Kapital einbüssen, ohne pleite zu gehen. Sie werden die ersten sein, die nach dem Desaster wieder verdienen.

Aktueller Nachtrag:

Die OECD kritisiert das deutsche Rentensystem, weil es Armut produziert. Zugleich wird angekündigt, dass Deutschland für die Finanzierung der NATO an 2021 stärker belastet wird. Wen wundert’s? Die BRD ist ein Vasallenstaat der USA und hat heute, also 74 Jahre nach Kriegsende immer noch keinen Friedensvertrag mit den Allierten zustande gebracht. Wie es scheint, regieren die führenden Politiker der USA in Berlin immer noch mit, und die deutschen Politik-Knechte habe nicht genug Arsch in der Hose, „Nein“ zu sagen.

Wenn ich mir das ansehe, wird mir nur noch kotzübel.

Und noch etwas: Ich schreibe, wie heute, gelegentlich sozialkritisch, und kassiere dafür einige Likes. Aber niemand reicht meine Links an seine Follower weiter. Gibt es hier nicht so etwas wie eine Shared-Funktion? Ich kenne mich damit nicht aus! Der Effekt meiner Bemühungen gleicht dem Versuch eines Deppen, Wasser in ein Sieb zu giessen.