Schlaf‘ weiter, Michel!

Vielleicht wird es ein böses Erwachen geben, für Dich, für Deine Kinder, oder für Deine Enkel!

Anderswo (Mein Beitrag „Etwas Grusel gefällig?“) habe ich über die Absicht des Geldadels berichtet, eine neue Weltordnung zu schaffen.

Ich zitiere:

Machtgeile Regierende übereignen ihr Volk an betrügerische, geldgeile Narzissten, die sich auch noch „die Elite“ nennen.

Das ist Sklavenhandel in großem Stil, ganz wie ihn sich die Bilderberger wünschen:

„Du musst die Hände zum Nehmen ausstrecken und zum Geben einziehen, auf dass deine Gelenke nie einrosten.“ (John D. Rockefeller) lt „Meller Kreisblatt“ vom 20. Mai 2005.

„Es wäre unmöglich gewesen, dass wir unseren Plan für die Weltherrschaft hätten entwickeln können, wenn wir Gegenstand der öffentlichen Beobachtung gewesen wären. Aber die Welt ist jetzt weiter entwickelt und darauf vorbereitet, in Richtung einer Weltregierung zu marschieren. Die supranationale Souveränität einer intellektuellen Elite und der Weltbanker ist sicher der nationalen Souveränität, wie sie in der Vergangenheit praktiziert wurde, vorzuziehen“. (David Rockefeller 1991 auf der Bilderberg-Konferenz)

„Wir befinden uns am Anfang einer globalen Umwälzung. Alles, was noch fehlt, ist eine große weltweite Krise, bevor die Nationen die ‚Neue Weltordnung‘ akzeptieren.” (David Rockefeller 2005 auf der Bilderberg-Konferenz in Rottach-Egern)

Nun wurde die Aufmerksamkeit auf eine „Trilaterale Kommission“ gelenkt, eine Gründung der Bilderberg-Konferenz im Jahr 1973.

The Trilateral commisssion betreibt eine Website. Dort findet man eine Darstellung der Ziele und Aufgaben dieser Kommission. allerdings in gutverdeckter Form . Es bedarf einigen Spürsinn, sich die Auswirkungen angedeuteter auf unsere aktuelle Gesellschaftsordnung auszumalen.

In 1975 erschien ein 200 Seiten starkes Buch zum Treiben dieser obskuren Kommission. Es wurde umgehend auf den Index gesetzt und damit der Öffentlichkeit entzogen. Dennoch gab es einige Leser. Und so hat irgendwer dazu einen deutschen Text geschrieben, der in einem Archiv der Niederlande aufgefunden wurde. Ich hänge diesen Text hier ans Ende meines Beitrags.

Der Aufsatz ist zugegeben eine Zumutung, und das in mehrfacher Hinsicht. Man braucht einen richtigen Arsch in der Hose, um ihn gut zu verarbeiten. Aber wer das geschafft hat, wird auf dieser Basis die Wirklichkeit in der BRD reflektieren, und er wird erkennen, was die Quelle vieler negativer Entwicklung sein könnte.

Hier die Info:

Die “Mäßigung der Demokratie”

1973 wurde auf Betreiben von David Rockefeller die Trilaterale Kommission ins Leben gerufen, die einer Koordination der globalen Systemsteuerung zwischen den USA, Westeuropa und Japan dienen sollte. Zu den Mitgliedern zählten Spitzenpolitiker aller drei Kontinente, CEOs von Konzernen wie Exxon, Toyota, Fiat, Lehman Brothers oder Coca Cola, aber auch Gewerkschaftschefs (etwa der damalige DGB-Vorsitzende Heinz-Oskar Vetter) sowie führende Journalisten, darunter die Herausgeber des Time Magazine, der Financial Times und der Zeit.

Einer der ersten Berichte, die die Kommission in Auftrag gab, trug den Titel Die Krise der Demokratie. Samuel Huntington und seine Mitautoren aus Frankreich und Japan diagnostizieren in dem Bericht einen „Exzess von Demokratie“, der die Systemstabilität gefährde. Huntington blickt wehmütig auf die 1950er-Jahre zurück, als „Präsident Truman noch in der Lage war, das Land mithilfe einer relativ kleinen Anzahl von Wall-Street-Bankern und Anwälten zu regieren“.

Mit bemerkenswerter Offenheit stellen die Autoren fest, dass „europäische Demokratien nur teilweise und auf theoretischer Ebene offene Systeme sind. Ihre Steuerung beruht auf einem subtilen Filterprozess von Teilnehmenden und Forderungen.“ Huntington fährt fort:

“Eine effektive Steuerung des demokratischen politischen Systems erfordert einen gewissen Grad von Apathie und Nicht-Einbeziehung bestimmter Individuen und Gruppen. (…) Jetzt aber beginnen solche randständigen Gruppen, wie im Fall der Schwarzen, voll am politischen System teilzunehmen; dabei besteht die Gefahr, das System mit politischen Forderungen, die seine Funktionen und seine Autorität untergraben, zu überladen.”

Huntington beklagt darüber hinaus, dass die fortgeschrittenen Industriegesellschaften eine Schicht von „wertorientierten Intellektuellen“ hervorgebracht hätten, die „der Führerschaft schaden, Autoritäten infrage stellen und etablierte Institutionen demaskieren und delegitimieren“. Eine weitere Gefahr drohe von Journalisten, die „immer mehr Einfluss gegenüber den Eigentümern und Herausgebern geltend machen und die traditionelle Normen von ‚Objektivität’ und ‚Neutralität’ im Namen von politisch engagierter Berichterstattung beiseite fegen“. Die neuen Werte, die sich überall in der Gesellschaft verbreiteten, würden es Regierungen immer schwerer machen „den Bürgern Disziplin und Opfer aufzuerlegen“.

Die Analysen dieses Berichtes sind eines der genauesten und eindringlichsten Zeugnisse über die Ängste „liberaler“ politischer Eliten vor echter Demokratie. Die Empfehlungen, die der Bericht am Ende gibt, bleiben dagegen vergleichsweise vage. So ist etwa davon die Rede, „eine Balance zwischen Regierung, Presse und anderen gesellschaftlichen Institutionen herzustellen“ oder „die Bildung wesentlich stärker mit wirtschaftlichen und politischen Zielen in Einklang zu bringen“. Aus der Vagheit dieser Empfehlungen spricht noch die ganze Ratlosigkeit, die das Establishment Mitte der 1970er-Jahre befallen hatte. Die Strategien des Großen Rollbacks waren noch nicht erfunden.

Das Große Rollback

Die politischen und wirtschaftlichen Eliten, die sich zur Steuerung der Großen Maschine berufen fühlten, hatten in den 1970er-Jahren an mindestens zwei Fronten zu kämpfen. Auf der einen Seite gab es die Herausforderung durch die Gegenkultur und die antisystemischen Bewegungen, auf der anderen Seite zeichnete sich eine globale ökonomische Krise ab. Nach drei Jahrzehnten des Booms und der Expansion begann um das Jahr 1973 eine Phase der Stagnation und Kontraktion, die von einem sprunghaften Anstieg der Ölpreise, einer schweren Rezession und dem Zusammenbruch des Weltwährungssystems („Bretton-Woods-System“) einschließlich der Goldparität des US-Dollars eingeläutet wurde.

Die Antwort auf diese Konstellation war das, was man später die „neoliberale Revolution“ genannt hat, obwohl es eigentlich eher so etwas wie eine konservative Reaktion war. Ihr Ziel bestand darin, die stotternde Geldvermehrungsmaschine wieder in Gang zu bringen, die Gegenkultur zurückzudrängen und die Macht der dominierenden ökonomischen Klassen, die in den 1960ern deutlich geschwächt worden war, wiederherzustellen. Diese „Revolution“ hatte mehrere Säulen: eine wirtschaftspolitische, eine ideologisch-propagandistische und – was oft übersehen wird – eine militärische.

Der Erfolg des neoliberalen Programms hat seither eine Verwüstungsspur auf dem Planeten hinterlassen und sozial, ökonomisch und ökologisch in Chaos geführt. Wie bereits im späten 19. Jahrhundert und in der Weimarer Zeit nutzen rechte Bewegungen dieses Chaos, um von den tatsächlichen Ursachen abzulenken und die Schuld auf Sündenböcke zu projizieren. Zum Beispiel auf die Menschen, die vor den Folgen unserer „kannibalischen Weltordnung“ (Jean Ziegler) flüchten. Einmal mehr bietet sich der Faschismus an, um die kapitalistischen Eliten vor dem Zorn der Bevölkerungen zu retten, indem er soziale und ökologische Konflikte in einen Kampf von Völkern und Kulturen umdeutet.. Ob diese Strategie aufgeht, ist allerdings offen. In der systemischen Krise, in der wir uns befinden, steuern wir auf tiefe historische Brüche zu, die auch emanzipatorische Bewegungen nutzen können, um das Schiff in eine andere Richtung zu steuern. Die Epoche von 1968 ist voll von Inspirationen und historischen Lehren dafür.

Ok, weniger kryptisch einige Goals:

Mittelstand reduzieren,
Bildung reduzieren,
Sozial-liberales Gedankengut eliminieren,
Mitbestimmung in den Unternehmen beseitigen,
Gewerkschaften schwächen,
soziale Regulierung den Märkten überlassen,
sozial-verträgliches, meint frühes Ableben fördern,
Demokratie durch neo-feudalistisches System ersetzen.

Soll ich jetzt tatsächlich anlisten, wo überall solche Ansätze bereits real sind? Einen Teufel werde ich tun.

Deutschland, erwache!

Der Ordnung halber: Natürlich haben die Strippenzieher ihre eigenen Probleme mit der Verwirklichung ihrer Ziele. Ihre Macht ist unvollkommen, und die Veränderungen in den Gesellschaften sind gelegentlich schneller als die träge Masse einer Kommission und ihrer Protagonisten in deren noch trägeren Homelands. Und dort sind immer noch diese Scheiss-Wahlen so hinderlich ………