Vorschule ab 5 Jahren, Fach: Biologie

Es gibt da doch dieses schöne Scheinparadoxon von der Henne und dem Ei, womit die Frage verbunden wird, was von beiden wohl zuerst
„da war“. Vordergründig gilt: Ohne Henne kein Ei, und ohne Ei keine Henne.

Hintergründig gedacht lautet die unwiderlegbare und logische Antwort: Beide. Beide waren zuerst da, wenn davor wirklich nichts war. In diesem Falle wären Henne und Ei jene Kraft gewesen, die einen Gasball geformt haben, der sich zur uns bekannten Erde entwickelt hat – schon klar. Man kann sich auch in der Logik verirren.
Halten wir fest: Sie waren nicht zuerst da. Also kann man sie nicht für die moderne Kosmologie verantwortlich machen.

Tatsache ist, und das kann man sehen wie man will, dass Henne und ihr Ei als biologische Einheit so ausgebildet waren, dass sie fortpflanzungsfähig wurden. Nun mag es eine Laune der Natur gewesen sein, dass sich ein Teil des Hühnervolks anderswohin entwickelt hat, nämlich ….. zum Hahn. Und dabei wurden seine Eier so umfunktioniert, dass sie nicht zum Verzehr geeignet sind, wohl aber eine Funktion für die Fortpflanzung übernehmen.

Man vermutet, dass irgendwann in der Entwicklung zum modernen Huhn die Hennen rebellierten. Die Hähne waren gänzlich unbelastet, während die Hennen 9 Monate lang eine Kalk-Kugel mit sich herumzuschleppen hatten. Per Gen-Manipulation stellten sie auf Tagesproduktion um, entwickelten eine Eierpipeline zur schmerzfreien Eiablage und reduzierten ihre Produktionsperiode auf ca. 24 Monate. Sie werfen ihr tägliches Ei samt Inhalt in die Landschaft, und machen es sich darauf gemütlich, bis der Kalkball zerbricht und eine Mini-Henne zum Vorschein kommt. Nach ihrer Legeperiode, die bis zu 400 Eiern dauern kann, gehen sie in Rente.

Liebe Kinder, denkt an diese Unterrrichtsstunde, wenn Ihr ein Spiegelei esst!

Kommentare sind geschlossen.