Der Schatten

Erster Eindruck: Unmöglich, das Erlebte zu verstehen. Mein Vorstellungsvermögen war ziemlich überfordert. Auch heute noch, mit einigem Abstand fällt es mir schwer, das Geschehnis zu begreifen und es gar niederzuschreiben. Ich versuche es dennoch, weil es abartig und zugleich faszinierend ist - mysteriös, fantastisch, und überaus spannend. Ich möchte, wenn die Geschichte ihr Ende gefunden …

Höllisches Treiben

(1) Hamburg-Blankenese, Bahnhofstrasse. Der Mann geht Richtung S-Bahn. Er mag guter Laune sein, und sein Schritt ist beschwingt – er scheint buchstäblich über den Bürgersteig zu tanzen. Sein Gesicht strahlt jene Zufriedenheit aus, die ausgeglichenen Naturen an einem sonnigen Tag zu eigen ist. Ja, es ist ein sonniger Vormittag – Bilderbuchwetter, wie man zu sagen …

Die blaue Kugel

Es sind nur wenige Schritte zum Piazza del Campo, eines der architektonischen Wunder Sienas. Der Campo wurde in Muschelform angelegt, senkt sich zur Basis hin und muss deshalb autofrei bleiben - geradezu eine Einladung, sich irgendwo auf dem Platze wie in einem Amphittheater niederzulassen, die Sonne und seine Kulisse zu geniessen. Am unteren Ende des …

Revision

In 9 ½ Monaten 643 Beiträge geschrieben geschätzt 10% mit Zitaten, also fremden Gedanken Themen willkürlich verarbeitet, ohne System dennoch Kategorien zuzuordnen Qualität: ausreichend Stil: verdorben durch den Job; besser wäre, Bedienungsanleitungen für IKEA zu schreiben Zweck: erfüllt Resonanz: erfrischend kalte Dusche (mehr Performance = mehr Arbeit - lehne ich ab) Spassig: Angler-Effekt. Website wird …

R. Risch, MdB – eine Fiktion

Aber ja doch! Natürlich gefällt mir der Gedanke, als Abgeordneter des Deutschen Bundestags die vielfäligen Privilegien zu geniessen und am Ende eine traumhafte Zusatzrente zu kassieren, für die ich keine Beiträge zahlen musste! Und gewiss wäre ich das faulste Stück in der Sammlung, denn der Job selbst ist nicht mein Ding. Ich sehe mich nicht …

Über „Hater“

Thomas Carlyle, Schotte (1795 bis 1881, Essayist und Historiker Über die vergangenen Wochen hinweg verfolgt mich über die Medien ein neuer Terminus und nervt mich zusehens. Es ist der von Politikern und journalistischen Vogelscheuchen so gerne benutzte „Hater“. Gemeint sind jene Menschen, die im Netz teils anonym ihren Frust unter Verwendung von übelstem Vokabular von …

Die Mauer 2

Ein verkrampftes Gehirn konstruiert geschwollenes Gerede. Ich weiss das wohl. Manchmal, und viel zu oft leide ich unter solcherart relevanten Krämpfen. Ich sondere dann Sprechblasen mit Geblubber ab, muss die Luft rauslassen und so lange umbauen, bis ich glaube, es seien nun brauchbar. Zur Sache: Ich weiss es, weil ich es spüre. Auch ich lief …

Die Mauer 1

In der Persönlichleitsstruktur des Menschen findet sich ein Schaden, der an Alltäglichkeit kaum zu überbieten ist. Im Deutschen nennt man ihn Abgestumpftheit. Seine Banalität ist der Grund, weshalb dieses Defizit so wenig prominent scheint. Man könnte diesen unerfreulichen Zustand auch eine Mauer nennen. Ihre Aufgabe ist es, die Wirkung von Ereignissen abzufangen. Diese Mauer schützt …