Leben und Tod

Zwiebelchen, Zwiebelchen,
nimm es mir nicht übelchen –
aber Du stinkst!

Gefressen werden ist Dein Los,
holt man Dich aus der Erde Schoss –
und keiner hilft.

Man nimmt Dir alle Deine Kleider,
dann folgen Schnitte und so weiter –
und Du beisst zu.

Die Tränen auf dem Schneidebrett
sie sind vereint mit Küchenfett,
im Schmerz geweint.

Der Messerheld mit viel Gesinge
versucht , ob Ringeln ihm gelinge.
Auch sein Blut ist rot.

So wird es auf dem Teller bunter,
der Messerheld, er schneidet munter –
das Ende naht.

Es folgen nun recht schnelle Schnitte
just durch der Zwiebelscheiben Mitte.
Halbringe sind geboren.

Die Zwiebeln sind nun endlich tot
wie nebenan das Roggenbrot.
Es riecht nach Fisch.

Matjes-Filets, saftig und zart
sind ein Genuss besondrer Art –
mit Zwiebelchen, mit Zwiebel!

Doch irgendwann wird es chaotisch.
Das Bierchen schmeckt plötzlich nach Fisch.
Heringsschwänze zieren den Tisch.

Dies, und der Zwiebel Übel
erweicht in Wänden alle Dübel –
scheppernd fallen Bild um Bild.

Der Stern des Göttergatten sinkt.
Er sitzt am Tisch und weiss, er stinkt
nach Fisch, nach Zwiebel und nach Bier.

Natürlich weiss er noch viel mehr.
Die Matjesbrötchen liebt er sehr –
ja, ja ….. auch seine Lillyfee!