Fortschritt 2019

Dem chinesischen Auslands-Informations-Dienst CAID ist es nach langem Mühen gelungen, das Geheimnis dieser Frucht zu entschlüsseln. Aber das Zentralkomitée wird eine bittere Enttäuschung erleben, denn diese Frucht gedeiht nur an einer deutschen Eiche. Die heimische Forstwirtschaft geniesst jetzt schon das stille Vergnügen über den chinesischen Misserfolg 2020.

Davon abgesehen ist nun bekannt geworden, wie man diesen erstaunlichen Zwitter aus Tier und Pflanze herstellt. Hier ein kurzer Abriss:

Man pfropft auf den Ast einer deutschen Eiche, der nicht dicker als 30 mm sein darf, eine Banane. Der Baum akzeptiert dieses „Kuckucksei“, wenn man um seinen Stamm einen Ring aus Schweinegülle legt, der ziemlich genau 56 cm breit sein muss. Schliesslich lässt der Baum das Fruchtfleisch fallen, und so entsteht ein neuer Dünger für die Eiche. Spätestens 4 Tage nach dem Abstossen der Banane spritzt man in den Stielansatz der Bananenschale eine Mischung von Endorphinen, die man lebenden Schweinen entnommen hat. Der Stielansatz wirft nun entsetzt die Bananenschale ab, und aus dem Stiel entwickelt sich eine neue Frucht. Sobald diese auf 10 mm herangewachsen ist, spritzt man ein aus roter Paprika gewonnenes Konzentrat in die neue Frucht. Den Rest erledigt der Baum selbständig. Anzumerken bleibt, dass die Schale der Bananika (so heisst die neue Frucht in Fachkreisen) nach wie vor nicht essbar ist.

Die Banaika schmeckt wie die spanische Chorizo, jedoch mit einem Hauch Banane im Abgang. Das Kilo Frucht wird mit bis zu 1100 Oiro gehandelt und ist derzeit nur in den Sternerestaurants zu erhalten.

Es soll hier nicht unterschlagen werden, was ein reicher Bauer aus der Lüneburger Heide zu diesem Produkt anmerkte: „Schmeckt wie Gülle mit Bananen!“ Nun fragt sich die Fachwelt der Gourmets und Gourmands, woher dieser Landwirt weiss, wie seine Schweinegülle schmeckt …..