Unterwegs

Ich gehe durch die Stadt.
Sie ist mir fremd.
Unter meinen Füssen
spüre ich Strasse
und in meinem Innern
tobt Leere.
Menschen gehen an mir vorbei,
gehen, gehen,
gehen schattengleich.
Also rede ich mit mir selbst.
Frage mich: Wo ist Dein Ziel?
Niemand antwortet.
Und ich gehe weiter.
So viele Strassen!
Ist der Weg das Ziel?
Ich spüre den Regen.
Er tröstet mich.
Sagt mir, ich sei kein Geist.
Aber die Schatten –
so viele Schatten,
wo Menschen sein sollten.
Die Stadt und ich,
Leben suchend,
und doch einsam.
Wir bleiben uns fremd.
Ich suche Verlorenes,
das ich nie besass.
Ich suche den Menschen,
der ich nie war.
Ich suche die Kraft,
die ich brauche
zum Aufbruch in einen Traum.
Ich suche den Weg
in mein Inneres, meine Seele,
und verirre mich
im Strassengewirr.
Und diese Stadt schaut zu
wartet auf Tröstliches,
diese erstarrte Sammlung
flüchtiger Ideen.
Sie und ich –
ein seltsames Paar.

2 Antworten auf “Unterwegs”

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