Gier

Ein Tier findet Nahrung. Sein Selbsterhaltungstrieb befiehlt ihm, zu fressen. Fressen bis zur maximalen Sättigung. Gibt es einen Rest, so bleibt er liegen für andere. Dies ist ganz im Sinne des Systems. Fressen bis an die Kotzgrenze ist vernünftig, da der Zeitpunkt der nächsten Fress-Möglichkeit unbestimmt ist.

Analogie.

Der Mensch findet eine Geldquelle. Er frisst Geld, bis die Quelle erschöpft ist. Seine Fressgier kennt keine Kotzgrenze. Deshalb sucht er nach neuen Quellen, ganz wie das Tier. Findet er eine neue, so frisst er weiter. Er ist unersättlich. Das ist schlimmer als animalisch.

Feststellung.

Für das Anhäufen von Geld gibt es Gründe. Einer führt zum anderen. Man entkommt der Armut, dann will man seinen Wohlstand sichern. Schliesslich ist man reich, und der Broterwerb mutiert zum Glücksspiel in einem Casino, das auch gewinnen lässt. In dieser Situation, der des erfolgreichen Spielers spielen weder der Kontostand noch soziale Folgen eine Rolle. Einziger Antrieb ist das Gewinnen wollen eines jeden Spiels.

Variante.

Für Kapitalgesellschaften und Staatsunternehmen gelten weitere Motive für die Gewinnmaximierung.

Ausblick.

Alles Geld, das der eine einstreicht, wird einem anderen weggenommen. Diese Zwangsfolge wird gemildert, indem man Geld druckt. Es entstehen schön bedruckte Zettel ohne Wert. Genauer: Volksvermögen wird teilweise entwertet. Und im Hintergund lauert ein neuer Feind: Die Inflation.