Torte richtig lesen

Die Arbeiterklasse hat nicht genügend Arbeit.

Die Mittelschicht hat nicht genug Mittel.

Und die herrschende Klasse hat keine Klasse.

( Gonzalo Ernesto Caceres, Santiago de Chile)

Deshalb wird der Kuchen erst ruiniert, dann von der Globalisierung aufgefressen. Die goldenen Schleifchen sind – wie man weiss – ungeniessbar. Deko für Dumme. Und die weissen Lilien sind der Grabschmuck für die Opfer.

Attacke auf mein Spiegelbild

Wenn Dir Dein Computer verreckt, und Du hast einen format c: hinter, und einen kompletten Neuaufbau vor Dir, und zudem einen Topf feurige Bohnensuppe auf dem Herd in der Küche – ja dann wird´s lustig. Du rennst nur noch hin und her, hier clicken, dort umrühren, hier einem Idioten von Programmierer auf blöde Fragen antworten, dort die Hitze runterregeln, zu spät, wie es sich gleich zeigen wird, und wieder  zurück, um ein Download zu checken und eine Setup.exe zu suchen, zurück in die Küche, weil’s stinkt – natürlich sind die Bohnen nun angekokelt, das machst Du noch zweimal, dann hast Du am PC den Faden verloren und in der Küche Dein Mittagessen – und im Kühlschrank stinkt der Tilsiter wie ein Güllewagen im Hochsommer, während das Brot im Schrank damit begonnen hat, seine Form von straight on nach curled zu ändern und dabei die Hälfte an Gewicht zu verlieren. Endlich bemerkst Du, dass Du etwas falsch gemacht hast. Aber es keiner da, der Dir sagen würde, was es war.

Ich bin dumm wie Bohnenstroh
So sah man mich schon immer.
Und dennoch gut gelaunt und froh –
Wieso? Hab keinen Schimmer!
 
Mal tu ich dies, mal tu ich das!
Ganz wie der Zufall will.
Ich rede ohne Unterlass,
doch mein Verstand steht still.
 
Nur ab und an geht es mir schlecht,
Ich kenne mich dann nicht.
Ich sage etwas,  hab auch recht,
doch mein Verstand erbricht.
 
 
( Ich bin so dumm wie Bohnenstroh – das hat irgendwie Rhythmus, nicht wahr? Man muss es einfach verarbeiten! )

Wem Bohnenstroh nicht so liegt
und „dumm wie 100 m Landstrasse“ vorzieht:

Umrechnung mit
1 Bohnenstroh = 5,3333 Zoll Landstrasse.

Ein Appetithäppchen …..

aus dem unerschöpflichen Vorrat unserer Sprache:

Jemand beschrieb eine Reihe Weidenbäume, die in gewissen Distanzen gepflanzt waren, so: erst stund ein Baum, alsdann keiner, dann wieder einer und dann wieder keiner.

Georg Christoph Lichtenberg (1742 – 1799), deutscher Physiker und Meister des Aphorismus, Quelle: Lichtenberg, Sudelbuch J, 1789-1794. [J 1007]

Lies  nochmal – und geniesse!

Wie gesagt – ein Häppchen. Ein Appetizer. Könnte das Verlangen nach Mehr wecken.

Dann wäre da noch die Musik …..

Diese Koreaner! Blasen einen Hamburger Shanty seelenvoll auf einer Mundharmonika, und senden ihn als new age music – das hat doch was!
 
Ich denke, dass man sich für Musik einen eigenen Masstab suchen sollte – sofern man damit etwas am Hut hat.
 
Die Musik ist eine Klangwelt besonderer Art. In ihr sind gewaltige Bögen gespannt, von den Gregorianischen Gesängen bis zum Tekkno, vom Didgeridoo bis zum elektronischen Keyboard, von Hamburg bis Hawaii.
 
Wir sind mittlerweile daran gewähnt, Musik als Hintergrundgeräusch zu konsumieren. Gut, dagegen gibt es nichts einzuwenden. Nur: Es ist eben nicht Musikhören im eigentlichen Sinne.
 
Musik verdient Aufmerksamkeit. Ich glaube, dass man erst bei ungeteilter Aufmerksamkeit entscheiden kann, ob man eine Komposition mag, oder nicht.
 
Möglich, man entdeckt Schönheit, wo man sie nie vermutet hätte. Ich hatte an anderer Stelle schon auf dieses „Phänomen“ hingewiesen, mit einem Sechszeiler von Marie von Ebner-Eschenbach. Er ist es wert, wiederholt, ja sogar auswendig gelernt zu werden:
 
Ein kleines Lied, wie gehts nur an,
dass man so lieb es haben kann?
Was hat es nur? Erzähle.
 
Es liegt darin ein wenig Klang,
ein wenig Wohllaut und Gesang,
und eine ganze Seele.
 
Diese Sprache ist von schlichter Schönheit –  es ist gesprochene Musik.
Öffne Dein Herz, und höre zu. Sie hat ohne Pathos, in klarer Sprache ausgedrückt, wofür mir die Worte fehlen.
 
Vielleicht gehts so: Wir können aus Musik nur heraushören, was hineingeschrieben wurde. Legt der Autor Seele in sein Werk, dann können wir sie vielleicht wahrnehmen. Vielleicht meint, dass auch unsere Seele auf Empfang geschaltet sein muss.
 
Musikgenuss ist ein Brückenschlag der Seelen – vom Komponisten zum Interpreten zum Hörer.
 
Ich habe irgendwo gelesen, Gemeinschaft sei eine Sache der Seele. Im Zustand der Harmonie einer Gemeinschaft kannst Du glückliche Momente erleben.
 
Teufel noch eins. Mag sein,  ich bin hier sentimental geworden.  Na und? Man muss doch mal darüber nachdenken dürfen, warum die Musik in der Psychotherapie eine so grosse Rolle spielt, und warum Musik zu Tränen rühren kann, oder? Was liegt darin? Erzähle!
 
Kann es sein, dass Du mich immer noch nicht verstehst? Dann höre wieder mal bei QUEEN und Freddy Mercury rein …..
 
One man, one goal, one mission,
one heart, one soul, just one solution,
one flash of light – yeah one god, one vision!

Blick in die Zukunft

Der Daten-Transfer wird zunehmend interessanter. Man stelle sich vor, es gelänge der Transport von Materie, einem Kaffeebecher vielleicht, über solche Einrichtungen. Man würde einem Kumpel eine Mail schreiben wie:

“ Ich habe gerade frischen Kaffee für uns gekocht. Schicke bitte den Becher zusammen mit den fünf anderen zurück, ich will nicht dauernd Kaffeebecher nachkaufen!“
 
Oder man würde einen Freund in Australien besuchen, indem man 3-D-gepixelt, also in Würfelchen zerlegt, dorthin reist. Korrekt, Reisewege wären  Erdkabel und Richtfunk, Satellitenverbindungen, Kommunikationseinrichtungen der Telekom Nigeria, nur mal als Beispiel. Endlich hast Du ein  4-adriges Installationskabel im Haus des Freundes erreicht, bist dort als Datei angelandet. mailto:Charles@sidney.aus
You have a new mail!
 
Jedes Materie-Würfelchen könnte für den Transportweg in Trägerbytes verpackt sein, das Verfahren heisst PAEM (pixelized and embedded matter), und jedes Trägerbyte trüge die Ursprungsadresse des Pixels mit sich (731 first 987 second 1748 third dimension), damit nach der Ankunft jedes Pixel wieder seinen angestammten Platz findet.
 
Der Reisende käme nicht auf dem Flughafen, sondern auf einer Festplatte an, und wartete dort auf den Start eines Programms, das ihn  wieder zusammenbaut. Ausführen: c:\paem\setup.exe.
 
Dein Aussie-Kumpel setzt sich also an seinen PC  und startet den Vorgang, und wenn er zuviel Bier genossen hat, drückt er nicht auf ENTER, sondern auf DELETE – die Folge ist dann ein sauberer Tod, und ein preiswerter dazu, weil’s den Sarg und die Begräbnisstätte erspart. Es bliebe lediglich nur ein zarter Geruch aus Ozon und Schweissfuss zurück, der sich bei rascher Lüftung im Outback verflüchtigt. Download failed.


Denkste. Auf Deinem PC liegst Du als Kopie im Ordner Gesendet.
 
Hat der Aussie aber die richtige Taste gedrückt, so wirst Du per SETUP zusammengebaut (17 Minuten für 90 kg Lebendgewicht bei einer 1800-Mhz-Taktung des Rechners).  Angekommen,   machst Du einen kurzen Funktions-Check – liegen die Füsse noch auf der Festplatte, oder sind sie dran – und schaust, ob auch Deine Hose mitgekommen ist, und dann sagst Du erst mal Guten Morgen, Charles! Hast Du den Chianti gesehen, den ich mitbringen wollte, oder hat sich irgendein Webmaster die Buddel wieder mal abgezweigt?

Ich, Rache-Opfer

Hier haben wir die geräucherte Variante.

Mein Beitrag „Surreal“ sollte natürlich
interpretiert werden. Ich denke, das ist
auch geschehen. Dabei war die Lesart
„Trash“ durchaus zu erwarten, da auch
sie richtig ist.
Nun hat sich eine Bloggerin darin
gefallen, auf pfiffige Weise für
angelieferten Unfug Rache nehmen zu
müssen. Sie hat mich öffentlich dazu
aufgefordert, über „Leberwurst“ zu
schreiben. Über Leberwurst!
Die Message lautet:
Wenn Du schon komisch sein willst,
dann beweise das erst mal!
Scheisse, denke ich.
Und dann dämmert es mir: Ich habe längst
damit angefangen, über Leberwurst
zu schreiben.
 
Nun müsste aber Butter bei die Fische
gegeben werden.
Ich könnte damit beginnen, den Begriff
zu definieren, schliesslich über Rezepturen
die Herstellung in der Industrie und
bei Hausschlachtung zu beschreiben,
die kulturelle Bedeutung der Leberwurst
hoch zu loben und ihre volkswirtschaftliche
Bedeutung insbesondere für die
Inuit-Völker zu analysieren –
lieber nicht.
 
Leberwurst aus Wurstleber.
Streichfähig wegen Fettleber.
Majoran-geschwängerte Mumpe
lässt sich mit jedem Gürkchen ein,
das angesäuert daher kommt.
Gebettet auf Roggenbrot, und eng
verbunden mit einer Figur namens
Müller-Thurgau, getreu der Wappenspruch
der Pfalz:
Weck, Worscht un Woi!
Präsentiert sich mit Vorliebe in transparentem
Kunstdarm, wo sie ihre typische Farbe zur
Schau trägt, das schmierige Grau
totgekochten Lebergewebes, grau wie
das Gesicht der Metzgergattin, die dazu
verdammt ist, ihr Leben hinter einem
Wurstkessel zu verbringen.
Leberwurst, eingebunden in die
Gemeinschaft der Schlachtplatten, in
engem Kontakt mit ihrer Schwester,
der Blutwurst, und mit engen Verwandten
wie Leberknödel und Wellfleisch,
umschmeichelt von Weinsauerkraut treibt
sie auch den gestandenen Gourmand an
den Rand der Verzweiflung.
Und das Beste  an dieser Wurst ist,
dass selbst die hellwachen Chinesen
unsere Leberwurst noch nicht entdeckt
haben.
 
Ich sollte nun den Fluss meiner
Rede anhalten.
Allzuviel davon macht Sodbrennen, oder, wenn
Du willst, auch einen Reflux.

The British

Ich habe aus Spass einige Puzzle-Teile zusammengetragen. Ausgebreitet vermitteln sie ein nahezu plastisches Bild der Absurdität, die sich das offizielle Grossbritannien (GB) im Brexit-Verfahren leistet. Aufgemerkt!

GB empfindet sich als die Mutter der modernen Demokratie. Aber die Show im Unterhaus beweist, dass man nicht weiss, was Demokratie ist. Eine Koalition kann nur funktionieren, wenn man Kompromisse akzeptiert, um zu Entscheidungen zu kommen. Erlebt haben wir dreimaliges Verweigern eines Kompromisses ohne konstruktive Diskussion. Man kaschiert die Fehlleistungen der Politiker mit Propaganda.

Sehr beliebt: Die Deutschen sind schuld! Im Hintergrund schwelt Sozialneid. „Wir haben den Krieg gewonnen, und die Deutschen profitieren!“ So die Journaille in GB vor Jahren. Heute wird behauptet, die Merkel würde die EU dominieren und den Briten Schwierigkeiten machen.

GB hat den Krieg nicht gewonnen. Hitler wäre in London einmarschiert, wären nicht die Amerikaner zu Hilfe gekommen.Die Selbstüberschätzung in GB ist nahezu zur Religion mutiert.

Natürlich möchte man wieder als Empire wahrgenommen werden. Aber was bitte war das Empire in seiner Blütezeit?

Es waren GB, seine schrullige Tradition inklusive Monarchen, und Kolonien, also fremde Länder, die man okkupierte und zum eigenen Wohle wie eine Weihnachtsgans ausgenommen hat.

Die Mitgliedschaft in der EU war erkauft. Die Briten verlangten eine Menge Sonderregelungen. Die EU hat schwächlich reagiert und Geschenke über den Kanal geschickt. Beispiel: 110 km Strasse auf Long Island/Bahamas hat die EU bezahlt, und ein britischer Minister hat sich feiern lassen. Das Schnorrertum ist anscheinend ein charakteristisches Merkmal der Upper class.

Die Queen ist Königin auch der Bahamas. Dieser Inselstaat ist ansonsten souverän.

Boris Johnson propagiert den no-deal-Brexit zum 31.10. In Wahrheit spekuliert er auf eine weitere Verlängerung. Man redet von Zeiträumen zwischen 3 und 10 Jahren. GB’s Schulden bei der EU werden von 39 Milliarden  Oiros auf ein Mehrfaches anwachsen, er wird nicht zahlen, und GB wird die Vorteile an der Teilhabe kassieren. Die Gefahr ist gross, dass die EU sich auf diese Variante einlässt, denn sie ist jeden Cent wert, den man für einen Exit ausgibt.

Wenn Johnson dieser Coup gelingt, so wird das seine erste Grosstat sein, und seine letzte. Man sagt ihm nach, er sei stinkfaul. BILD wird titulieren; „Ein einzelner bauernschlauer Brite führt den milliardenschweren Brüsseler Apparat am Nasenring vor!“ Terrific, isn’t it?

Erste Schäden sind bereits eingetreten. Unternehmen brauchen Planungssicherheit. GB ist unsicher geworden. Man verlässt die Insel. Das Geld, ein scheues Reh, flüchtet bevorzugt nach Frankfurt am Main. Werden die Umzugspläne Wirklichkeit, so muss sich der Finanzplatz London mit der Geldwäsche für Grosskriminelle begnügen.

Dem Himmel sei Dank!

Die Welt darf hoffen! Wie der Tagesspiegel berichtet, ist es Forschern in Kalifornien gelungen, aus Stammzellen Mini-Hirne zu züchten, Diese haben etwa die Leistungsfähigkeit der Hirne von Embryos, zeigen aber bereits in diesem Stadium messbare Aktivität. So wird es künftig möglich sein, hirnlose Figuren der Weltpolitik so weit aufzurüsten, dass sie dem Globus und seinen Bewohnern nicht weitere Schäden zufügen werden. (Hirnlose Polemik!)

SNAFU (2)

Ich kann es mir nicht verkneifen:
 
Wesentliche Teile des politischen und
wirtschaftlichen Handelns sind amoralisch
bis kriminell.
Dort arbeitet man in Netzen.
Beispiel:
Die Verbindung zwischen Politik und
Wirtschaft durch den Lobbyismus.
 
Die Vernetzung ist nicht homogen.
Ein Netz arbeitet mit einem oder gegen
ein anderes Netz.
Dabei gewinnt man heute, und man verliert morgen.
Man arbeitet – Gottlob – suboptimal.
 
Radikale Superreiche arbeiten daran, ein
System zu bauen, das – in ihrem Sinne,
d. h. zu ihrem Nutzen – optimal funktioniert.
 
Lies nach, z. B. über die Bilderberger.
Hier  gilt die Denkweise: „L’etat c’est moi!“

SNAFU (1)

wiki

SNAFU: Akronym für „Situation normal, all fucked up“ – ….. alles im Arsch. (US-Army)

Beispiel: Deutsche Volksvertreter kassieren
neben ihrem normalen Einkommen
Funktionszulagen. Dies geschieht,
obwohl das Bundesverfassungsgericht
diese Praxis verurteilte, sie rechtswidrig und gar
verfassungswidrig nennt.
Unsere Volksvertreter setzen ihre Geldgier
über die Verfassung.
 
Was lernen wir daraus?
Das Beispiel weist deutlich auf ein
unvorstellbares Ausmass moralischen Zerfalls
in der Realpolitik.
Die Wirklichkeit gleicht einem Eisberg.
1/8 ist sichtbar.
7/8 bleiben verborgen.

Ich sehe globalisierte Unmoral, wo immer ich hinblicke.
 
Und jetzt Abmarsch! Geh wählen,
Du Leuchte der Menschheit!