Franz. Weine

Sollte Trump seine Drohung wahrmachen, und französische Weine mit Zollabgaben belegen, so wird dieser Schuss nach hinten losgehen. Dieser 2001er Chateau Petrus, Pomerol kostet heute rund 4.000 oiro pro Flasche, verzollt dann 5.000. Es liegt auf der Hand, dass sich der Durchschnittsamerikaner solchen Rotwein in Zukunft nicht mehr leisten kann. Und Verzicht macht gallig! Und Millionen Amerikanierinnen müssen ihren geliebten Dessertwein Yquem aus 1871 vergessen, wenn der statt 32.000 britische Pfund plötzlich 40.000 kostet.

Nun geht man mit dem Verdacht um, dass das Grosse Kind Donald als nächstes einen Strafzoll auf handgeschöpftes Klopapier verhängen wird. Das kann dazu führen, dass in den USA ein Engpass bei den Rhabarber-Blättern entsteht. Die Rhabarber-Industrie wird brüllen vor Schmerzen!

Ich bin Pfälzer. Und als solcher lege ich grossen Wert auf die Feststellung, dass man in der Pfalz zwar keine guten Politiker züchtet, aber die Herstellung von Wein ist in manchen Betrieben zur Kunst gediehen. Gewächse wie der US-Präse und der Bimbeskanzler und Saumagen-Verehrer sind genetische Entgleisungen der Natur als Folge der intensiv mit Kupfer-Vitriol gespritzten Weinberge an der Haardt. Ich weiss das, denn ich komme von dort, bin also Betroffener. Und meinen Grössenwahn lebe ich aus, indem ich einen neuen Bleistift so lange durch den Anspitzer drehe, bis noch 10 Millimeter übrig sind, und mit dem Berg Späne zünde ich den Webergrill an, wenn Weck, Worscht un Woi angesagt sind.