Apokalypse

Als im Frühjahr publik wurde, dass die ARD ihre Mitarbeiter von der Sprachwissenschaftlerin Elisabeth Wehling anhand eines „Framing-Manuals“ beschulen lässt, das lehrt, wie man den eigenen Standpunkt moralisch überhöht und den von Andersdenkenden moralisch abwertet, war einer der Kritikpunkte, dass sich in diesem Papier ein totalitäres, diskussions- und demokratiefeindliches Denken ausdrücke.

Dies ist ein Fundstück aus der FAZ von Michael Hanfeld

Sehr deutlich erklärte einer der ARD-Bosse: Es sei Aufgabe der Medien, das Volk zu „erziehen“.

Nun, wie findest Du das?
Offenbar will man den Bürger indoktrinieren, bis er so verblödet ist wie der Redneck in den Apalachen.
Nach dem Vorbild der USA kann man dann das Volk mit Brot und Spielen zufrieden stellen, und die Klasse der Superreichen wird frei von Hindernissen die totale Ausbeutung des Planeten betreiben können. Heinrich Heine:

„Geld ist der Gott unserer Zeit und Rothschild sein Prophet …“

und ein Rothschild referierte:

„Die Wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, dass aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird. Die grosse Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu mutmassen, dass das System ihren Interessen feindlich ist.“ Ein Rothschild der Gegenwart träumte öffentlich von einer Weltregierung der Superreichen.

Wer fleissig im Netz gräbt, findet mit solchen Indizien jene Nuggets, mit denen ein neues, sehr spezielles „Goldenes Zeitalter“ gebaut werden könnte.

2 Antworten auf “Apokalypse”

  1. So weit ich weiß, haben die Öffentlich rechtlichen einen Bildungs- und keinen Erziehungsauftag. Die zahlreichen Dokumentionen, die man im ARD sehen kann, bestätigen diesen Auftrag für mich. Als Zuschauer fühle ich mich keines falls erzogen und fühle mich in meiner Meinungsbildung nicht beeinträchtigt und schon gar nicht indoktriniert. Ich erkenne auch keinen Autoritarismus der Öffentlichen Rechtlichen bei dem man z.B. mit alternativen Fakten arbeitet.

    Aber ich gehöre ja schon zu älteren Generation und habe Freude am selbständigen denken. 😀

    Der Journalismus arbeitet ja gern mit Überspitzungen um Kontraste zu erzeugen. Also nehme ich daran keine Anstoß, so weit man mich nicht manipulieren will.

    Elisabeth Wehling hat sich dazu geäußert und darauf hingewiesen, dass man ein internes Beratungspapier von ihr veröffentlicht hat und Teile daraus aus dem Zusammengang riss um diese zu skandaliesieren. Sie sollte lediglich die ARD – Kommunikation analysieren und Alternativen aufzeigen. Ich sehe darin keine Apokalypse. Schon das Wort ist für mich gruselig und lässt bei mir eine Art Entzeitstimmung aufkommen. :-O

    LG Ostseemaus

    Gefällt 1 Person

    1. Tja, ich bekenne: Deinen letzten Satz unterschreibe ich gerne. Mehr nicht.
      Ich bin nicht älter, sondern richtig alt, habe ein bewegtes Leben hinter mir und als kaputte Type sehr viel Zeit zum recherchieren. Darum juckt mich auch Frau Wehlings Rechtfertigung nicht. Sie ist medienpolitisch, vermutlich mit einem Hausjuristen der ARD abgestimmt, und darum gelogen. Darin sehe ich auch keine Apokalypse. Um sie wahrzunehmen, muss man alle bekannten Fakten in eine logische Ordnung bringen und im Zusammenhang bewerten. Und man muss die TV-Programme analysieren. Wenn selbst Fernsehleute feststellen, man würde dem Bildungsauftrag nicht mehr gerecht werden, läutet bei dem einen die Sturmglocke, und bei dem anderen nichts, weil er sich gerade an den Wildecker Herzbuben berauscht.
      So bunt ist die Mischung der Menschen und Meinungen, nicht wahr?

      Liebe Ostseemaus, ich habe einige wenige dicke Brocken in den Suppentopf geworfen, und Du versuchst, daraus ein dünnes Süppchen zu kochen? Gerne. Immerzu.

      Liken

Kommentare sind geschlossen.