Ein Sommertag

Ich trete vor die Tür und spüre.
Diesen Tag hat der Sommer
in Besitz genommen.
Eine seltsame Stille liegt über dem Land.
Die Sonne brennt ungehindert,
und alles Leben droht zu erstarren,
wäre da nicht der Wind,
der sachte über die Erde streicht,
alles Lebende zärtlich tröstet,
Kühlung verspricht
und spielerisch in Kornfeldern
seine Gestalt offenbart,
da er in sanften Wellen
das Gold der Erde hin
und her bewegt,
und an seine Bestimmung erinnert.
Ich stehe am Rand meines Feldes,
mein Korn ist erntereif.
Nun fürchte ich den Regen,
den der Wind verspricht,
wie auch dieses Wolkengefieder
dort oben, im Blau des Himmels.

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