Ein guter Rat

Marc Aurel war im 2. Jahrhundert n. Chr. ein römischer Kaiser, und ein Philosoph:

„Die Kunst, die du gelernt hast, behalte lieb, und bei ihr suche deine Ruhe. Den Rest deines Lebens durchwandere wie einer, der alles den Göttern überlassen hat, keines Menschen Herr, keines Menschen Sklave.“

Was redete dieser Mann da? Er stellte seine eigene Existenz als Herrscher über das römische Reich in Frage? Mitnichten. Die Ansage galt wohl nur seiner Entourage. Aber in einer aufgeklärten Gesellschaft erlangen die Worte Marc Aurels Allgemeingültigkeit. Es ist der Rat an jedermann, sich von Zwängen zu befreien, frei zu sein im Denken und dem folgend im  Handeln.

Wenn wir den idealistischen Touch entfernen, bleibt übrig, was seit Kant die Aufklärer predigen: „Lasse Dir nichts vom Pferd erzählen! Benutze Deinen Verstand! Du brauchst keine Vordenker, dennDu hast selbst ein Hirn! Der Betrug hat viele Gesichter. Vertraue nur Deinem eigenen Bild! Erlebe Dein Leben im Original! Und erlebe das Glück als Empfindung Deiner Seele, und nicht als Konserve aus einer Pille.“