Ein Blick in die Botanik

Es geschah am Ende des 2. Weltkriegs, als die USA zu Testzwecken Atombomben auf zwei japanische Städte warf – auf einen Gegner, der längst zu Boden gegangen war. Ein wahrer Feuersturm löschte Hiroshima aus, und was dort lebte, war nicht mehr. Mit einer Ausnahme. Ein Ginkgobaum widerstand dem Massaker. Bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, entwickelte er neue Triebe, und heute wird er verehrt.

Seine Früchte sind essbar. Sie gleichen unseren Mirabellen. Und sie sind gefürchtet. Vollreif beginnen sie erbärmlich zu stinken. Wer sich je in einem Kino freie Sicht auf die Leinwand verschafft hat, indem er Stinkbomben einsetzte, kennt den Geruch der Buttersäure, die der Ginkgo fies mit einem Schluck Capronsäure modifiziert. Damit riecht die Frucht wie eine in Buttersäure gebadete Ziege!

Das Blatt des Ginkgo weist eine einmalige Struktur auf. Es ist eine Kombination von Nadel und Blatt und lässt vermuten, dass die Art vor Äonen in der Entwicklung vom Laubbaum zum Nadelbaum irgendwann stehen geblieben ist. Der Ginkgo ist ein lebendes Fossil.

2 Antworten auf “Ein Blick in die Botanik”

    1. Anonym? Geht garnicht. Viele meiner Beiträge erzählen über mich. Natürlich ist das Angebot dieser Quelle eine Zumutung bei 500 Beiträgen.
      Zugegeben – ich musste eine Weile darüber nachdenken. Dann habe ich mit „Über mich“ noch ein weniges beigepult.
      Grüße!
      Roland

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