Nachbearbeitung eines unbekannten Blogbeitrags

Soeben las ich in einem Blog über Verlangen, Sucht, Wollen und Können und die persönliche Freiheit bei Entscheidungen, hier den Weingenuss betreffend. Ich habe dreimal gelesen, um nachfühlen zu können, was ich verstehen soll. Es ist mir misslungen.

Das Thema „Sucht“ ist zu wichtig, um damit leichtfertig hantieren zu lassen. Jedermann kann damit nach Belieben umgehen, aber nur in seiner Ecke, und nicht im Netz. Das sagt nämlich:

„Sucht ist eine krankhafte Abhängigkeit von einem bestimmten Genuss- oder Rauschmittel o. ä., oder übersteigertes Verlangen nach etwas, einem bestimmten Tun, wie Vergnügen, Genuss usw.“

Die Sucht ist eine psychische Erkrankung mit psychosomatischer Wirkung und verlangt nach Therapie. Es gibt keine Freiheit der Entscheidung zum Konsum von Suchtmitteln. Anderes zu vermuten ist wie Magerquark ohne alles. Süchtige sind extrem unfrei.

Unsere sogenannte Wohlstandsgesellschaft hat mehr Süchtige, als man sich träumen lässt. Die Mehrzahl der Betroffenen weiss nichts davon bzw. darüber. Warum ist das so? Der Zustand wird erst mit dem Leiden des Betroffenen pathologisch. Und gottlob erlebt nicht jeder diesen dramatischen Schritt in die Krankheit, auch wenn er nächtens seine Wohnstatt auf den Kopf stellt, um die vermisste Tafel Schoko endlich zu finden, weil verdammt nochmal jetzt unbedingt Schoko mit Traube und Nuss verlangt wird, und gar am Nachtschalter der Tanke gekauft werden muss, weil irgendwer das letzte Pfund Fruchtjoghurt mit Pfirsich/Maracuja weggegessen hat.