Die Seelenlage der Briten

Quelle: WDR1

Vorbemerkung: Der Titel ist eine unzulässige Verallgemeinerung.

Der Beitrag ist Satire.

Zur Sache:

Wenn Du einem Briten das Innerste nach aussen drehst, so kommt das obige Bild zum Vorschein. Die im Empire vorherrschende Grossmannssucht, beruhend auf der ungehemmten Praxis, Schwächere auszunehmen wie eine Weihnachtsgans, findet ihren darstellerischen Höhepunkt im gezeigten Hosenbandorden.

(Orden des blauen Hosenbandes, Orden des Heiligen Georg in England, Hochedler Orden vom Hosenbande, Order of the Garter, The Most Noble Order of the Garter, gegründet im 14. Jahrhundert)

Mitglieder sind 24 „Ritter“ , die sich um König(in) und Königreich verdient gemacht haben, sowie die Mitglieder der königlichen Familie und eine ungenannte Zahl ausländischer höchstrangiger Honorationen.

Bemerkenswert ist der Zweck dieses Ordens: Sein. Nichts weiter.

Traditionsbewusster Prunk ohne Funktion. Wir Europäer würden die Gestalten am ehesten auf einer Prunksitzung irgendeines Karnevalvereins sehen mögen.

Es sind solche im Briten fest verankerten Traditionen, die sein Bewusstsein des Besonderen prägen. Fortschrittlich Denkende werden dafür plädieren, die Marotten zu tolerieren – und das ist unbedingt richtig. Nur: Europäer sind sie nicht. Man schicke sie zurück auf ihre Insel und schliesse den Euro-Tunnel. Und wenn eine Stimme ruft: “I want my money back!“. dann drückt man  ihr einen Hunderter in die Hand und jagt sie zurück in ihr Empire.