Träumerei eines Narren

Es ist anzunehmen, dass gelegentliche Träumereien als Privatsache nicht zu kritisieren sind. Bedenklich wird die Seelenlage, wenn – wie in meinem hier geschilderten Falle – Träume sich wiederholen und von mal zu mal intensiver werden. Man könnte vermuten, dass sich eine ausgewachsene Psychose anbahnt. Kann man eine solche Last loswerden? Vielleicht durch Öffentlichkeit, durch Transparenz?

Hier der Casus belli, der gute Mensch. Wir alle wissen, dass der Gutmensch nichts weiter ist als ein Phantom. Und wir wissen, dass der Mensch durch seine genetische Veranlagung und durch Erziehung und Erfahrung geformt wird. Was könnte nun als realistische, wirksame Massnahmen geeignet sein, den Menschen nicht gut, aber besser zu entwickeln?

Es liegt auf der Hand, dass nur bei Erziehung und Erfahrung angesetzt werden kann. Eine Plattitüde, nicht wahr? Oder etwa nicht? Platt gesagt: Heute versagen drei Institutionen, das sind die Regierenden, Elternhaus und Schulen. Und zwar krachend. Sozialisation findet nur bedingt statt. Aber wer Seelenkrüppel produziert, sabotiert die Zukunft. Ist es nötig, zu sagen, dass wir damit ein weltweites Problem im Fokus haben?

Hier mein „Ideal“: Das komplette Bildungssystem richtet seine Bemühungen darauf aus, dass die heranwachsenden Generationen sozial und kulturell gebildet wird. Dies ist Voraussetzung für Toleranz gegenüber fremden Kulturen. Diese sind nicht nur zu erhalten, sondern zu fördern. Für das Zusammenleben der Menschen in Gemeinschaften (Gemeinde, Staat tec.) wären Grundwerte zu formulieren, die dem Handeln des Einzelnen vernünftige, begreifbare Grenzen setzen. Die Einschränkung der persönlichen Freiheit durch Sozialnormen können den Bürgern problemlos „verkauft“ werden. Spezifische ethnologische Parameter erforderten natürlich angepasste Konzepte für die Vorgehensweise.

Die notwendigen Reformen müssten global umgesetzt werden. Der Zeitaufwand würde mindestens 3 bis 4 Generationen betragen. Das wäre auch schon alles. Abartig, diese Träumerei, nicht wahr?

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