Eine Ansage

Hiermit fordere ich Sie auf, die …. nein, ich fordere Sie zu garnichts auf. Genau genommen sind Sie mir …. sage ich lieber nicht. Was ich möchte, sage ich auch nicht. Mit Ihnen, Frau Kanzlerin, rede ich nicht mehr.  Ich rede statt dessen mit meinem Papierkorb, der mir seit Jahren treu zur Seite steht und etwas hat, was Ihnen völlig abgeht: Er ist aufnahmefähig! Er ist sympathisch, griffig, strahlt Vertrauen aus, und ist zur Hand, wenn er gebraucht wird.

Nein, es soll kein falscher Eindruck entstehen. Ich bin nicht frustriert, eher amüsiert über das, was ich als Politik wahrnehme,  und über meine eigene Unfähigkeit, die Spielregeln schnell und korrekt zu erkennen. Wenn es nur nicht so verdammt mühsam wäre, Erlebtes so lange durchzukauen, bis sich ein spezifischer Geschmack herausbildet, und bis man zur Bildung eines eigenen Standpunkts befähigt ist.

Ich akzeptiere, dass Politiker für solche Gründlichkeit keine Zeit haben. Wenn aber ein politischer Standpunkt 40 Jahre alt geworden ist, der Zeitenwandel daraus einen alten Hut hat werden lassen – na, dann passt er wieder mal nicht! Ihr guckt dann verständnislos, und  der deutsche Michel knurrt vor sich hin.