Aus meinem Tagebuch

Lasse mich! Lasse mich fliegen!
Es sind die Sinne, die mich treiben.
Befreit von Erdenschwere
ordnen sich die Gedanken
zu einem unbekannten Bild,
das Leben zeigt,
wie ich es kannte.
Bewegte Bilder verführen
in verschwenderischen Farben,
bieten an, greife zu, mein Freund!
Ich betrachte meine Hände,
sie zittern und zucken,
sie greifen dies und das,
und endlich ins Leere –
ich erschrecke.
Nein, ich fliege nicht.
Ich stehe nur wieder einmal
im Supermarkt an der Kasse
und soll bezahlen für Dinge,
die ich nicht benötige,
und die zudem dick machen.
Ich fliege nicht.
Bin längst abgestürzt.