Zu meinen Haiku’s

Ich stelle erstaunt fest, dass diese japanische
Gedichtform auch im Westem geschätzt wird,
und ich frage mich, warum dies so ist.
 
Auf den ersten Blick:
Meine Haiku’s liefern ein interessantes Bild, und
dazu passend 17 Silben Text in 3 kurzen Zeilen.
Das nenne ich Komfort.
 
Auf den zweiten Blick:
Da ist noch mehr. Haiku’s können kompatibel sein
zum eigenen Wissen um ein Thema X.
Sie klinken sich automatisch dort ein, wecken
Erinnerungen, es können sich neue Bilder entwickeln.
Für einen Moment rückt das Thema in die
Gegenwart, ohne zu belasten, ohne Veränderung
von Meinungen und Bewertungen, und ohne
intellektuelle Leistung zu fordern.
 
Haiku’s sind Wegweiser. Wenn wir es zulassen,
so zeigen sie uns einen Weg in das eigene Wissen
um die Welt. Wir entscheiden selbst, ob
wir diesen Weg gehen wollen oder nicht,
und wie weit wir ihn gehen mögen.
 
Ich finde, das ist ein verdammt hoher Anspruch
an diese 17-silbigen.