Der Mensch als Objekt

Da ist ein junger Mensch, der sich Übles geleistet
hat, sagen wir mal ein Gewaltverbrechen.
Man schaut sich die Randbedingungen an und
stellt fest:
 
Der Vater ist nicht präsent, die Mutter ist also
allein erziehend und für die Finanzen voll
verantwortlich; sie hat einen Fulltime-Job.
 
Ihr Kind ist also tagsüber an 5 Tagen
pro Woche zunächst sich selbst überlassen,
und zunehmend in einem nicht
wahrgenommenen Prozess der Strasse.
 
In einer dörflichen Gemeinschaft, wo jeder
jeden kennt, ist das Risiko einer Fehlentwicklung
bei Heranwachsenden überschaubar.
Es wirkt eine Hemmschwelle.
 
In einer Großstadt entfällt diese Beschränkung.
Es wirken die Gesetze der Strasse direkt und
in vollem Umfang. Es können Rauschmittel
oder die Kriminalität das Handeln junger
Menschen dominieren und ihre Zukunft
bestimmen.
 
Verläuft die Karriere derart negativ,
so wir der Erziehungsberechtigte verzweifelt
fragen, was er falsch gemacht hat.
 
Die richtige Antwort: NICHTS !
Versagt hat das Gesellschaftssystem, das
Alleinerziehende zwecks Broterwerb an
einen Job bindet, statt an das Wertvolle, die
Kinder in der Familie.