„Deutschland geht es gut!“

Michael Hüther ist Direktor des Instituts der deutschen
Wirtschaft in Köln. Er steht beispielhaft für eine Mehrheit
von Wirtschaftsfachleuten und Politikern, die sich
derzeit über die – wie mir scheint – unbedacht geäusserten
Gedanken des Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert so sehr
erregen.
 
Die Kritiker beweisen ihre ideologische Verbretterung;
erstaunlich, wie intelligente Menschen mit richtig
fetten Planken vor dem Hirn öffentlich agieren.
 
In der Causa Kühnert akzeptieren sie, und vergleichen sie
den gescheiterten Kommunismus sowjetischer Prägung
mit dem heute vorherrschenden Neoliberalismus.
Offenbar sind sie intellektuell nicht befähigt,
sich ein System vorzustellen, das irgendwo dazwischen
liegt und wenigstens die Grundbedürfnisse der Bürger
zu bedienen in der Lage wäre.
 
Unsere Repräsentanten scheinen mehrheitlich
bräsige, bratzige alte Männer zu sein, denen man
jegliche Flexibilität im Denken wie im Handeln
absprechen muss.
Neuerdings tragen sie einen neuen Heilsbringer,
die Digitalisierung wie eine Monstranz vor sich her.
Und sie wissen nicht, was ich weiss:
Konsequente Digitalisierung bewirkt eine
Industrie-Revolution mit Folgen, die auch
durch die Bundesagentur für Arbeit nicht mehr
schön-gerechnet werden kann.
 
Die Politikverantwortlichen denken ziemlich genau bis
zu ihrem Brett vor dem Hirn – nicht weiter.
Heute über die Zukunft der Nation nachdenken?
Nööö. Das hat Zeit. Mit mir nicht. Darum soll
sich die nächste Generation bemühen.
 
Schreckgespenst:
 
10 Mio. Arbeitslose
Hartz 4 bei 1000 oiro
macht 10 Milliarden pro Monat
also 120 Milliarden oiro per annnum.
 
Die Belastung der Arbeitnehmer wird steigen, die der
Unternehmen nicht.
Genauso funktioniert das System heute.
 
Jetzt, liebes Deutschland, darfst Du weiterschlafen.