Kneipenbesuch

Das ist Ben, mein Labrador. Er ist, wie er sein soll. Klug, verspielt, immer für Schmusen zu haben, und fest in der Familie verankert. Nur eines kriegt er nicht auf die Reihe. Gehe ich mit ihm in eine Kneipe, dann erwartet er wie ich auch ein lecker Pils. Soll er haben. Aber dann wird es …

Haiku: Teichwirtschaft

Heut' ein Frosch im Teich.Morgen dann des Reihers Reich. Oh, mein Bier wird warm! Fish Farming (or: The pond`s ecosystem / microcosmos / world?)Today, a frog in the pond. Tomorrow, finally the egret`s kingdom. Oh, my beer is warm! Also possible instead of „beer“: pale ale (helles Bier) or homebrew (selbstgebrautes Bier), lager, draft beer …

Klage einer gequälten Seele

Ich wollt', ich wär' ein Trüffelschwein, dann zög' ich mir 'n Trüffel rein wie 'n Kinderkopf so gross. Statt dessen bin ich kurz und klein, schwimme umher im Lampenschein als Bratenstück mit Soss'!

In memoriam: Weiss-Ferdl

Urheber: Willy Pragher Lizenz: CC BY 3.0; Rechteinhaber: Landesarchiv Baden-Würt. Quelle: Wikimedia Commons Ferdinand Weisheitinger (1883 bis 1949), genannt der Weiss-Ferdl aus Altötting war ein bayrischer Komiker und Nazi, schlau, durchtrieben und bayerisch-konservativ. Er war eine schillernde Figur seiner Zeit: Geliebt, und zugleich verachtet. Eine Nazi-Grösse, nämlich der Reichsmarschall Hermann Göring hat es ihm besonders …

Geordnete Zeit

Ich denke, dass jeder Mensch dazu neigt, auf eigene Art mit der Zeit umzugehen. Aber man kann heutzutage in weniger als 12 Semestern sumerische Kalenderwissenschaften studieren. Mit einem entsprechenden Abschluss ist man in der Lage, die Gesellschaft mit einer Zeitordnung zu unterstützen, indem man z. B. die weihnachtlichen Events in einer Zeitleiste so fixiert, dass …

Nachgedacht beim Bier

Reich wird man erst durch Dinge, die man nicht begehrt, sagte Mahatma Mohandas Karamchand Gandhi.   (Mahatma Gandhi = Gandhi mit grosser Seele)   Ich begehre keinen Pfefferminztee. Und? Keine Spur von Reichtum. Also habe ich es mit Vollkornbrot probiert. Nichts. Wie soll das gehen, wenn ich Reichtum nicht begehre? Kommt er dann erst recht? …

Sehnsucht

Der Mond und die Siebensterne sind unter; um Mitternacht ist’s. Vorüber ist nun das Stündlein und ich bin allein gelagert.   Sappho, 6. Jhrh. v. Chr.

Der Alte und ich

Nichts zwickt heute. Ich hänge ab. Vergesse die Meute. Vergesse den Trab. Mein Sessel ruht, und ich darin. Es geht mir gut, geht’s durch den Sinn. Die Beine hoch, die Augen zu. Ich grüble noch, bin weg im Nu. Nichts stört den Schlaf, der Träume Land. So wirksam traf des Männchens Sand! Es findet sich …