So bin ich

Es ist ein gutes Gefühl, nichts auf dem Zettel zu haben, sagen zu koennen, ich mache jetzt vielleicht  etwas, was, das wird sich finden, oder ich tue überhaupt nichts, dann wird sich das Nichts finden, damit ich es tun könnte. Ich mag es, genau jetzt nicht zu wissen, wozu ich im nächsten Moment Lust verspüre, und wenn dieser Moment dann da ist, und ich hätte Lust auf – egal was auch immer – dann ist der Spass an der Sache, das Interesse daran schon wieder erloschen, denn nun wäre angesagt, genau jenes zu tun, und es stellt sich umgehend die Frage nach dem nächsten Moment, über den ich schon wieder nichts weiss, wissen will. Kurz: Ich bin einfach faul.
 
Solche Phasen nenne ich komplizierte, hilfsweise „kultivierte Langeweile“. Gib´s zu, mein Freund, nicht jeder ist dazu befähigt, eine gepflegte Langeweile zu geniessen.