Vogeliger Alltag

Der Kaffee ist getrunken, die Kekse sind gegessen. Ich gucke mal wieder in den Garten. Mein Büro liegt nämlich parterre auf der Gartenseite, mein Fenster misst 1100×1100 mm, und mein Schreibtisch steht unmittelbar unter dem Fenster. Toll, nicht wahr?
Leider haben Regen und Sturm die Vögel vertrieben. Bei besserem Wetter streiten sich zur Zeit einige Meisen um einen Nistkasten, der im Apfelbaum befestigt ist. Besonders auffällig gebärdet sich ein Meisenpärchen. Er balzt und lockt, und dient seiner Flamme den Nistkasten an wie Sauerbier, und sie scheint überhaupt nicht interessiert. Der Typ hat aber auch kein leichtes Leben. Jedes Frühjahr dasselbe Theater, da kann er noch so viele Weiber ausprobieren – es ist immer ein Krampf.
 
Bemerkenswert: Man muss den Vögeln nicht zwischen die Beine gucken, um herauszufinden, welcher das Weib ist. Es braucht nur 3 Minuten Aufmerksamkeit, und schon ist alles offensichtlich. Er bemüht, sie zickig. Da hat der liebe Gott beim Kartengeben geschummelt …. aber mit dem habe ich ohnehin eine Hühnchen zu rupfen. Gut aufgepasst. Ich habe nicht Hähnchen gesagt ….. ja, genau: Hühnchen!

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