Fast surreal

Im Hallenbad steht ein nackter Mann unter der Dusche.

Das Wasser trommelt auf seinen aufgespannten Regenschirm.

Ein anderer Badegast kommt in den Raum.

Er fragt:“Was soll das denn?“

Der Beschirmte: „Was soll ich machen? Ich habe mein Handtuch vergessen!“

Du lässt Dich gehen?

Arroganz  – ein Persönlichkeitsmerkmal.
Fixiert, kann jedoch unterdrückt werden.
Glücklich – ein Gefühl,
flüchtig wie ein Duft.
Und die Wut?
 
Immer lauert im Hintergrund
ein Kontext und erwartet,
beachtet zu werden.
Beispiel  „Wut“:
 
Mit jeder Steigerung verliert der
Mensch einen Teil seiner Persönlichkeit.
Auf dem Kulminationspunkt
angekommen verfügt er nur noch
über die intellekten Fähigkeiten
eines 3jährigen Kinds.
 
Und nun die Kardialfrage:
Wie löst Du in diesem Zustand
ein Problem?
Etwa mit der Faust?
 
Es ist klüger, Konflikte
vor der Eskalation zu lösen.
Der Verstand definiert das Problem,
und die Vernunft sorgt für einen
gesunden Interessensausgleich.
 
Das macht Sinn. Arrogant  – ein Persönlichkeitsmerkmal. Fixiert, kann unterdrückt werden.

Glücklich – ein Gefühl,  flüchtig wie ein Duft.

Und die Wut? Variabel.
 
Bei allem lauert im Hintergrund ein Kontext und erwartet, beachtet zu werden. Beispiel  „Wut“:

Mit jeder Steigerung verliert der Mensch einen Teil seiner Persönlichkeit. Auf dem Kulminationspunkt angekommen verfügt er nur noch über die intellektuellen Fähigkeiten eines 3jährigen Kinds.
 
Und nun die Kardinalfrage: Wie löst Du in diesem Zustand ein Problem? Etwa mit der Faust?
 
Es ist klüger, Konflikte vor der Eskalation zu lösen.
Der Verstand definiert das Problem, und die Vernunft sorgt
für einen gesunden Interessensausgleich.
Das macht Sinn.

Verlust

Was nützt es,
wenn sich die ganze Welt Dir öffnet –
und Du Dein Herz
vor der Welt verschliesst?
 
Wenn Du der Herausforderung ausweichst,
und Dich statt dessen in Dein
Schneckenhaus zurückziehst?
Du verlierst die Welt,
und die Welt verliert Dich.
 
Auch dieser kleiner Tod lässt andere
traurig zurück.

Wir sind Weltmeister!

Man sagt: „Wenn Fahnen wehen,
haben Verstand und Vernunft keine Chance.“
Nationalismus dominiert.
Träger ist eine prominenete Prägung,
der Nationalstolz.
Da wird ein Deutscher mit einem
Nobelpreis geehrt, und die Nation jubelt.
Uninteressant, dass der Preisträger
jahrelang in den USA gearbeitet hat,
weil in Deutschland die Forschungsmittel fehlten.
Und in einer Wohnstube hört man:
„ Lisa, hol mir ein Bier! Wir müssen feiern!“
 
Sag mal: Kommt Dir das nicht seltsam vor?

Die Krone der Schöpfung

Er ist ein Mensch, der Ordnung,
seine Ordnung über alles liebt.
Seine Gedankenwelt ist geordnet,
und darum schlicht.
Seine Verdauung arbeitet wie
ein Uhrwerk. Täglich rasiert er sich,
und wäscht sich die Füsse.
Und er erwartet von der Welt
eine Werteordnung, die mit
seiner eigenen absolut kompatibel ist.
Er hasst Ausnahmen,
und insbesondere Aussenseiter.
Warum?
Sie stören sein Weltbild,
verursachen unerwünschte Denkprozesse.
Die sind unnütz, denn er ist schon
nahezu vollkommen.
Und er liebt es, zu sagen:
„So geht das nicht!“

Sehnsucht

Der Mond und die Siebensterne
sind unter; um Mitternacht ist’s.
Vorüber ist nun das Stündlein
und ich bin allein gelagert.
 
Sappho, 6. Jhrh. v. Chr.

Ein Irrtum

Nichts stört den Frieden
an diesem Nachmittag
voller Sonne?
 
Altes Gemäuer
möchte Geschichten erzählen.
Doch alle Steine schweigen.
 
Die Lebensräume sind bewohnt.
Jedes Wesen hat einen Platz gefunden
und sucht nach Frieden.
 
Vergebens. Das Erhoffte
ist Illusion. Es gilt:
Fressen und gefressen werden.
 
So geht Natur.
So geht Tier, und
so geht Mensch sein.

Ein Ideal des Bösen

 A. Paul Webers (1893−1980):

Der Wohlstand formt die Bürger um.

Sind wir noch das Volk? Nein, das ist vorbei. Wir waren das Volk. Falsche Wege durch die Geschichte der Neuzeit haben zu degenerativen Zuständen geführt. Wir sind schwach geworden. Die archaische Bestie „Gier“ gewinnt das grosse Spiel um die Macht, und die Menschen mutieren in  moderne Formen der Sklaverei.

Du siehst das anders? Kann sein, Du hast Recht – für den Moment. Aber warte ab; die haben erst angefangen! Und sie kriegen jeden, den sie haben wollen.