Überflüssiges

Was ist ein Individuum? Richtig, ein Wort. Häufig benutzt. Der Mensch, soziologisch versachlicht.
Und falsch definiert. Das Individuum ist ein Ding, das von anderen Dingen klar unterschieden werden kann, sofern man Identitätskriterien beschreiben kann.
 
Da haben wir den Salat! Individuen sind der Mensch, das Tier, der Baum, ja, sogar der Stein, den man in eine Mauer setzt.
 
Wer hat uns das eingebrockt?
Es war kein Geringerer als Aristoteles (ca. 300 v. Chr.), einer der einflussreichsten Philosophen der Antike. Allerdings hat er den Menschen aus der Masse der Individuen hervorgehoben, indem er ihn als „zoon politikon“, also als Lebewesen in der Gemeinschaft bezeichnete, und – jetzt aufgepasst –
als „idiotes“, womit er als Privatperson definiert war.
 
Ich leite ab:
 
„Im politischen Zoo kann das Wort Idiot nicht als Beleidigung gelten.“