Gequirlter Quark: Geplauder über ein Tabu

Man sagt, das Sterben beginne mit der Geburt.
Dieser Prozess kann Jahrzehnte laufen.
Die Prozessdauer bemisst sich in Schicksalen.
Diese sind nicht in Menschenzeit umrechenbar.
Der Prozess verläuft progressiv.
(Je älter, desto schneller.)
Pflege verlängert die Prozessdauer.
Dennoch entstehen zunehmend Schäden,
die schaden.
Bei grossem Schaden schaltet die
Zentrale ab.
(Oder sie wird per Externem abgeschaltet.)
Am Prozessende heisst der Status „Tod“.
Oder: Der Prozess ist tot.
Oder: Der Mensch ist tot.
 
Hmmm. Damit verbindet sich die Frage,
was seine Seele die ganze Zeit
getrieben hat, und wo sie nun
unterkommt. Aber ist das relevant?
Wer hat je eine Seele gesehen?
Wenn es sie gibt, so kennt man nur
ihre Wirkung. Und wenn es sie nicht
gibt, dann hat die Wirkung
eine andere Ursache.
Zum Beispiel Empathie für das 
Menschengeschlecht?
Der eine hat sie, der andere nicht.
 
Wo sitzen im Körper die Gefühle?
Wieso  kann man sie stimulieren?
Wo wirkt der gute alte Absinth?
(Ausser auf die Leber)
Emotionen sind das Resultat
bio-chemischer Sub-Prozesse
im Gehirn?
Warum kann ich einen Monat
lang traurig sein, aber
nicht glücklich?
 
Wie oft muss ich wiedergeboren
werden, um hierzu richtige Antworten
zu erhalten?
Kann man die Endgültigkeit
des Nirwana tatsächlich geniessen?
 
Ich glaube, ich spinne.
Habe die Peilung verloren.
Um die Ordnung wieder herzustellen,
gehe ich jetzt in die Küche und
mache den Abwasch.
Wir im Norden nennen das
„Kombüse aufklaren“.