Über Faulheit

Pieter Breughel der Ältere

Die Arbeit ist etwas Unnatürliches.
Die Faulheit allein ist göttlich.
 
(Anatole France (1844 – 1924),
französischer Erzähler)

Elegant und geschmeidig, diese französische Art
beim Umgang mit fragwürdigen Themen!
Ganz anders in deutschem Duktus:
 

Faulheit und Feigheit sind die Ursachen,
warum ein so großer Teil der Menschen,
gerne zeitlebens unmündig bleiben;
und warum es andern so leicht wird,
sich zu deren Vormündern aufzuwerfen.
Es ist so bequem, unmüdig zu sein.
 
(Immanuel Kant (1724 – 1804),
deutscher Philosoph)

Um der sprachlichen Dissonanz zu
entkommen, flüchtet man gerne
in die Ironie oder in bemühten
Humor:
 

An dem Tag, als Faulheit und Intelligenz
zusammentrafen,
wurde das Rad erfunden.
 
(© Roland Rinnau (*1962), Redakteur und Hobbykoch)
 

So glättet man die Wogen der
sprachlichen Andersartigkeit
mit einem Mittel, das jeder
zur Verfügung hat:
Das Lachen.