Nachgedacht 16

Zur Zeit bin ich einigermassen irritiert.
Das Leben, genauer mein Leben scheint
im wesentlichen bestimmt zu werden durch
Negatives, das sich um mich verbreitet
wie eine Seuche. Ich könnte unentwegt
abgrundtiefen Pessimismus verströmen.
Zugleich aber lässt meine Lebenserfahrung
vermuten, dass eine Fülle positiver
Zustände und Ereignisse zu konkurrieren
versucht, aber in meinem Bewusstsein
irgendwie nicht zum Zuge kommt.
 
Da haben wir nun ein seltsames Dreigestirn:
Das Positive – das Negative – und ich.
Und wir kommen nicht miteinander zurecht.
Zweifelsohne bin ich selbst die Störquelle.
Ich bin der aktive Teil. Nehme das Positive
als Selbstverständlichkeit hin und bewerte
das Negative hoch, da es Besseres gibt, was
sich mir verweigert.
 
Normal ist das nicht.