Nachgedacht 12

Armut ist ein grosser Glanz von innen,
schrieb Rainer Maria Rilke in sein Stundenbuch.

Das gilt für bescheidene Menschen.
die mit sich selbst und ihrer Umgebung
im Reinen sind und das Materielle
nicht überbewerten.

Sind äussere Zwänge Grund für Armut,
so verursacht sie Schmerz.

3 Antworten auf “Nachgedacht 12”

  1. Ich verstehe Rilke nicht. Inerer Glanz? versucht er Armut zu romantisieren? Arme sind nicht notwendig die edleren Menschen oder selbst gewählte Minimalisten, wie es heutzutage ja teilweise trendy ist.

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    1. Ich verstehe ihn schon. Man muss philosophisch denken. Im Menschen steckt Wertvolleres als der Kapitalismus. Manche sind in der Lage, diese Werte in den Vordergrund zu stellen und zu leben. Gemessen am Materialismus ist man arm und dennoch erfüllt von einem reichen Leben. Das ist natürlich sehr idealistisch gedacht, aber, wie ich anderswo geschrieben habe, sind Ideale die idealen Masstäbe, und als Mahnung brauchbar.

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      1. Rilke hat dann tatsächlich ne ziemlich romantische Vorstellung von Armut. Innerer Reichtum zahlt keine Rechnung…und verschafft meist noch nicht einmal Anerkennung / Respekt. Leider. Einen so verklärten Blick hat nur jemand der noch keine echten Mangel erlebt hat.

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