Leichte Kost 2

Heute war ich mit meinem alten Auto im Dorf unterwegs. Sehe ich doch beim Vorbeifahren einen freien Parkplatz! Umdrehen und drauffahren – bei mir ein bedingter Reflex. Das war garnicht gut. Tat sich vor mir doch eine Tür zum Friseur auf, und in meinem Kopf eine zweite, welche mir signaliesierte, ich sähe wie ein Penner aus mit dieser riesigen weissen Matte auf dem Kopf.

Und die erste Tür lockte mich in die Fänge eines Türken, der mich mit Handschlag begrüßte und mir sofort einen Platz zum Scheren meiner Wolle zuwies. Das Resultat: Sie ist runter, gekürzt auf 17 mm, die Augenbrauen sind gerichtet, die Ohren abgefackelt und die Behaarung der Nasenlöcher auf Idealmaß getrimmt.

Dann murmelte der Türke „Fertig!“, ich setzte eine Brille auf und sah im Spiegel einen Fremden, den ich schliesslich als meinen Vater erkannte. Ich habe rasch an der Kasse die verlangten 9 Oiro bezahlt und bin geflohen. Der freie Parkplatz war eine Falle, und ich bin unbedarft hineingetappt.

Shame on you, old man!